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Multigestión Iberia: 20 Jahre Anrufe wegen einer unbezahlten Schulde
Eine vor 20 Jahren nicht bezahlte Schulde kehrt als Anrufe und E-Mails von Multigestión Iberia zurück. Wann wird ein Inkasso zur Belästigung?
Multigestión Iberia jagt eine 20 Jahre alte Schulde, die sie vielleicht gar nicht mehr einklagen kann
Ein kleiner Kredit, vor zwei Jahrzehnten absichtlich nicht bezahlt, kehrt alle paar Monate zurück – als Anruf von wechselnden Nummern und als E-Mail mit der Aufforderung, sich "dringend zu melden, um Schlimmeres zu vermeiden". Der Schuldner hat bereits erklärt, dass er nicht einen Euro zahlen wird, und sie aufgefordert, vor Gericht zu gehen. Getan haben sie es nicht. Sie rufen weiter. Und genau da beginnt die eigentlich wichtige Frage: Wann wird ein Inkasso zur telefonischen Belästigung?
Die Geschichte enthält alle Zutaten des modernen Inkassos: einen ursprünglichen Kreditgeber, eine Schulde, die den Besitzer wechselt, und eine Firma, **Multigestión Iberia**, die Jahre später auftaucht und fordert, was andere längst abgeschrieben hatten. Der Betroffene blockiert Nummern, sie rotieren. Er geht einmal ran und lädt sie ein, ihn zu verklagen. Sie beharren auf E-Mails. Das ist das Drehbuch eines Machtkampfs, der mehr auf dem Feld des psychischen Drucks ausgetragen wird als vor Gericht.
Warum rufen sie an, wenn die Schulde nicht mehr einklagbar ist?
Das am häufigsten genannte Argument ist die **Verjährungsfrist**. Um eine Schulde gerichtlich geltend zu machen, gibt es eine zeitliche Grenze; ist sie überschritten, kann der Gläubiger zwar weiter sein Geld fordern, aber nicht mehr pfänden oder den Fall mit Aussicht auf Erfolg vor Gericht bringen. Entscheidend ist, wann und wie diese Frist unterbrochen wurde: Ein förmliches, nachweisbares Mahnschreiben setzt sie neu in Gang, eine generische E-Mail wahrscheinlich nicht.
Daran haben die Distress-Fonds ("Geierfonds") ihr Interesse. Sie kaufen Pakete schwer eintreibbarer Forderungen – gerade weil der Schuldner zahlungsunfähig ist oder die Frist abgelaufen ist – für einen Bruchteil des Nennwerts. Schon die Rückholung eines Teils bedeutet Gewinn. Deshalb bieten sie Rabatte an, die wie ein Schnäppchen wirken, und deshalb beharren sie: Die Kosten eines Anrufs sind lächerlich gering im Vergleich zur Chance, etwas herauszuholen.
Was kann man gegen telefonische Belästigung durch ein Inkassounternehmen tun?
Der am häufigsten genannte Weg ist der Datenschutz. Eine Weitergabe personenbezogener Daten ohne Zustimmung des Betroffenen ist Sache der **AEPD** (spanische Datenschutzbehörde), und ein Widerrufsschreiben per Burofax (eingeschriebenes Einschreiben mit Zustellnachweis) kann den Hahn zudrehen. Auch der Hinweis, dass das Gespräch aufgezeichnet wird und dass die Rechte nach der DSGVO ausgeübt werden, wirkt. Mehrere Betroffene berichten übereinstimmend, dass die Anrufe nach diesem Hinweis aufhören.
Das Blockieren ganzer Nummernbereiche – nicht nur der anrufenden Nummer – ist eine weitere praktische Maßnahme, ebenso wie spezielle Apps zum Erkennen und Filtern von Inkasso-Anrufen. Manche wechseln einfach die Nummer oder kündigen den Festnetzanschluss. Andere setzen auf Trollen: sich als jemand anderes ausgeben, behaupten, der Anschlussinhaber sei verstorben, oder die Anrufe an Dritte weiterleiten. Lustig, wenig wirksam.
Die eigentliche Frage ist nicht, ob die Schulde existiert, sondern ob ein Unternehmen sie in eine endlose Anrufmaschine verwandeln darf. Der Schuldner sagt, er werde nicht zahlen, selbst wenn sie auf einen Euro heruntergehen. Die wiederum, so scheint es, haben auch nicht vor aufzulegen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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