NATO-Kommandeure zweifeln an britischer Armee für Russland-Front

Britische Medien zitieren NATO-Offiziere, die bezweifeln, dass das UK-Army den Frontkampf gegen Russland durchhält; Aufrüstung fraglich.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Großbritannien überlastet für die Front gegen Russland

Die britische Armee wäre laut Berichten in Großbritannien nicht in der Lage, die erste Linie gegen Russland zu halten. NATO-Kommandeure warnen, dass eine "überlastete" Truppe einem direkten Konflikt mit Moskau nicht standhalten würde. Dies ist keine Meinung eines Kommentators beim Abendessen: Es stammt aus der britischen Presse selbst. Die Paradoxie ist bemerkenswert: London übernimmt gerade das Kommando über die schnelle Eingreiftruppe der Allianz – bisher von Deutschland geführt –, während Zweifel an der tatsächlichen Leistungsfähigkeit zunehmen. Drei unbequeme Fragen bleiben offen: Wie viele Soldaten sind noch verfügbar, wie viel Kriegsmaterial kann produziert werden und wie viel davon ist bloße Erzählung?

Was sagt der Artikel, auf den sich die britische Presse bezieht?

Ausgangspunkt ist ein Bericht des Daily Mail, der die Sorgen alliierter Kommandeure widerspiegelt: Die britischen Streitkräfte seien so stark beansprucht, dass sie für die Front untauglich wären. Auf dieser Basis baut die Analyse auf. Eine Strömung argumentiert, das Land sei heute "eine Karikatur dessen, was es einmal war", könne keine Soldaten entsenden, weil es schlicht keine habe, und die Vorstellung, die NATO werde Hunderttausende von Kräften und Tausende von Flugzeugen mobilisieren, sei reine Fassade. Das Militär selbst räume, so diese Lesart, ein, weder können noch wollen sie sich im Ukraine-Krieg engagieren.

Es gibt jedoch einen Gegenpunkt, den man nicht ignorieren sollte: Laut einem Teilnehmer gehört die ukrainische Armee dank einer Logistik und Hilfen, die nie zuvor einem Drittland gewährt wurden, zu den mächtigsten der Welt – stärker als Spaniens, wird betont. Das mindert seiner Meinung nach die Epik jeder Macht, die sich allein für entscheidend hält. Das einzige professionelle Militär, das klar über allen anderen steht, ist das der USA, fügt er hinzu, mit jahrelanger Erfahrung.

Das demografische Argument: Von 25 % auf 10 %

Die Debatte dreht sich schnell um die Substanz. Laut einem Forennutzer stellte der Westen in seiner Glanzzeit 25 % der Weltbevölkerung; heute sind es kaum noch 10 %, und ein großer Teil davon sind Senioren und im Ausland geborene Personen. Ein anderer Teilnehmer fügt hinzu, dass die Produktionskapazität niemanden mehr beeindruckt und das Bild eher dem einer absteigenden Macht gleicht als dem eines schlafenden Riesen.

Für denselben Teilnehmer hat Europa lange geblufft. Man ging davon aus, es reiche, sich hinzusetzen und alles Nötige herzustellen; die Realität zeigt das Gegenteil. China liegt vorn, Indien wartet auf seinen Zug. Und ein weiterer Nutzer verweist auf den nuklearen Schutzschirm – die Trident-Raketen – als letztes Argument, auch wenn es eher der Abschreckung dient als dem Kampf.

Falklandkrieg, Exocet und die Erinnerung an den Bluff

Um Londons Fähigkeiten einzuschätzen, wird am häufigsten der Falklandkrieg als Spiegel genutzt. Argentinische Piloten richteten mit alten Maschinen und knappen Exocet-Raketen Schäden an der britischen Flotte an. Und eine Einzelheit wird erinnert, die ein Nutzer als dokumentiert ansieht: Großbritannien manipulierte diplomatisch, damit Frankreich keine weiteren Exocet-Raketen an Argentinien verkaufte. Mit einem guten Exocet-Bestand, so dieser Nutzer, hätte die Flotte weitaus schlechtere Zeiten erlebt. Die daraus gezogene Lehre ist doppelt: Material zählt, aber ebenso die Hand, die die diplomatischen Fäden zieht, um es zu kappen.

Spielt Schwäche oder ist sie real?

Hier bricht der Konsens. Eine Seite glaubt, London spiele seine Karten besser als alle anderen: Seit 80 Jahren eine Macht zweiten Grades, aber kaum ein Land gleich ihr im Wissen, wie eigene Interessen verteidigt werden. Für diese Gruppe ist die angebliche Unfähigkeit Theater: "Sie geben sich schwach, fertig", merkt ein Nutzer an, und eine Invasion werde ohnehin nicht kommen.

Die andere Seite anerkennt den britischen Instinkt, nimmt ihm aber die Epik: Sie manövrieren exzellent, ja, aber sie sind auch nicht so stark, wie sie gerne scheinen würden. Die schwebende Frage ist, ob die angekündigte Aufrüstung einer realen Bedrohung entspricht oder der Notwendigkeit, eine sichere Erhöhung des Verteidigungsbudgets zu rechtfertigen. Wenn Generalstäbe nach Ressourcen weinen, sagt der zynischere Blick, ist das fast nie zum ersten Mal passiert.

Für die Teilnehmer bleibt die grundlegende Zweifelfrage ungelöst: Welcher Teil dieser Ohnmacht ist real und welcher Teil taktisches Posturing.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (169 Antworten).

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