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Mönchssittich: invasive Art, laut – und von manchen tapfer verteidigt
Der Mönchssittich gilt in Spanien als invasive Plage, doch wenn ein verletzter Vogel im Garten auftaucht, spaltet die Frage, ob man ihn rettet oder tötet, die Menschen.
Der Mönchssittich: zwischen Rettung und Schrotflinte
Ein erschöpfter, von Hunden bedrängter flügger Mönchssittich wird von einem Privatmann aufgenommen, der ihm Heidelbeeren und Wassermelone gibt. Der Vogel antwortet mit Zuneigung und klettert auf die Hand. Die Szene könnte der Anfang einer glücklichen Haustiergeschichte sein, doch diese Art gehört zu den schädlichsten invasiven Arten in Spanien, und die Debatte darüber, was mit ihr geschehen soll —retten oder töten—, spaltet alle, die einem solchen Vogel begegnen.
Eine grün-gelbe Invasion, die nicht endet
Der Mönchssittich (Myiopsitta monachus) ist seit Jahrzehnten in spanischen Städten heimisch. Schätzungen zufolge leben dort Zehntausende Exemplare, vor allem in Stadtparks in Madrid, Barcelona und an der Mittelmeerküste. Sie bauen Gemeinschaftsnester aus Zweigen in Palmen und an Bauwerken; ihr morgendlicher Lärm und ihre Fähigkeit, andere Vögel zu verdrängen, haben sie zum Ziel der Behörden gemacht. Das Seprona, die Umwelteinheit der Guardia Civil, hat die Anweisung, die Tiere dort zu beseitigen, wo sie landwirtschaftliche oder Sicherheitsprobleme verursachen.
Doch wenn ein verletztes Exemplar im Garten auftaucht, sind die Reaktionen keineswegs einheitlich. Manche plädieren dafür, es sterben zu lassen —"wäre auch nicht schlimm, wie bei den Hühnern, die wir essen"—, andere bringen es lieber zu einer Rettungsorganisation wie der Barceloneser S.O.S Cotorras. Auf dem Land gestehen einige Grundbesitzer, dass sie die Vögel "mit dem Karabiner abschießen", ohne Skrupel.
Haustier oder Plage? Zwei Blickweisen auf dasselbe Tier
Der Kontrast ist so grell wie der Schnabel des Vogels. Wer ihn zu Hause hält, lobt seine Intelligenz, seine Fähigkeit, Geräusche nachzuahmen, und die Bindung, die er zu Menschen aufbaut; er kann Gemüsepüree, Reis, Salat, sogar Omelett essen. Wer unter ihm auf dem Land leidet, nennt ihn "nervig und schrill" und weist darauf hin, dass es sich um eine invasive gebietsfremde Art handelt, die Ernten und Nester heimischer Tiere schädigt.
Die Rechtslage ist klar: Die Haltung des Mönchssittichs als Haustier ist seit der Aufnahme der Art in den Spanischen Katalog invasiver gebietsfremder Arten (2013) verboten. Doch bereits domestizierte Exemplare dürfen mit Registrierung gehalten werden, und Einzelfälle von Rettungen bewegen sich in einer Grauzone: Ist es ethisch vertretbar, ein Tier in Gefangenschaft aufzuziehen, das hier gar nicht sein sollte?
Ein Dilemma ohne einfache Antwort
Während Nachbarn in Foren und sozialen Medien diskutieren, wächst die Population des Mönchssittichs weiter. Die offizielle Bekämpfung scheitert an begrenzten Mitteln und am Fehlen einer koordinierten nationalen Strategie. Die individuelle Rettung, so gut gemeint sie ist, stoppt die Invasion nicht. Und die systematische Tötung stößt bei denen auf Ablehnung, die das Tier bereits als Gefährten betrachten.
Ist es konsequenter, einen Sittichjungen sterben zu lassen oder ihn als ausgewachsenen Vogel zu erschießen? Die Frage bleibt offen, und jeder Fund eines verletzten Vogels öffnet die Kluft zwischen Herz und Katalog invasiver Arten aufs Neue.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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