Minbare Polygon-Kryptowährung mit Gebühren für Holder geplant

Ein Vorschlag für einen minbaren Token auf Polygon mit Gebühren für Inhaber und ohne Börsennotierung, dessen Wert auf den Prägekosten basiert.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Minbare Polygon-Kryptowährung mit Gebühren für Holder geplant
Eine minbare Kryptowährung ohne Börsennotierung

Kann eine Kryptowährung ohne Investitionsrunde, ohne Börsennotierung und ohne dass jemand eine einzige Einheit kauft, gestartet werden? Der Vorschlag, der derzeit in einem Krypto-Subforum diskutiert wird, bejaht dies. Das zentrale Argument ist so einfach wie umstritten: Wenn das Prägen einer Münze Geld kostet, stellt dieser Kostenpunkt ihren minimalen inneren Wert dar. Auf dieser Basis wird ein Netzwerk auf Polygon geplant, das aufgrund niedriger Gebühren und als „bereits seriöses Netzwerk“ gewählt wurde. Es soll minbare Emissionen in konfigurierbaren Intervallen, eine kleine Transfergebühr, die unter den Inhabern aufgeteilt wird, und einen reservierten Prozentsatz geben, der später durch eine USDT-Sammlung zur Preisbildung monetarisiert werden soll.

Die Idee ist nicht neu. Vor zehn Jahren wurde mit burbucoin etwas Ähnliches versucht, ein Projekt, von dem heute niemand weiß, ob es noch existiert. „Das war so ähnlich wie Bitcoin, und ich glaube nicht, dass noch jemand den Server laufen hat“, gibt der Promoter zu, der nun versucht, sich durch Gebühren für Holder und ein über den Block-Explorer zugängliches Mining-Schema abzuheben. Die grundlegende Frage, die niemand mit Zahlen beantwortet, ist: Woher kommt die Liquidität?

Mining gegen Gebühren: Der innere Wert nach dem Initiator

Der vorgeschlagene Mechanismus ist rudimentär und deshalb leicht verständlich. Ein Smart Contract legt fest, dass jede Adresse nach einem bestimmten Zeitraum — Stunden, Tage oder nach Konfiguration — eine bestimmte Menge an Token beanspruchen kann. Der Interessent geht in den Polygon-Explorer, klickt auf „mine“ und zahlt die Transaktionsgebühren. Mehr nicht. Es gibt keine Hardware, keinen Pool und keinen vorherigen Kauf.

Daraus ergibt sich die These des inneren Wertes, die der Promoter mit einer numismatischen Analogie verteidigt: Eine Goldmünze ist so viel wert wie ihr Metall; eine Münze, die nicht aus Gold ist, kostet zumindest Geld in der Prägung. Diese Kosten sollten die Preisuntergrenze bilden. Die Argumentation hat jedoch eine offensichtliche Lücke: Das Bezahlen von 0,01 Euro an Gebühren macht einen Token nicht automatisch zu etwas, das jemand für 0,02 Euro kaufen möchte.

Misstrauen ist die erste Reaktion. „Ich werde mein Geld nicht in irgendeine zufällige Sache stecken, die ich in einem Internetforum lese“, antwortet einer der zitierten Teilnehmer. Der Promoter hält dagegen, dass das Design keinen Kauf erfordere, sondern nur das Mining. Dies ist eine Methode, das Problem der Kapitalbeschaffung zu umgehen, aber nicht das der Nachfrage.

Die Liquiditätsmauer und das Gespenst von Emerald

Hier tritt das Hindernis auf, das bereits ähnliche Projekte begraben hat. Ohne Liquidität gibt es keine Börsennotierung, und ohne Notierung bleibt der Token lediglich in einer Wallet ohne weitere Verwendung. Es wird an den Fall von Emerald erinnert, der „immer noch tot in einer Metamask-Wallet liegt“. Der Initiator selbst räumt ein, dass der Pool jenes Projekts erstellt wurde, man aber nicht einmal eine Listung bei CoinMarketCap versucht hat.

Der in der Diskussion entstehende Gegenvorschlag sieht vor, einen Pool mit einem Dollar und 500.000 Token zu erstellen – eine Zahl, die das tatsächliche Ausmaß des Experiments verdeutlicht. Damit das funktioniert, braucht es Menschen in den sozialen Netzwerken, und der Promoter sagt es unverblümt: „Man muss ein Team für Facebook, Twitter aufbauen und dort Werbung machen... nicht nur ich allein.“ Plan B ist profaner: einen Prozentsatz des Supply zu reservieren, eine USDT-Sammlung zu organisieren und den Preis aus den gesammelten Mitteln entstehen zu lassen. Das ist in der Praxis eine Auktion ohne garantierte Käufer.

Prunkvolle Namen, Memes und eine DAO mit 20 Euro

Das Kapitel der Namensgebung verdient einen eigenen Absatz. Es werden Vorschläge diskutiert, die von Imitationen von ETFs — wie „Burbuja Dividend Appreciation Index FEE“ oder „Burbuja High Dividend Yield FEE“ — über internationale Memes wie „Pazuzu's Dream“ bis hin zu spanischen Eigenheiten wie „Pacoín“, „Charocoin“ oder „Latunes“ reichen. Jemand merkt an, dass es „dumm“ sei, den Markt auf ein paar Forenmitglieder zu beschränken, und schlägt einen Namen vor, der die 8 Milliarden Menschen des Planeten anspricht.

Es gibt auch jemanden, der anbietet, 25 TH Mining-Leistung in SHA-256 beizusteuern, obwohl der Initiator zugibt, diesen Code nicht programmieren zu können. Und jemand gesteht, „20 € in bar zu haben, die er unbedingt investieren will“. Die Idee einer DAO (eine dezentrale autonome Organisation) mit dem Ziel, eine Blase zu sein, trifft auf die Warnung, dass freie Kryptowährungen angesichts der Einführung des digitalen Euro und Dollars bald Geschichte sein könnten.

Kaspa forken oder sich mit einem ERC-20 zufrieden geben

Im technischen Teil eröffnet sich eine interessante Verzweigung. Gegen die einfache Option eines ERC-20 Tokens auf Polygon entsteht der Vorschlag, einen Fork von Kaspa zu erstellen und den Namen im Code zu ändern, wie es andere Projekte bereits getan haben. Es wird diskutiert, ob ein DAG auf eine Blockchain anwendbar ist, mit dem Argument, dass Transaktionen zeitlich geordnet sein und eine Kette bilden müssen. Dabei wird an die Arbeit von Sompolinski erinnert, die sich darauf konzentriert hat, die Ineffizienz dieser Ordnung zu reduzieren, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen.

Die praktische Schlussfolgerung ist, dass der Aufbau eines gesamten Netzwerks ein Team von Programmierern erfordert, das derzeit nicht existiert. Der Initiator fasst es zusammen: „Ein ganzes Netzwerk kann ich momentan nicht bauen.“ Es gibt Hilfsangebote, einige bereits in der Ethereum-Testnet erstellte Token und die Empfehlung, eine günstige Auditierung im Ausland durchzuführen. Nichts davon löst die Frage, die über dem gesamten Projekt schwebt: Wenn niemand kauft, wozu dann das Mining?

Die Antwort ist wahrscheinlich, dass der Wert im Akt des Minings selbst liegt. Oder im Meme. Je nachdem, wie man es betrachtet.

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (100 Antworten).

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