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Mode für Männer über 40: Vom Hoodie zum Smart Casual
Der Übergang vom lässigen Hoodie zum klassischen Stil. Chinos, Hemd und Sakko als neue Basisgarderobe für den Mann über 40.
Mit 40 ist der Hoodie out: So aktualisiert man seine Garderobe
Ein Mann über 40 blickt vor der Arbeit in den Spiegel und erkennt keinen Erwachsenen mehr. Er sieht Turnschuhe, Jeans, einen Uni-Hoodie und einen Rucksack mit Tupperware, Antazida und Ladegerät. Das ist kein Einzelfall, sondern das Uniformbild einer halben Generation, die erwachsen wurde, ohne dass ihr jemand erklärte, dass sich Kleidung mit den Lebensphasen ändert. Die Frage, die dieser Mann Ende Dezember 2015 stellte, bat um Style-Tipps. Was er erhielt, war eine Abhandlung zur Soziologie der Garderobe.
Welche Kleidung sollte ein Mann über 40 tragen?
Es gibt keine Pflichtuniform, aber eine Grundausstattung, die in fast allen Empfehlungen wiederkehrt. Dunkle Jeans, die nicht aussehen, als seien sie von einem LKW überrollt worden, Chinos in Blau, Grau und Braun, unifarbene Hemden — Weiß und Blau als Basis — sowie hochwertiges Schuhwerk: Stiefel und Oxford-Schuhe. Der dunkelblaue oder graue Sakko rundet das Ensemble ab.
Das Prinzip dahinter ist Vielseitigkeit. Befürworter dieses Ansatzes betonen, dass klassische Mode nie aus der Mode kommt und unabhängig von saisonalen Rabatten großer Ketten funktioniert. Ein weiteres häufiges Argument: Die Kleidung muss zum Alter passen, nicht zu dem, was man mit zwanzig trug. Die Idee, dass es für jede Lebensphase einen eigenen Stil gibt, taucht immer wieder auf.
Eine Ausnahme sorgt für Diskussionen: das kurzärmelige Hemd. Für manche ist es Geldverschwendung, da es nur im Sommer tragbar ist und weder Anzug noch Krawatte zulässt. Langärmelige Hemden, hochgekrempelt, decken mehr Situationen ab.
Der Look 'Smart Casual': Sakko und Jeans
Der formelle Anzug zieht sich zunehmend auf berufliche und protokollarische Anlässe zurück. Was an Boden gewinnt, ist die Mischung: Sakko mit Jeans, darunter ein Hemd oder T-Shirt, dazu Schuhe oder Sneaker je nach Kontext. Manche prägen dafür den Begriff des Smart Casual, andere verteidigen den Kontrast zwischen Formellem und Informellem als die beste Formel außerhalb des Büros.
Nicht alle sind überzeugt. Gegenüber der Begeisterung fürs Sakko gilt es bei anderen als unnützes Kleidungsstück, unpraktisch bei jedem Wetter und auf der Straße fehl am Platz, wenn keine berufliche Pflicht besteht. Ähnlich wird der Hut diskutiert: elegant für einige, deplatziert und auffällig für andere. Wenn überhaupt, ist der Konsens minimal.
Wo kauft man gute Kleidung, ohne pleitezugehen?
Outlets setzen sich gegenüber Vollpreisgeschäften durch. Die Schnäppchenecke eines großen Warenhauses wird oft als Ort genannt, wo gut sitzende Markenjeans für 25 Euro zu finden sind. Das Misstrauen gegenüber Fast-Fashion-Ketten ist offen: Stoffe, die wie Pappe wirken, und die Gefahr, jemandem mit demselben Outfit zu begegnen.
Bei Accessoires lautet die Empfehlung, wenig auszugeben: ein anständiger Gürtel und eine Uhr, die etwas hermacht, ohne sich den 300 Euro zu nähern. Die zugrunde liegende Idee dieser Antworten ist, dass Geld zwar keinen Stil kauft, aber ein gutes Stück zeitlos bleibt.
Selbstbewusstsein, Konsum und der Spiegel
Hier nimmt die Debatte eine interessante Wendung. Ein Teil der Diskussion vertritt die Ansicht, dass gepflegtes Aussehen keine Oberflächlichkeit ist, sondern Selbstrespekt ausdrückt, und dass Vernachlässigung in schwierigen Zeiten — Arbeitslosigkeit, Prüfungen, Pflege von Angehörigen — ihren Preis hat. Die Gegenstimmen werfen vor, sich von der Konsumgesellschaft vereinnahmen zu lassen: Kleiden für Ästhetik statt Komfort. Die Antwort darauf ist klar: Würde es nur um Komfort gehen, würden wir alle nur mit Lendenschurz herumlaufen.
In der Mitte steht das unbequemste Argument von allen. Kleidung hilft, aber wirkt keine Wunder. Ohne Figur und Geschmack richtet auch das beste Sakko nichts aus, wenn man es nicht zu kombinieren weiß. Klassische Mode löst die Hälfte des Problems. Die andere Hälfte kann man nicht kaufen.
Was, wenn der Spiegel recht hat und das Problem gar nicht die Kleidung ist?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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