33.000 Euro Schulden bei 31.000 Euro Gehalt: das Loch, das sich nie schließt

Ein Ehepaar mit 31.000 Euro Nettoeinkommen im Jahr hat zwischen einem Kredit und Kreditkarten 33.000 Euro Schulden angehäuft. Die Diagnose zeigt auf die Ausgaben, nicht auf die Einnahmen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

33.000 Euro Schulden bei 31.000 Euro Gehalt: das Loch, das sich nie schließt
33.000 Euro Schulden bei 31.000 Euro Gehalt: das Loch, das sich nie schließt

Ein Ehepaar mit zwei festen Gehältern, einem Nettojahreseinkommen von 31.000 Euro und 33.000 Euro angehäuften Schulden. Auf dem Papier dürfte die Rechnung nicht katastrophal sein. In der Praxis wiederholen sie seit Jahren denselben Kreislauf: Sie machen Schulden, um eine unvorhergesehene Ausgabe abzudecken, konsolidieren, und machen wieder Schulden. Die Hälfte dieser Schulden ist ein herkömmlicher Bankkredit; die andere Hälfte sind Kreditkarten, dieses Instrument, das einen fünfminütigen Anruf in eine Kette von Monatsraten verwandelt, die nie endet.

Den Fall schildert ein Familienvater, der sich als des eigenen Lebensstils überdrüssig bezeichnet. Es begann mit Ratenzahlungen auf eine Kaufhauskarte und einer Finanzierung für Haushaltsgeräte. Dann das Auto, der erste ernsthafte Kredit. Danach die Kinder, eine lange Krankheit eines mit ihnen lebenden Angehörigen, eine Beerdigung. Und dazwischen mehrere Umschuldungen, die das Alte ablösten, um einen größeren Kredit aufzunehmen. Das Gleichgewicht hält, doch jeden Monat droht es einzustürzen.

Die Schneeballmethode und ihr Kleingedrucktes

Der ursprüngliche Plan sieht vor, zuerst die kleinste Schuld anzugreifen, etwa 600 Euro, mit dem Ziel, sie in sechs Monaten zu tilgen und mit den nächsten fortzufahren. Das ist die Schneeballmethode: schnelle Erfolge, damit man nicht aufgibt. Der Haken, so die Erfahrung derer, die es versucht haben: Jedes Mal, wenn es losgeht, taucht eine unvorhergesehene Ausgabe auf und das System fliegt in die Luft. Und mit einer sauberen Zahlungshistorie ist ein Schnellkredit so leicht zu bekommen, dass die Versuchung fast immer gewinnt.

Gegen diese Reihenfolge gibt es einen grundlegenden finanziellen Einwand: Vernünftig ist es nicht, die kleinste Schuld zu tilgen, sondern die mit dem höchsten Zinssatz. Kreditkarten mit ihren exorbitanten Zinsen sollten zuerst drankommen. Allerdings halten manche dafür, wer jahrelang Schulden anhäufe, habe meist kein Rechenproblem, sondern ein Verhaltensproblem. Und da funktioniert der Schneeball besser als der Taschenrechner: zu sehen, wie eine ganze Schuld verschwindet, hat eine psychologische Wirkung, die kein Zinssatz erreicht.

Zwei Gehälter, null Ersparnis: Wohin das Geld fließt

Die häufigste Diagnose zeigt nicht auf die Einnahmen, sondern auf die Ausgaben. Mit zwei festen Gehältern ist es nicht normal, bis zum Monatsende nicht zu kommen, zumal es keine Hypothek gibt: Sie wohnen zur Miete und das Auto ist dasselbe wie vor Jahren. Die Lecks sind viele und kleine: ein Festnetz-und-ADSL-Rechnung, die nicht unter 90 oder 100 Euro fällt, explodierende Stromkosten, Fahrzeugpannen, die Ausbildung der Kinder, Ausgaben über dem Geplanten.

Das Rezept, das sich durchsetzt, ist buchhalterisch statt sarracena: einen Monat lang jeden letzten Cent aufschreiben, jeden Posten identifizieren und das Überflüssige streichen. Und ein Trick, der die Wahrnehmung verändert: jede tägliche Ausgabe in eine Jahreszahl umrechnen. Ein Kaffee für 1,20 Euro an 300 Tagen sind 360 Euro im Jahr; ein Frühstück außer Haus für 2 Euro, 480. Da tut es weh.



Das alte Auto, der Wäschetrockner und andere Alltagsfallen

Man ist sich einig, dass das Auto eine stille Blutung ist: Pannen, die ohne Vorwarnung kommen, und Fixkosten, die jeden Sparversuch auffressen. Der unorthodoxeste Vorschlag: das alte Auto loswerden, wenn es in einer Garage schläft —die Miete für den Stellplatz ist eine überflüssige Ausgabe— oder es gegen ein billigeres, sparsameres tauschen. Angeregt wird auch, Versicherungen mit Vergleichsportalen zu prüfen, denn dort verdunsten jährlich Hunderte Euro, ohne dass jemand hinsieht.

Die Telekommunikation ist ein weiterer Klassiker. Der Anbieterwechsel bringt nichts, wenn der Verbrauch gleich bleibt: die Flatrate und das kostenlose Messaging erledigen den Rest. Und zu Hause amortisiert sich die anfangs teurere LED-Beleuchtung im Vergleich zu den altbekannten Glühbirnen mehr als reichlich.

Die Versuchung der Umschuldung und der Verwandte, der leiht

Alle Schulden in einem Privatkredit zu einem vernünftigen Zinssatz zusammenzufassen klingt gut, doch der Protagonist selbst verwirft es: Ohne Immobilien als Sicherheit hält er das Vorhaben für schwierig und will vor allem den einfachen Ausweg nicht wiederholen, der ihm schon mehrfach im Stich gelassen hat. Die Voraussetzung wäre in jedem Fall, die Kreditkarten zu verbrennen. Ohne das schließt sich der Kreis von selbst.

Ein anderer Weg, der auftaucht, ist der familiäre: Geld bei einem Verwandten zu einem niedrigeren Zinssatz als bei der Bank leihen, mit monatlichen Schuldscheinen als Garantie und einem schriftlichen Tragfähigkeitsplan. Es ist die letzte Maßnahme, kann aber Hunderte Euro an Zinsen sparen. Das Problem ist, wie immer, nicht der Zinssatz. Es ist die Disziplin.



Mit 33.000 Euro Schulden, 31.000 Euro Einkommen und zwei festen Gehältern sagt die Rechnung, dass es in zwei oder drei Jahren Sparsamkeit einen Ausweg gibt. Die unbequeme Frage ist eine andere: Wenn das Problem nie das fehlende Geld war, sondern die Unfähigkeit, zu einer Ausgabe Nein zu sagen — wie lange dauert es, bis der erste Anruf beim Schnellkredit kommt?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (93 Antworten).

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