Cardano und der Mary-Fork: echter Pump oder Trugbild?
Kann Cardano wegen dieses Mary-Fork-Dings durchstarten? Genau diese Frage stellte jemand, der zugab, "null Ahnung" davon zu haben, wie die Münze funktioniert. Und genau das ist der Punkt: Das Interesse an Cardano (ADA) ist unter Leuten gewachsen, die zugeben, das Projekt nicht zu verstehen, aber den Kurs sich bewegen sehen. Der Preis liegt um den Dollar, und manche sprechen bereits davon, dass er im Laufe von 2021 auf 2, 3 oder sogar 10 Dollar steigen könnte. Das Mary-Update, das laut mehreren Beiträgen unmittelbar bevorsteht, wird als Katalysator präsentiert, der den Kurs nach oben treiben könnte. Aber nicht alle sehen das so klar: Manche warnen, "der Absturz wird heftig", und dass nur diejenigen gewinnen, die den Markt manipulieren.
Was ist der Mary-Fork und warum wird er so sehnlich erwartet
Der Mary-Fork ist das Update, das laut den Beiträgen das Erstellen nativer Tokens im Cardano-Netzwerk ermöglichen wird. Das würde daraus mehr machen als eine Münze zum Spekulieren: Es wäre eine Plattform, auf der andere Projekte eigene Assets ausgeben könnten. Mehrere Teilnehmer vergleichen es mit Ethereum, nur mit niedrigeren Gebühren und mehr Funktionen. "Wie ein Ethereum auf Steroiden", fasst einer zusammen. Die Ankunft dieses Updates wird als Startschuss präsentiert, damit Cardano aufhört, nur ein Versprechen zu sein, und anfängt, wirklich zu konkurrieren. Ein anderer Beitrag merkt an, dass der Mary-Fork diesen Monat "endlich kommt", und dass Cardanos Stunde geschlagen ist, während andere Kryptos zu Ethereums Layer 2 migrieren.
Die Erwartungen sind hoch, aber auch die Unsicherheit. Ein Teilnehmer stellt fest, dass "dieses Mega-Update noch nicht rauskam" und der Kurs "schlafend wartet". Die Idee, vor der Ankündigung zu kaufen, macht die Runde: "Kauft vor diesem Update", rät jemand. Die Logik ist einfach: Wenn das Update das Netzwerk verbessert, sollte die Nachfrage steigen. Aber das ist Theorie, und der Markt gehorcht nicht immer.
Staking als Argument: 5-7% passiver Rendite
Eines der am häufigsten genannten Argumente für Cardano ist nicht der Kurs, sondern das Staking. Mehrere Beiträge erklären, dass man ADA in Wallets wie Yoroi oder Daedalus delegieren und zwischen 5% und 7% pro Jahr an passivem Einkommen erhalten kann. "Hättet ihr 1000 reingesteckt, als er im November bei 10 Cent lag, hättet ihr jetzt 10.000 Adas, die euch, sobald er bald bei 10 steht, 6.000 Euro Zinsen pro Jahr von der Couch aus bringen", rechnet ein Teilnehmer vor. Die Zahl ist verblüffend, beruht aber auf einer Hypothese über einen künftigen Kurs.
Staking wird auch als Weg präsentiert, das zirkulierende Angebot zu reduzieren: Wenn viele Leute ihre ADA sperren, um Belohnungen zu verdienen, sind weniger Münzen zum Verkauf verfügbar, was den Kurs stützen könnte. "Bei so vielen in Pools gebundenen Holdern wird das Angebot nicht so hoch sein", argumentiert jemand. Eine Überlegung, die in der Theorie gut klingt, aber davon abhängt, dass die Nachfrage anhält.
Optimismus gegen Skepsis: die beiden Erzählungen des Forums
Der Optimismus ist in mehreren Beiträgen ansteckend. Manche sagen, Cardano "könnte ordentlich abgehen" und "ist laut den Experten die Kryptowährung, die am meisten steigen wird". Ein anderer Teilnehmer behauptet, "nur Cardano macht mir Freude", und empfiehlt Staking mit Ledger oder Trezor. Die Idee, dass das Projekt "die Dinge sehr gut macht" und dass "es kein vergleichbares Projekt auf dem ganzen Markt gibt", wird wiederholt. Sogar die Rede davon, dass "viel Kapital von anderen Kryptos in ADA migriert".
Doch der Skeptizismus hat ebenfalls eine Stimme. Ein Beitrag warnt, "das Shilling für Cardano war im letzten Monat brutal", und erinnert daran, dass es "die Hälfte der Marketcap von Eth hat und keine einzige Dapp". Ein anderer meint, "der Eth-Killer sind die Eltern" – ein Satz, der das Misstrauen gegenüber Projekten zusammenfasst, die versprechen, Ethereum zu entthronen. Und dann ist da noch der reine Pessimismus: "Cardano steigt wegen dieser Nachrichten. Aber dann wird der Absturz heftig. Alle werden fallen." Die Spannung zwischen Glaube und Misstrauen prägt die Diskussion.
Der psychologische Faktor: billig kaufen und die Korrektur durchhalten
Der Stimmungswandel ist sichtbar. Am Anfang spiegeln Beiträge wie "Ich hab sie bei 0,30 geholt und einen schönen Pump bekommen" die Zufriedenheit wider, rechtzeitig eingestiegen zu sein. Dann tauchen die Zweifel auf: "Ich schau, ob er nochmal unter 1 Euro abrutscht, um nachzukaufen." Die Idee, bei Korrekturen zu kaufen, kehrt immer wieder. "Er wird irgendwann auf 1,14 fallen, die Ahnungslosen laden nach, und dann wird er unaufhaltsam sein", prognostiziert jemand.
Das Problem: Der Markt gibt nicht immer zweite Chancen. "Schade, nicht bei 10 Cent eingestiegen zu sein oder mehr bei 30 Cent gekauft zu haben", bedauert ein Teilnehmer. Das Gefühl, zu spät gekommen zu sein, ist ein Klassiker in jeder Blase. Und wenn der Kurs nicht steigt, bricht die Stimmung zusammen: "Die 470 Euro kriege ich nicht mal in 20 Jahren zurück. Verdammt sollen diese shitty Kryptowährungen haben." Die emotionale Achterbahn gehört zum Reiz und zur Gefahr.
Was die Zahlen sagen und was zu erwarten ist
Die konkreten Zahlen, die in der Diskussion auftauchen, sind vielfältig. Erwähnt wird, dass Cardano "über 1 Dollar" liegt, dass jemand "1000 beim letzten BTC-Anstieg" gekauft hat, dass Staking "5-7% passives Einkommen" bringt, dass die Emission "begrenzt, nicht inflationär" ist und dass das Premine "weniger als viele, 11%" beträgt. Auch ist die Rede davon, dass der Kurs "bald auf 2 oder 3 Dollar und im Laufe von 2021 sogar auf 10" gehen könnte. Insgesamt zeichnen diese Zahlen ein Bild hoher Erwartungen ohne Garantien.
Das Mary-Update könnte der Katalysator sein, auf den viele warten, aber es könnte auch ein Fall von "auf das Gerücht kaufen, auf die Nachricht verkaufen" sein. Die Geschichte der Kryptowährungen ist voller Ankündigungen, die ihr Versprechen nicht eingelöst haben. Und wie ein Beitrag sagt: "Cardano macht, was der Opa Btc sagt." Das heißt: ADAs Schicksal ist an das von Bitcoin gekettet, und das kontrolliert niemand.
Am Ende schwebt die Frage weiterhin im Raum: Pump oder Trugbild? Wer bei 0,30 eingestiegen ist, betet, dass er 10 erreicht. Wer bei 1 eingestiegen ist, hofft, es nicht zu bereuen. Und wer nicht eingestiegen ist, schielt von der Seite, und fragt sich, ob noch Zeit ist. Wie in jeder Blase wird die Antwort erst bekannt, wenn es für alle zu spät ist.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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