Der WM-Song, den niemand wollte
Mexiko hat 'La niña futbolista' als offiziellen Song für die WM 2026 veröffentlicht, und die Reaktion ist nicht die erwartete. Der Song, der Fußball spielende Mädchen empowern soll, wurde mit Spott und Kritik für seinen kindischen Stil und seine aufgesetzte Botschaft empfangen. In sozialen Medien und Kulturkommentaren wird er mit Liedern von Teresa Rabal oder Rosa León verglichen und als 'cringiger Pseudo-Feminismus' mit deplatziertem Opfer-Narrativ bezeichnet. Das Video sammelt mehr negative als positive Kommentare, und die Kontroverse hat längst die Medien erreicht.
Ein Song, der beim Publikum nicht ankommt
Der Song setzt auf ein Ermächtigungs-Narrativ, das viele als veraltet empfinden. Er betont, dass Mädchen Fußball spielen können – was 2026 keine Nachricht mehr ist. Kritiker bemängeln, dass die Opferperspektive nicht die heutige Realität des Frauenfußballs in Mexiko widerspiegelt, der sich in den letzten Jahren erheblich entwickelt hat. Statt Erfolge zu feiern, scheint der Text in den 70er-Jahren steckengeblieben zu sein, was Ablehnung selbst unter Unterstützern des Frauenfußballs auslöst.
Vergleiche und Memes
Die Vergleiche ließen nicht lange auf sich warten: von Teresa Rabals 'Me pongo de pie' bis zum 'Brujito de Gulubú' – der Song wird als Rückschritt betrachtet. Manche Analysten meinen, der Versuch, eine moderne Hymne zu schaffen, habe ein Produkt ergeben, das wie Kindermusik der 80er klingt, und die Produktion sei mangelhaft. Selbst wer die Initiative verteidigt, räumt ein, dass die Umsetzung schwach ist.
Die offene Frage ist, ob der mexikanische Fußballverband vor der WM noch einmal umlenkt oder ob – wie manche vorhersagen – 'La niña futbolista' am Ende eher ein Meme als eine Hymne sein wird.
Verwandte Diskussionen im Forum