Niemand erinnert sich an den Turia-Ingenieur
Der Chefingenieur des Plan Sur – die Umleitung des Flussbetts des Turia, die laut einem Forenbeitrag dazu beitrug, während der DANA Menschenleben zu retten – hat keinen öffentlichen Namen. Niemand, außer seiner Familie und seinen Kollegen, weiß, wie er heißt. Daneben erhält der von allen Medien als bester spanischer Sportler gefeierte Athlet den Applaus. Zwischen diesen beiden Namen liegt das Problem, das ein Forumsteilnehmer offen ansprach und auf Männer im Alter von 65 Jahren bezog: Es ist egal, was du geleistet hast; du bist nur noch ein alter Mann.
Das ist kein Anfall von mangelndem Selbstwertgefühl. Die Diskussion, die dieser Standpunkt auslöste, zeichnete ein unbequemes Bild: Unbekannter Verdienst wird nicht erinnert, der Applaus verstummt, wenn das Amt endet, und das Alter macht jeden zum Fremden.
Warum erinnert sich niemand an den Turia-Ingenieur, der half, Leben zu retten?
Der konkrete Fall dient als Beweis. Die Turia-Umleitung wird als eine jener Baumaßnahmen angeführt, die ihre Wirkung entfalten, ohne dass fast jemand weiß, wer sie plante, und jene, die sich daran erinnern, behaupten, dass dieses Team dazu beitrug, Leben während der DANA und in zukünftigen Ereignissen zu retten, da das Phänomen in der Region zyklisch ist.
In einem Dorf hat der Lehrer ein Gesicht; in einer Stadt nicht. Dies ist das Argument, das den Abstand am besten erklärt: Im ländlichen Raum kennt man den ehemaligen Arzt oder Lehrer und erinnert sich an ihn aufgrund seines guten oder schlechten Wirkens. In einer Großstadt gibt es keine Biografie, nur Anonymität. Niemand hat dich vorher gesehen. Du bist nur noch ein weiterer alter Mann.
Die wiederholte Schlussfolgerung ist hart: Wer nicht berühmt ist, hinterlässt keine Spuren. Sein Leben, seine Leistungen und seine Meinungen interessieren niemanden mehr, außer seinen Angehörigen.
Von Jobs bis Ritchie: Wer erhält den Ruhm und wer leistet die Arbeit?
Das System belohnt den Verkäufer, nicht den Erbauer. So lässt sich die Verteilung des Ruhms auf einem Markt zusammenfassen, auf dem Vermögende wie neue Götter fungieren: Die Öffentlichkeit träumt davon, Steve Jobs zu sein, während Jobs in akademischen Kreisen niemand ist und Dennis Ritchie eine der wichtigsten Figuren der Branche.
Daraus ergibt sich die grundlegende Beschwerde. Anerkennung notiert an einer anderen Börse als Leistung, und meist gewinnt die erste. Zusätzlich hat das öffentliche Gedächtnis ein Verfallsdatum: Die nächste Generation erinnert sich an niemanden, so kompetent sie auch waren.
Der gebrochene Staffelstab: Wenn der Ältere vom Lehrer zur Belastung wird
Hier wird der Ton schärfer. Ein Teil der Diskussion vertritt die Ansicht, dass der Ältere aufgehört hat, Lehrer zu sein, und zur Belastung geworden ist: Er bezieht Rente, häuft Vermögen an und stört im besten Fall. Es werden Renten von 2.000 Euro, zwei Wohnungen und 200.000 Euro auf dem Bankkonto als Grund für Vorwürfe genannt, unabhängig davon, dass seit dem 14. Lebensjahr gearbeitet und 50 Jahre lang Beiträge gezahlt wurden.
Die Anschuldigung hat eine Gegenreaktion. Ein anderer Teil antwortet, dass wer sein Leben mit Arbeit verbracht hat, sich nicht entschuldigen muss, für das Gezahlte zu erhalten, und dass das Unbehagen nicht nur wirtschaftlich ist: Es ist eines der Erwartungen. Vom Älteren wird erwartet, dass er lehrt, und oft bietet er nur Nostalgie.
Bemerkenswert ist, dass beide Lager denselben Bruch beschreiben. Das Handwerk, das früher von Eltern an Kinder weitergegeben wurde, zirkuliert nicht mehr, und damit ging auch der Grund verloren, warum ein Veteran Respekt verdient hatte, über sein Gehalt hinaus.
Was hinterlässt, wer keine Kinder hat?
Wenn gefragt wird, was von einer Person übrig bleibt, ist die häufigste Antwort biologisch: Kinder. Wer keine hat, argumentiert man, hinterlässt buchstäblich nichts. Der extremste Fall wird von einem 59-jährigen Mann dargestellt, der sagt, er habe seinen Angehörigen acht Millionen Euro hinterlassen, und fühlt sich dennoch auf einen Großvater reduziert, von dem nur die Erbschaft verlangt wird.
Seine bittere Zusammenfassung könnte in einem unbequemen Satz stecken: „Gib uns das Geld und stirb.“ Demgegenüber antwortet ein anderer Teil, dass es demjenigen, der keinen Applaus sucht, gleichgültig ist, ob sich jemand an ihn erinnert.
Der Spiegel des Alters: Vom „Sie“ zum angebotenen Sitzplatz
Die Diskussion hinterlässt auch Szenen, die jeder erkennt. Das erste Mal, wenn man Sie angesprochen wird, gerade 20 Jahre alt. Der Tag, an dem dir im Zug der Sitzplatz angeboten wird, [Idas ist schon schlimmer[/I]. Die Krankenschwester, die dir sagt, dass du so alt bist wie ihr Vater. Zeichen, die nicht davon abhängen, was du getan hast, sondern nur vom Kalender.
Obendrauf kommt die Beobachtung von unten. Ein Untergebener erzählt, wie er bei seinem Chef zwanzig Jahre später Vergesslichkeit und Fehler bemerkt, die zuvor nicht existierten, und wie er diese mit Erfahrung, Kontakten und Worten kompensiert, was ihm sein Kopf nicht mehr erlaubt.
Das abschließende Bild stammt von einem alten Grabstein: „So wie du aussiehst, sah ich aus. So wie ich aussehe, wirst du aussehen.“ Eitelkeit, sagt der Stein. Und Vernunft, fügt hinzu, wer einen alten Friedhof besucht hat.
Am Ende bleibt die verwirrende Tatsache: Wer acht Millionen und ein ganzes Arbeitsleben angesammelt hat, vermutet, dass seine Angehörigen nur an der Erbschaft interessiert sind. Der Ingenieur, der half, Leben zu retten, wird nicht einmal das haben.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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