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Mieterin in Palma von Familie im Wohnzimmer blockiert
Eine Mieterin in Palma meldet, dass eine kolumbianische Familie ihr Wohnzimmer besetzt hält und nicht ausziehen kann, da ihre minderjährigen Kinder gemeldet sind.
Wohnzimmer-Besetzung in Palma: Mieterin kann Familie wegen Kindern nicht vertreiben
Wie bekommt man sein Wohnzimmer zurück, wenn die Besetzer zwei schulpflichtige Kinder haben, die offiziell gemeldet sind? In einer Wohnung in der Straße Calle Médico José Darder in Palma meldet die Hauptmieterin – bolivianischer Herkunft mit spanischer Staatsbürgerschaft – seit einem Jahr eine „surreale“ Situation: Eine kolumbianische Familie, die sie als persönliche Gefälligkeit aufgenommen hatte, hat sich im Esszimmer verbarrikadiert, dieses abgeschlossen und zahlt keine Beiträge mehr zu den Ausgaben. Die Eigentümerin ist informiert, fordert aber nur, dass die Mieterin sie hinauswerfe.
Der Fall, veröffentlicht von Última Hora, verdeutlicht eine Spannung, die kein Einzelfall mehr ist: geteilte Mieten, illegale Untervermietung und die praktische Unmöglichkeit, gemeldete Minderjährige zu räumen. Die Beschwerdeführerin zahlt ihre Miete bis 2028, arbeitet ab sechs Uhr morgens und sagt, die Polizei „kommt und kann nichts tun“.
Was die Mieterin berichtet
Nach ihrer Aussage kam die Familie vor einem Jahr durch eine kolumbianische Freundin, die bat, ihre Tochter vorübergehend aufzunehmen. Etwa vier Monate halfen sie bei den Kosten; danach hörten sie auf zu zahlen. Das Zusammenleben brach vollständig zusammen, als der Mann laut Beschwerdeführerin seine Frau und Kinder misshandelte, die sich angstvoll im Badezimmer einschlossen. Ein dreijähriges Kind musste nach einem Türwurf herausgeholt werden. Die Frau erstattete Anzeige wegen häuslicher Gewalt bei der Policía Nacional und behauptet, der Mann sei festgenommen worden.
„Sie sind sehr gewalttätig, beleidigen uns. Sie respektieren nichts und niemanden“, sagt sie unter Tränen. Sie behauptet auch, die Besetzer hätten versucht, sie zu schlagen und zu erstechen, was den Behörden gemeldet wurde. In der Wohnung leben zudem eine ältere Frau und ein bolivianisches Ehepaar.
Warum die Räumung durch gemeldete Minderjährige blockiert wird
Das rechtliche Problem ist bekannt: Die beiden Kinder des Paares, sechs und drei Jahre alt, sind im Melderegister (Padrón) eingetragen und gehen zur Schule. Dies macht jeden Versuch einer schnellen Räumung zum administrativen und juristischen Labyrinth. Die Mieterin wollte das Schloss austauschen, stieß aber auf diese Hürde. Währenddessen haben die Besetzer das Wohnzimmer abgeschlossen, sodass andere Bewohner es nicht betreten können.
Die Eigentümerin fordert, sie sollen „das Zimmer verlassen und es entwansen, ohne die Nachbarn zu belästigen“, da Bettwanzen im besetzten Raum vorhanden sind. Die Frau im Wohnzimmer fotografiert die Situation, um die Vertragsinhaberin zu belasten, die keinen Zugang hat.
Das ignorierte Problem: Untervermietung und Melderegister
Der Fall deckt eine verbreitete Praxis auf: Untervermietung von Zimmern oder Gemeinschaftsräumen ohne Erlaubnis des Eigentümers. Im Vertrag steht meist ein Verbot, doch der Nachweis ist schwierig. Zahlungen erfolgen bar, ohne Spuren, während Eigentümer nur die legale Miete in der Einkommensteuererklärung (IRPF) angeben. Der Erstmieter steckt den Rest schwarz ein.
Das kommunale Melderegister ist entscheidend. Rathäuser erhalten staatliche und regionale Zuwendungen basierend auf der Anzahl der registrierten Einwohner, daher ist die Überprüfung, ob zwei oder zwölf Personen in einer Wohnung leben, für einige Beteiligte keine Priorität. Ohne Registrierung verlieren viele Besetzer Anspruch auf Leistungen; mit ihr schützen sie sich vor der Räumung.
Auswirkung geteilter Mieten auf Wohnpreise
Der wirtschaftliche Mechanismus ist einfach und pervers. Eine Wohnung, die für 800 Euro gemietet wird und drei Schlafzimmer hat, kann für 400 Euro pro Zimmer untervermietet werden: ein gutes Geschäft für den Erstmieter und zusätzlicher Druck auf den Markt. Manche argumentieren, solche Untermieten treiben die allgemeinen Mietpreise hoch, da höhere Gebote für größere Wohnungen möglich sind. Andere halten dagegen, dass das Phänomen Symptom, nicht Ursache ist: Ohne ausreichendes Angebot findet jede Form der Überbelegung Nachfrage.
Im Viertel sind die Nachbarn laut Beschwerdeführerin „erschöpft“, weil die Besetzer weitere Personen in die Wohnung und ins Wohnzimmer lassen. Der Journalist beobachtete, wie während seines Besuchs zwei weitere Personen die Wohnung betraten.
Konflikt zwischen Eigentümer, Mieter und Besetzern
Die Eigentümerin schiebt die Verantwortung auf die Mieterin. Die Mieterin zeigt auf die Besetzer. Die Besetzer beschuldigen die Mieterin der illegalen Untervermietung. Und die Nachbarschaft schaut dem Spektakel zu. Mitten drin eine Frau, die um sechs Uhr aufsteht, Steuern zahlt und ihr Gefühl in einem Wort zusammenfasst: Ohnmacht.
Die Geschichte hat kein klares Ende. Anzeigen laufen weiter, die Minderjährigen bleiben gemeldet und das Wohnzimmer bleibt abgeschlossen. Die einzige Gewissheit ist, dass das System wenige schnelle Wege bietet, um ein Durcheinander zu lösen, das als Gefälligkeit begann und als juristischer Albtraum endete.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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