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Mord in Gijón: Metzger tötet Wucherer wegen 37.000-Euro-Schuld
Ein Metzger soll in Gijón einen Geldverleiher getötet haben, dem er 37.000 Euro für ein Darlehen von 3.500 Euro schuldete. Der Fall deckt Immobilien-Wucherpraktiken auf.
Von 3.500 auf 37.000 Euro: Das Darlehen vor dem Mordfall in Gijón
Ein 56-jähriger Metzger soll in Gijón einen Geldverleiher getötet haben, dem er Geld schuldete. Die Aufmerksamkeit gilt nicht nur dem Verbrechen selbst, sondern der Vorgeschichte: 3.500 Euro ausgezahlt und 37.000 Euro gefordert. Eine Verzehnfachung, die wie journalistische Übertreibung klingt, aber laut Berichten sogar untertrieben ist. Vor der Tat hatte der Schuldner bereits 17.000 Euro zurückgezahlt. Danach soll er ein zweites Darlehen über mehr als 20.000 Euro bei einem anderen Verleiher aufgenommen haben, wobei er seine Wohnung als Sicherheit hinterlegte. Keiner der beiden war nach den Schilderungen des Falls ein Wohltäter.
Wie werden aus 3.500 Euro plötzlich 37.000?
Weil das Geld nicht gegen das Einkommen des Schuldners, sondern gegen sein Vermögen verliehen wird. Der Mechanismus ist altbekannt: Ein kleiner Betrag wird ausgezahlt, eine unverhältnismäßige Immobiliensicherheit verlangt und ein Vertrag unterschrieben, den kaum jemand mit Anwalt liest. Wenn die Rückzahlung scheitert – oder absichtlich so gestaltet wird –, wird die Sicherheit vollstreckt. Man kassiert nicht die Schulden, man kassiert das Haus.
Die Zahl, die dies am besten erklärt, ist nicht die Darlehenssumme, sondern der Wert der Sicherheit. Es gibt abbezahlte, lastenfreie Wohnungen, die für vierstellige Beträge den Besitzer wechseln. Das Geschäft liegt nicht in den Zinsen, auch wenn diese erschrecken. Es liegt in der Immobilie. Und die feinen Details, wie solche Verträge geschlossen werden, erzählt von jemandem, der in der Branche tätig war, sind beängstigender als jede Schlagzeile.
Warum zahlt der Schuldner das Geld einfach nicht zurück?
Weil es in vielen dokumentierten Fällen niemanden gibt, an den man zahlen kann. Der Gläubiger stellt keine Kontoverbindung zur Verfügung, ignoriert Mahnungen und überträgt die Forderung ohne Benachrichtigung des Unterzeichners. Die Frist läuft ab, und damit beginnt die Vollstreckung der Sicherheit. Es hilft wenig, das Geld zu haben, wenn der Vertrag ein Datum festlegt und der Inkasso-Partner sich genau bis dahin versteckt.
Hier liegt das Detail, das Erstleser verwirrt: Der Verleiher jagt nicht das Geld, er jagt das Objekt. Wer kassieren will, versteckt sich nicht. Wer sich versteckt, wartet auf etwas anderes. Klassischer Wucher hat zumindest noch an der Tür geklopft.
Wie viel lässt sich mit diesem System ansammeln?
Mehr, als die häusliche Dimension des Falls vermuten lässt. In TV-Berichten wurden Privatpersonen gezeigt, die mit dieser Methode mehr als 60 Immobilien in ganz Spanien ansammelten, mit Zinssätzen von bis zu 215%. Die Struktur erfordert kein großes Kapital: Sie erfordert Zahlungsausfälle, notarielle Geduld und Opfer, die sich jahrelange Rechtsstreitigkeiten nicht leisten können.
Auf dem Papier gibt es Notare, Anwälte und Gerichte bei jeder Transaktion. In der Praxis ist alles unterschrieben und scheinbar legal. Das ist der blinde Fleck: Das System funktioniert gerade weil es das Gesetz erfüllt.
Ist Wucher in Spanien strafbar?
Die verbreitete Antwort ist unbequem: Das Strafgesetzbuch (Código Penal) von 1995 hätte Wucher entkriminalisiert, sodass die Höchststrafe für missbräuchliche Verleiher rein wirtschaftlich bleibt. Es werden Fälle erwähnt, in denen Personen mit 178 gemeldeten Kreditinstitutionen praktisch feststellen, dass der Anwalt teurer kommt als die Verurteilung.
Es gibt keine Haftstrafe für schlechte Verleiher. Es gibt Haftstrafen für jene, die mit dem Messer antworten. Zwischen diesen beiden Asymmetrien passt ein ganzes Land.
Es ist kein Problem von Gut und Böse, auch wenn es verlockend wäre, es so zu ordnen. Es ist ein Markt, der existiert, weil Banken jenen die Tür weisen, die nicht zurückzahlen können, und weil das Gesetz, das diese Hintertür überwachen sollte, seit drei Jahrzehnten wegschaut. Das Darlehen über 3.500 Euro wird seinen gerichtlichen Weg gehen, falls jemand es verfolgt. Der Mord ebenfalls. Der Teil dazwischen – derjenige, der einen Metzger mit einer unbezahlbaren Schuld zum einzigen Glied macht, das in Handschellen gelegt wird – wird niemand verfolgen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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