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Montero soll Spaniens PSOE-Wahlkampf führen, Analyse kursiert
Eine kursierende Analyse behauptet, Montero führe den PSOE-Wahlkampf wie ein abgeschriebener Bauer. Offizielle Sitzzahlen gibt es nicht.
María Jesús Montero, bislang eine der zentralen Figuren der spanischen Regierung, übernimmt die Führung des Wahlkampfs der PSOE, so die Nachrichten im Thread. Der Schritt, nur tröpfchenweise durchgestochen und ohne Pathos bestätigt, ist bei denen wie ein kalter Dusche angekommen, die auf einen Gesichterwechsel gehofft hatten. Die in Wirtschafts- und Politikzirkeln am häufigsten gelesene Deutung ist nicht die offizielle —„Stärkung der Maschinerie“—, sondern eine deutlich zynischere: an die Spitze des Schiffes denjenigen zu setzen, der nichts mehr zu verlieren hat.
Ein Schachzug, der nach mancher Meinung nach abgeschriebenem Bauer riecht
Die These, die unter einigen Teilnehmern an Boden gewinnt, lautet, dass Montero der Bauer ist, der längst abgeschrieben war. Sie hat die schmutzige Arbeit erledigt, die von ihr erwartet wurde —das Unerträgliche bei Pressekonferenzen verteidigen, den Verschleiß unpopulärer Politiken schlucken— und wird nun auf einen Posten gesetzt, an dem der Verschleiß maximal und der Ertrag minimal ist. Läuft der Wahlkampf schief, trägt die Verantwortung einen Namen. Läuft er gut, gebührt das Verdienst jemand anderem.
Manche behaupten, dies sei ein bewusster Schachzug, um ein verbrauchtes Aktiv zu verbrennen, das nichts mehr hergibt. Andere glauben, es gab schlicht niemanden, der bereit war, den schwarzen Peter zu übernehmen. In jedem Fall ist die Frage, die in der Luft liegt, unbequem: Warum will niemand mit Zukunft diesen Wahlkampf führen?
Der Schatten von Leire Díaz und das Spiel mit den geliehenen Stimmen
Die Ernennung hat die Debatte über die Abwanderung von Stimmen zu politischen Kräften neu entfacht, die zuvor als abgeschrieben galten. Der Verweis auf Leire Díaz —die neue aufstrebende Figur, die nach manchen Nachrichten die Unzufriedenheit für sich vereinnahmt hat— taucht in jeder Prognose auf. Die Frage der Analysten lautet: Wer besetzt diesen Raum, und ist Montero die richtige Person, das Bluten zu stoppen?
Die Ironie: Die PSOE scheint zu spät reagiert zu haben. Während manche den Sitzverlust in katastrophalen Zahlen beziffern —weniger als 100 Sitze im pessimistischsten Szenario, so eine kursierende Rechnung—, verweisen andere darauf, dass Monteros Strategie genau darin besteht, das Loch mit einer wiedererkennbaren Figur zu stopfen. Wiedererkennbar, ja. Wirksam? Das muss sich erst zeigen.
Die Rechnung, die niemand öffentlich anstellen will
Die Aufschlüsselung nach Sitzen, Provinzen und Stimmenüberträgern liefert ein Ergebnis, das selbst die größten Pessimisten überrascht, so die Nachrichten im Thread. Der Wahlkampf in Andalusien hat bereits eine Spur unbequemer Daten hinterlassen, über die niemand in der Führung laut sprechen will. Wiederholt sich das Muster auf nationaler Ebene, zeichnet sich nicht das Bild einer knappen Niederlage ab, sondern das einer Debakel mit Namen und Nachnamen.
Montero steht vor der Aufgabe, eine Erzählung zu verkaufen, in einem Kontext, in dem niemand mehr Erzählungen kauft. Ihr Vorteil: Sie hat nichts zu verlieren. Ihr Nachteil: genau dasselbe.
Der Punkt, an dem die Analyse stets hängen bleibt, ist immer derselbe: Niemand weiß, ob dies ein verzweifelter Manöver oder ein Meisterzug ist. Und Montero lächelt derweil auf den Fotos.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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