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Miguel Barroso, Medienberater von Zapatero und Sánchez, gestorben
Miguel Barroso ist tot. Er war Kommunikationsstaatssekretär unter Zapatero und Aufsichtsrat bei Prisa.
Miguel Barroso, der Medienarchitekt des Zapaterismo, ist tot
Miguel Barroso ist verstorben. Mit ihm verschwindet eine der Schlüsselfiguren, die fast zwei Jahrzehnte lang die mediale Maschinerie der PSOE aufrechterhielt. Die Nachricht, zuerst von The Objective gemeldet, hat innerhalb weniger Stunden die alte Debatte über die Besetzung von Aufsichtsräten und TV-Lizenzen neu entfacht. Sein Lebenslauf erklärt fast alles: Staatssekretär für Kommunikation zwischen 2004 und 2005, Aufsichtsratsmitglied bei Prisa und eine zentrale Figur bei der Vergabe der Lizenz, die zur Gründung von La Sens führte. Kaum ein Profil verkörpert das Wechselspiel zwischen politischer und wirtschaftlicher Macht besser. Und kaum jemand löste so geteilte Reaktionen aus.
Wer war Miguel Barroso und warum nannte man ihn Guru?
Bevor er offizielle Ämter bekleidete, arbeitete Barroso laut Kommentaren im Netz bei FNAC. In politischen Kreisen wird dieses Detail oft erwähnt, um zu betonen, dass sein Aufstieg nicht aus klassischer öffentlicher Verwaltung resultierte, sondern aus einem Netzwerk von Kontakten und informeller Kommunikationsarbeit. Das Etikett „rechter Hand von Zapatero“ haftete ihm bald an, ebenso wie das des diskreten Operateurs im Hintergrund. Der formale Sprung kam, als José Luis Rodríguez Zapatero ihn an die Spitze des Staatssekretariats für Kommunikation stellte.
In den folgenden Jahren blieb er dem Machtzentrum nahe, ohne ein offizielles Amt innezuhaben. Im Umfeld des aktuellen Präsidenten Pedro Sánchez wurde ihm die Rolle des Gurus der Kommunikationspolitik zugeschrieben: Jemand ohne Unterschrift im Amtsblatt (BOE), aber mit Einfluss darauf, wie die Regierungsarbeit dargestellt wird. Wer ein Amt sucht, findet es selten; wer den Platzierer sucht, schon eher.
Die La-Sens-Lizenz und die RTVE-Reform
Zwei Episoden definieren seinen Fußabdruck. Die erste ist die Gründung von La Sens: In der gängigen Erzählweise war Barroso entscheidend dafür, dass die Lizenz an Jaume Roures und José Miguel Contreras ging – ein Sender, der später als Sprachrohr des zapateristischen Projekts fungierte. Die zweite ist die Reform von RTVE, wo ihm eine Schlüsselrolle beim Design des neuen Modells des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zugeschrieben wird.
Es gilt, Dokumentiertes von Übertriebenem zu trennen. Dass er Staatssekretär war, steht in seiner Biografie; dass er die Reform des öffentlichen Senders vorantrieb, ebenfalls. Alles andere – ob Strategie oder bloßes Rädchen im Getriebe – wird diskutiert, ohne dass definitive Beweise vorliegen. Manche behaupten, ohne diese Operation sähe die spanische Medienlandschaft heute anders aus; dagegen spricht, dass Lizenzen von Regierungen vergeben werden, nicht von Einzelpersonen. Unstrittig ist jedoch, dass sein Name immer im selben Kontext auftaucht: Medien und Macht.
Carmen Chacóns Sohn verliert beide Elternteile
Barroso war Partner von Carmen Chacón, die bereits zuvor verstorben war. Aus dieser Beziehung stammt ein Sohn, der zum Zeitpunkt dieser Diskussion nun auch seinen Vater verliert. Dies ist der einzige Punkt, an dem der Ton der Debatte nachlässt: Abseits von Sympathien und Antipathien geht es hier um einen Minderjährigen, der seinen zweiten Elternteil verliert.
Eine Zeitung, die das Vermögensverhältnis des Paares verfolgte, berichtete damals, dass beide planten, ein Haus in Playa Cosón in der Dominikanischen Republik zu kaufen: fünf Zimmer, Terrasse mit Meerblick und privater Strandzugang. Ein Detail, das je nach Perspektive als Zeichen beruflichen Erfolgs oder als Hinweis auf anderes gedeutet wird.
Reaktionen zwischen Genugtuung und unbewiesenen Theorien
Der Tod einer öffentlichen Figur löst meist Trauer oder Gleichgültigkeit aus. Hier war es anders. Ein Teil des Publikums reagierte mit offener Feindseligkeit gegenüber seinem Vermächtnis und sichtbarer Genugtuung über den Tod; andere schwiegen oder griffen zum schwarzen Humor. Das Spektrum reichte von expliziter Verachtung bis zum makabren Witz, dazwischen das Schweigen derer, die sich nicht äußern wollten. Es ist die Kluft, die eine Figur hinterlässt, die kaum jemand als neutral wahrnahm.
In diesem Klima blühen unbewiesene Theorien. Es wurde spekuliert, er habe im Rahmen der Impfkampagne ein Placebo erhalten, ohne jegliche Belege. Auch die Behauptung, er leide an einer angeborenen Herzkrankheit, kursierte, wurde aber nie bestätigt. Jedes medizinische Detail zu seinem Tod bleibt ohne verifizierbare Quelle. Wo Daten fehlen, füllen Hypothesen die Lücke.
Drehtür-Effekt und bestbezahlter Telefónica-Aufsichtsrat
Der Fall Barroso wird stets zusammen mit einem anderen Namen genannt. Nach vorliegenden Informationen sammelte Javier de Paz, ehemaliger Anführer der sozialistischen Jugendorganisationen, vierzehn Jahre Erfahrung bei Telefónica an und leitete den Regulierungsausschuss sowie interne Angelegenheiten des Unternehmens, mit einer Vergütung von 570.000 Euro. Ein Lehrbuchbeispiel für den sogenannten Drehtür-Effekt: Den Parteiposten verlassen und direkt in den Aufsichtsrat eines regulierten Unternehmens wechseln.
Dass dies legal ist, bedeutet nicht, dass es harmlos ist. Das System selbst wird infrage gestellt, nicht nur jene, die es durchlaufen. In diesem System galt Barroso als einer der besten Netzwerker.
Wenn die Reaktionen etwas deutlich machen, dann dies: Die Debatte über Aufsichtsräte und Lizenzen wird nicht mit ihm enden. Wahrscheinlich wird seine Lücke auf mehrere diskrete Profile verteilt, und in zwei Jahren erinnert sich niemand mehr daran, wer was unterschrieben hat. Oder doch – vielleicht erinnert sich jemand. Alles hängt davon ab, wann solche Namen wieder in den Aufsichtsräten auftauchen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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