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Ayuso wirbt in Miami für Professoren trotz hoher Jugendarbeitslosigkeit
Trotz einer Jugendarbeitslosenquote von 24 % reist Isabel Díaz Ayuso nach Miami, um Universitätsprofessoren mit öffentlichen Geldern anzuwerben.
Ayuso wirbt in Miami, während die Jugendarbeitslosigkeit über 24 % liegt
Die Präsidentin der Region Madrid reiste nach Miami, um ausländische Universitätsprofessoren mit Verträgen zu gewinnen, die von der Comunidad de Madrid finanziert werden. Die Initiative fällt zusammen mit einer Jugendarbeitslosenquote von 24 % und erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die regionale Regierung Studiengebühren-Rabatte von bis zu 85 % für lateinamerikanische Studierende anbietet. Einige Kritiker sehen darin einen «Sog-Effekt» im Rahmen einer breiteren Strategie zur Gewinnung der lateinamerikanischen Wählerschaft, die bei den letzten Wahlen entscheidend war.
Die Reise nach Miami und die Senkung der Studiengebühren
Ayuso begründete die Reise als Teil eines Plans, internationales Talent an die öffentlichen Universitäten in Madrid zu ziehen. Laut den verbreiteten Informationen sollen Professoren in Miami – einer Stadt mit einem starken Wirtschaftskonglomerat, das mehr BIP generiert als Griechenland – für temporäre Aufenthalte angeworben werden. Parallel dazu hat die Comunidad eine Senkung der Studiengebühren um bis zu 85 % für lateinamerikanische Studierende vorangetrieben. Diese Maßnahme wird als zusätzlicher Anreiz interpretiert, damit qualifizierte Migranten Madrid wählen.
Die Wahlstrategie hinter der Gewinnung lateinamerikanischer Stimmen
Verschiedene Analysen betonen, dass die PP (Partido Popular) und insbesondere Ayuso die lateinamerikanische Wählerschaft zu einer Säule ihrer electoralischen Basis gemacht haben. Nach dem Sieg bei den Regionalwahlen dank der Unterstützung dieser Gruppe hat die Parteizentrale in Génova offen anerkannt, dass man «mit spezifischen Wählersegmenten arbeitet und die lateinamerikanische Wählerschaft eines davon ist». Die Strategie ist nicht auf die PP beschränkt: Auch VOX konkurriert mit der Kampagne «Latinos por Abascal». Währenddessen deutet die PSOE darauf hin, dass eine Politik der offenen Türen dabei sei, die einheimische Bevölkerung durch Zuwanderer zu ersetzen, um den Verlust nationaler Stimmen auszugleichen.
Bildungsverbesserung oder Lohnkostendruck?
Die Meinungen über die tatsächlichen Auswirkungen gehen auseinander. Befürworter argumentieren, dass die Anziehung renommierter ausländischer Professoren – auch wenn nur zeitweise – Lehre und Forschung bereichere. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass angesichts einer Jugendarbeitslosenquote von 24 % und einer Generation von Absolventen, die «die bestausgebildete der Geschichte» sei, die Priorität darin bestehen sollte, lokales Talent einzubinden. Das wirtschaftliche Argument ist schlagkräftig: Ein Professor in Florida verdient fast doppelt so viel wie ein Ordinarius in Madrid, was Zweifel an der Machbarkeit der Rekrutierung weckt. Zudem wird gewarnt, dass die massive Einwanderung qualifizierter Arbeitskräfte – von Ärzten ohne Reaccionariorztausbildung bis hin zu Lehrkräften – wie eine «Reservearmee» wirkt, die die Löhne niedrig hält.
Der Nachahmungseffekt: Mazón und die 'Delegierte für Hispanidad'
Die Strategie in Madrid ist kein Einzelfall. Carlos Mazón, der Präsident der Generalitat Valenciana, hat ebenfalls mit der lateinamerikanischen Wählerschaft kokettiert, indem er die ehemalige Botschafterin Guaidós als «Delegierte für Hispanidad» verpflichtete. Dieser Schritt wird von einigen als Versuch gesehen, den Wahlerfolg Ayusos nachzuahmen. Der Wettbewerb um lateinamerikanische Wähler verschärft sich, während Wohnraum und Gesundheitsversorgung in Madrid für langjährige Einwohner teurer werden.
Das politische Kalkül scheint klar: Wähler importieren, um die Erosion der nationalen Unterstützung auszugleichen. Die Debatte darüber, ob dies nachhaltig ist oder einfach nur eine Methode, «die Zusammensetzung der Bevölkerung zu verändern, um an der Macht zu bleiben», bleibt offen. Was niemand bestreitet, ist, dass die Entscheidung, Professoren jenseits des Atlantiks zu suchen, bei einer Jugendarbeitslosenquote von 24 % viele Fragen aufwirft.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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