Migrationsregularisierung lässt ausländische Beschäftigung in Spanien steigen

Erstmals seit 2012 ist das Beschäftigungswachstum bei Ausländern in Spanien stärker als bei Spaniern. Die Regularisierung von Migranten ist der Schlüssel.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ausländische Beschäftigung übertrifft erstmals die spanische

Die spanische Wirtschaft bewegt sich im Takt des Tourismus, und das trübt die monatlichen Zahlen zur Sozialversicherung. Die Jahressummen räumen jedoch alle Zweifel aus: Im vergangenen Jahr ist die Beschäftigungsentwicklung unter der ausländischen Bevölkerung erstmals seit 2012 stärker gewesen als bei den Spaniern. Auslöser war kein Nachfrageboom, sondern die von der Regierung vorangetriebene Regularisierung von Migranten, durch die Tausende Arbeitnehmer, die bereits in der Wirtschaft tätig waren, in die amtliche Statistik aufgenommen wurden.

Die Zahl hat auch Schattenseiten. Optimisten argumentieren, sie vergrößere die Beitragsbasis der Sozialversicherung und stopfe ein Loch in einem Land mit schrumpfender Erwerbsbevölkerung. Die gegenteilige Lesart ist weniger schmeichelhaft: Manche behaupten, die Regierung kosmetisiere den Arbeitsmarkt mit Papieren, statt qualitativ hochwertige Arbeitsplätze für Inländer zu schaffen, und nicht wenige stellen die Verlässlichkeit der Zahlen direkt in Frage, die sie als durch politische Interessen verzerrt betrachten.

Offen bleibt, ob diese Trendumkehr eine mit der Regularisierung zusammenhängende statistische Illusion ist oder das Abbild eines Arbeitsmarktes, der zunehmend von ausländischen Arbeitskräften abhängt. Eine Einigung in der Debatte gibt es bislang nicht.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (12 Antworten).

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