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Mutterschaft und Paarbeziehung: Eine Rechnung, die keiner teilen will
Die Mutterschaft mindert das Einkommen von Frauen und bündelt die Fürsorgearbeit: Der Einstellungswechsel der Frau in der Partnerschaft hat mehr mit Ökonomie zu tun als mit Biologie.
Zur Mutter wird man nicht geboren: die Rechnung, die das Paar mit den Kindern zahlt
Mitten in der Debatte über Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Geschlechterkluft stellt sich die unbequeme Frage erneut: Warum scheint die Frau mit Ankunft der Kinder eine andere zu sein? Ökonomische Analysen geben sich mit der biologischen Antwort nicht mehr zufrieden. Hinter dem vermeintlichen Charakterwandel verbirgt sich eine Asymmetrie der Kosten: Die Mutterschaft mindert das Einkommen der Frau, bündelt die Fürsorgearbeit bei ihr und bringt ein körperliches Risiko mit sich, das der Vater nicht trägt. Die Schlussfolgerung ist unbequem: Der Konflikt ist kein irrationaler Gefühlsausbruch, sondern eine Neuverhandlung darüber, wer die Rechnung zahlt.
Manche erzählen es mit der Schärfe wiederholter Erfahrung: zwei Beziehungen, zwei liebevolle und stabile Frauen, und nach der Geburt derselbe Bruch. Das Muster wird als Konstante beschrieben, nicht als Ausnahme. Es pauschal der Biologie zuzuschreiben hat den Reiz der Einfachheit, kollidiert aber mit einer Tatsache: Ökonomische Anreize verschwinden nicht mit Oxytocin. Mütter sind nicht die Einzigen mit einem Beschützerinstinkt, also hinkt das Argument.
Den Wandel mit dem "Natürlichen" zu begründen ist bequem: Es erspart einem, die Kosten zu verteilen. Zuzugeben, dass es Ökonomie ist, zwingt dazu, die Last neu zu verteilen. Und genau da hakt es: Weder die biologische noch die ökonomische Erklärung passt so recht zu einer Wirklichkeit, die immer komplexer ist als jedes Etikett.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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