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Mercadona senkt Truthenbrust-Anteil von 70 auf 50 Prozent
Kunden melden, dass Mercadona den Truthenbrust-Anteil in Aufschnitt von 70 auf 50 Prozent gesenkt hat, was Kritik an Kennzeichnung und Zusatzstoffen auslöst.
Kunde meldet, dass Mercadona den Truthenbrust-Anteil von 70 auf 50 Prozent reduziert
Im Kontext des Preiskriegs bei Lebensmitteln hat eine Etikettenänderung alle Alarmglocken läuten lassen. Ein Kunde beschwert sich in sozialen Medien, dass Mercadona den Anteil der Truthenbrust in seinem Aufschnitt von 70 auf 50 Prozent gesenkt hat. Die Anschuldigung ist direkt: „Ihr müsst 'Brust' aus dem Namen streichen, denn mit nur 50 % könnte es sogar illegal sein“, schimpft der Nutzer, der der Meinung ist, dass das Produkt diese Bezeichnung nicht mehr verdient. Die Debatte über die Qualität der Eigenmarke und Lebensmittelzusatzstoffe ist damit eröffnet.
Der versteckte Truthenanteil hinter dem Etikett
Der Auslöser ist ein Tweet, der das alte und neue Etikett vergleicht. Laut dieser Beschwerde enthält die Truthenbrust von Mercadona nun nur noch 50 % Fleisch statt zuvor 70 %. Für den beschwerdeführenden Kunden ist dies eine Täuschung: „Ihr habt keine Scham“, urteilt er. Die Klage steht nicht allein da. Im Sortiment des spanischen Supermarkts gibt es auch Truthenprodukte mit 92 % Fleischanteil, aber der Preis variiert entsprechend diesem Anteil. Wie ein Teilnehmer anmerkt, „kann man die Menge wählen, was dem Preis entspricht“. Das Problem für Kritiker ist, dass das Produkt mit dem geringeren Anteil weiterhin das Wort „Brust“ im Namen trägt, was Verwirrung stiftet.
Die Diskussion verlagert sich schnell auf die Zutaten. Ein Teilnehmer urteilt: „Das ist keine Truthenbrust, sondern Kartoffelbrei mit Darmkrebs-Risiko durch E250 und Truthengeschmack.“ Der Verweis auf E250 (Natriumnitrit) verbindet sich mit der Klassifizierung der WHO: Verarbeitetes Fleisch ist als krebserregend der Gruppe 1 eingestuft. Laut den im Thread geteilten Daten erhöht „der tägliche Verzehr von 50 g – etwa zwei Scheiben – das Risiko für Dickdarmkrebs um 18 %“. Es geht in der Unterhaltung daher nicht mehr nur um Prozentsätze, sondern um Gesundheit.
Zartes Loin-Steak und das Kleingedruckte
Der Fokus weitet sich auf andere Fleischprodukte bei Mercadona. Es wird darauf hingewiesen, dass das „extrazarte Loin-Steak“ tatsächlich eine „Fleischzubereitung“ mit injizierter Lake ist. Das Kleingedruckte auf dem Etikett verbirgt, dass es sich um Fleisch mit zugesetztem Wasser, Salz, Zucker und Glukosesirup handelt. Ein Teilnehmer erklärt, dass „der Großteil des fehlenden Gewichts Wasser ist“ und die Lake 12 bis 48 Stunden lang angewendet wird, um das Fleisch zart zu machen. Die Technik sei zwar alt, aber der Handelsname „extrazart“ suggeriere einen natürlichen Schnitt.
Die Kontroverse erstreckt sich auf Zusatzstoffe. Während einige vor den Risiken von Carrageen warnen, verteidigt ein Teilnehmer, dass „man Carrageen vorher so weit abbauen muss, dass es sich in 5 Teile spaltet“, um gefährlich zu werden, und dass Studien am Menschen nicht schlüssig sind. Die Diskussion dreht sich um das Gleichgewicht zwischen Konservierungsstoffen und Lebensmittelsicherheit: „Es gibt Konservierungsstoffe, die, so schlecht sie auch sein mögen, die Alternative zum Nichtverwenden ist Tod durch Vergiftung, entweder durch Toxine oder Bakterien“, schließt ein anderer ab. Ohne Zusatzstoffe bleibe Botulismus ein reales Risiko, erinnern sie.
Alternativen: Vom Jamón de Trevélez bis zur Cecina
Angesichts des Unmuts entstehen Empfehlungen. Es werden Produkte ohne Nitrite oder Konservierungsstoffe genannt, wie Jamón de Trevélez (luftgetrockneter Schinken aus Trevélez) oder Lomo Embuchado von La Hoguera (pikante Wurstware). Auch Marken wie Luis Gil mit 100 % natürlichen Inhaltsstoffen werden erwähnt. Die Strategie besteht darin, „vom Stück kaufen“ und vorverpackte Blister zu vermeiden. Ein Teilnehmer liefert eine Preisliste: Gran Reserva Serrano-Schinken von Redondo Iglesias für 29,90 €/kg, luftgetrockneter Schinken von Navidul für 29,90 €/kg, Lomo Embuchado von La Hoguera für 19,90 €/kg und extra Chorizo de León bei Aldi für ca. 13 €/kg. Die Schlussfolgerung lautet: „Damit hast du 90 % des Themas Aufschnitt bereits gelöst.“
Der Preisvergleich ist ein weiteres Argument. Es wird angemerkt, dass frische Loin-Steaks oder Hähnchenbrüste „7 Euro pro Kilo kosten, im Vergleich zu Aufschnitt, der nie unter 11 Euro pro Kilo liegt“. Die wirtschaftliche Gleichung lädt daher ebenfalls dazu ein, den Einkauf zu überdenken. Manche Teilnehmer halten die Kritik an Mercadona für übertrieben, während andere daran erinnern, dass die Konkurrenz nicht besser ist. Die Diskussion endet vorerst ohne offizielle Stellungnahme des Unternehmens zur Klarstellung der Änderung des Anteils.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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