Im Auto schlafen statt Miete zahlen: Plan und Schwächen

Wer im Auto wohnt, spart Miete durch Duschen im Fitnessstudio, doch Rückenschmerzen und Kälte bleiben ungelöste Probleme.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Im Auto schlafen statt Miete zahlen: Plan und Schwächen
Im Auto schlafen statt Miete zahlen: Plan und Schwächen

Eine hartnäckige Idee kursiert: Wenn die Miete das Gehalt auffrisst, schläft man im Auto. Man wäscht sich im Fitnessstudio oder an öffentlichen Brunnen, wäscht die Kleidung von Hand oder in Mietwaschmaschinen, kauft Essen täglich ein und lädt das Handy an jeder Steckdose auf. Es wird als normales Leben dargestellt, inklusive Arbeit und Sozialleben, wobei das Fahrzeug das einzige Dach ist. Dieser Ansatz sei für alleinlebende Männer gedacht: Getrennt lebend oder jung. Und er hat eine Schwachstelle, die niemand diskutiert: den Rücken.

Die Theorie klingt fast vernünftig. Das Auto dient nur zum Schlafen; den Rest des Tages verbringt man in Bibliotheken, Unibars, Parks, Einkaufszentren oder sogar am Arbeitsplatz außerhalb der Öffnungszeiten. Warmes Essen wird mit Supermarkt-Mikrowellen oder Geräten gelöst, die an den Zigarettenanzünder angeschlossen sind, und wer Miete spart, kann sich an einigen Tagen pro Woche Menü-Essen leisten. Sie nennen es "Homenaje" (Huldigung).

Das eigentliche Problem: Schlafen und der Rücken

Die zentrale Sorge ist nicht Hygiene oder Logistik. Es ist der Schlaf. Rückenschmerzen tauchen in Gesprächen als physische Grenze auf, die kein Trick löst, und der Fall von Lobo Estepario wird als Beispiel für jemanden angeführt, dem es nicht gelang. Die häufigste Lösung besteht darin, das Fahrzeug zu wechseln: einen mittelgroßen Van, wie einen Berlingo, in den eine echte Matratze passt und in dem man stehen kann. Wer jahrelang in Lastwagen geschlafen hat, sagt klar: Mit Etagenbetten und einem 12-Volt-Kühlschrank hält man durch; in einem Pkw nicht.

Kälte ist die zweite Hürde. Unter neun Grad zwingt das Schlafen im Auto dazu, den Motor anzulassen oder die Nacht frierend zu verbringen, und ein laufender Motor mitten in der Nacht verrät, dass jemand drin ist. Die Karosserie bleibt eiskalt, Wind bewegt das Fahrzeug und Regen klingt wie Trommeln. Dagegen wird ein alpiner Schlafsack vorgeschlagen, früh ins Bett gehen und vor den nächtlichen Tiefsttemperaturen aufstehen, wenn Bars bereits geheizt sind.

Warm essen, Wäsche waschen und andere Rechnungen

Warm essen ist keine Kleinigkeit, geben selbst die enthusiastischsten Befürworter zu. Im Winter verlangt man nach Eintopf und Linsen, nicht nach Salat. Die Routine, die Praktizierende beschreiben: Am Wochenende zwei oder drei große Mengen Eintopf kochen, sie in einem 12-Volt-Kühlschrank lagern und die ganze Woche davon zehren. Auf Industriegebieten oder Rastplätzen parken, wo niemand stört, und das Fahrzeug nutzen, um überallhin zu fahren.

Die wirtschaftliche Kalkulation hat ihre Tücken. Der Unterhalt des Autos kostet Geld: TÜV-Prüfung, Kfz-Steuer, Parkgebühren in Parkzonen und Benzin, um es alle vierzehn Tage zu bewegen, damit es nicht als abgemeldet gilt. Hinzu kommt, dass das Fahrzeug bezahlt werden muss. Die vorgeschlagene Alternative ist, es zu verkaufen und einen Van zu kaufen, der aufgrund von Höhe und Platz komfortabler ist.

Der unbequeme Vergleich mit der Miete

Das härteste Gegenargument ist nicht logistischer Natur, sondern betrifft die Würde. So zu leben wird beschrieben als Obdachloser mit Auto, leicht besser als im Geldautomaten oder unter einer Brücke zu schlafen, aber dennoch obdachlos. Wer es fünfzehn Tage lang aus beruflichen Gründen versucht hat, spricht von Feuchtigkeit im Fahrzeug, zerknitterter Kleidung, Duschen im Fitnessstudio und dem Gefühl, im Schmutz zu leben. Einen Monat, maximal zwei. Das ist kein Leben.

Demgegenüber betonen die Verteidiger des Plans, dass eine zwanzig Quadratmeter kleine Bude heute nicht mietbar ist, wenn sie nicht geteilt wird, und selbst dann werden mehrere hundert Euro gezahlt. Die schwebende Frage lautet, ob es sich lohnt, im Auto zu vegetieren, während man eine Arbeit hat, statt dieses geteilte Zimmer zu bezahlen, in dem man kochen, duschen und Besitztümer verstauen kann.

Hostels, Grundstücke und andere Auswege

Die genannten Alternativen reichen vom Schlafen in Hostels – mit dem Problem, dass diese voll sind und man die Stadt wechseln muss – bis hin zum Kauf eines billigen Agrarlands und dem Aufbau einer eingezäunten Hütte, idealerweise mit Hund. Auch ein Zelt auf einem Campingplatz wird wegen Sicherheit und Legalität erwähnt sowie die Möglichkeit, im eigenen Büro zu übernachten, mit Bad, Kühlschrank und abschließbarem Spind.

Der Konsens, falls es ihn gibt, ist, dass das Auto für Notfälle oder kurze Zeiträume dient, nicht als dauerhafte Lebensform. Und dass der Van, wenn überhaupt, das einzige Format ist, das etwas Bewohnbarem nahekommt.

Wie sehr muss die Miete drücken, damit das Schlafen in einem Berlingo als rationale Entscheidung erscheint und nicht als Kapitulation?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (121 Antworten).

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