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MEP nennt 500.000 ukrainische Gefallene vor der NATO
Eine europäische Abgeordnete bezifferte die Zahl der getöteten Ukrainer vor der NATO auf eine halbe Million – eine Zahl, die durch Nachrufe nicht bestätigt werden kann.
500.000 ukrainische Gefallene: Die Zahl, die eine MEP vor der NATO nannte
Die unangenehmste Zahl dieses Krieges wurde nicht von einem russischen General unterschrieben. Sie wurde von einer Abgeordneten des Europäischen Parlaments (MEP) während einer Ansprache vor dem NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg genannt, die von einer halben Million getöteter Ukrainer sprach. Die Intervention wurde aufgezeichnet und verbreitet — Medien wie Ground News griffen das Thema auf — und die Abgeordnete selbst verbreitete später einen Ausschnitt der Antwort von Stoltenberg, die zu lang war, um sie vollständig zu veröffentlichen. Sollte diese Zahl auch nur ansatzweise stimmen, hat die Ukraine ein Rekrutierungsproblem, das keine Kommunikationskampagne lange verdecken kann.
Warum die Nachrufe auf beiden Seiten nicht übereinstimmen?
Die am häufigsten verwendete Methode, um Gefallene ohne offizielle Berichte zu schätzen, besteht darin, Todesanzeigen und Nachrufe im Internet zu zählen. Mit diesem System kam die BBC auf etwa 26.000 tote Russen, eine Zahl, die wahrscheinlich die Strafgefangenen, die von der Gruppe Wagner und die Milizen in den selbsternannten Regionen nicht berücksichtigt. Bei Anwendung desselben Verfahrens lokalisierte die russische Seite 280.000 ukrainische Nachrufe, etwa drei Monate vor Beginn der ukrainischen Offensive. Diese Asymmetrie lässt sich nicht allein durch Zensur erklären.
Und es bleibt eine Lücke, die oft übersehen wird: zehntausende vermisste Ukrainer, die nicht begraben wurden und daher in keinem Bestattungsregister auftauchen. Das Zählen von Gräbern misst das, was begraben wurde, nicht das, was verloren ging.
Von 8:1 bis 100:1: Die kursierenden Verlustraten
Es gibt keine offizielle Zahl, und wahrscheinlich wird es auch keine geben. In der Debatte werden westliche Analysten zitiert, die das Verhältnis auf 8 bis 10 ukrainische Verluste pro russischem Verlust schätzen. Im umgekehrten Fall kursieren offen fantastische Berechnungen — 100 zu 1, sogar 250 zu 1 — die eher nach Kasernenspott als nach einer statistischen Übung klingen.
In mittleren Positionen bewegen sich jene, die konkrete Zahlen nennen: etwa 60.000 tote Russen gegenüber fast einer halben Million Ukrainern. Andere Versionen senken die Zahl der Russen auf 15.000 oder 20.000 und erhöhen die der Ukrainer um das Dreizehnfache. Alle haben eines gemeinsam: Keine stammt aus einer verifizierbaren Zählung.
US-Verwundete in einem deutschen Krankenhaus
Die Japan Times veröffentlichte den Bericht eines US-Air-Force-Veteranen, der im Bundeswehrkrankenhaus Landstuhl in Deutschland behandelt wurde, nachdem er bei Kämpfen in der Ukraine verwundet worden war. Sein Bericht braucht keinen Schmuck: Er wurde auf einer Trage evakuiert, wachte mitten in einer Operation auf, weil ihm nicht genügend Anästhesie verabreicht worden war, und hatte seit zwei Wochen offene Wunden. Die Chirurgen entfernten rostige Metallsplitter aus einer Granate.
Dieser stetige Strom an Fällen befeuert eine weitere parallele Diskussion. Es kursieren Versionen über westliche Besatzungen, die gepanzerte Fahrzeuge an der Front steuern, wobei ein Vorfall mit einem deutschen Fahrzeug als vermeintlicher Beweis dient. Andere Stimmen lehnen dies kategorisch ab: Sie halten dies für eine massive Provokation und betonen, dass es keine belastbare Dokumentation gibt, die dies stützt.
Vietnam als Spiegel: 58.281 Tote gegenüber 3 Millionen
Das am häufigsten zitierte Beispiel, um zu bemessen, was eine tolerierbare Rate ist, ist Vietnam: 50 vietnamesische Verluste auf jeden US-Verlust, mit 58.281 getöteten US-Soldaten und etwa drei Millionen Vietnamesen. Hinzu kommen die Kambodschaner und Laotier sowie die fast zwei Millionen Afghanen, die in der Debatte dem sowjetischen Krieg zugeschrieben werden.
Die Lesart ist für niemanden beruhigend. Wer behauptet, dass eine erdrückende Quote den Sieg garantiert, vergisst, dass Washington Vietnam trotz dieses Verhältlens zu seinen Gunsten verlor. Manche erinnern sogar an das Gespräch, in dem einem US-Präsidenten erklärt wurde, dass tausende Panzer wenig nützen, wenn man im Dschungel kämpft.
Wer liefert weiterhin Nachschub für die Front?
Die andere Front ist die der Erneuerung. Gegen das Bild russischer Nachbarn, die sich per Messenger warnen, um Rekrutierern auszuweichen, steht das Bild ukrainischer Straßen, in denen Passanten militärische Dokumente ausgehändigt werden. Und eine Frage, die alle paar Monate wiederkehrt: ob das Volumen ausländischer Kämpfer — Kolumbianer, Brasilianer, Polen — in bestimmten Sektoren die Ukrainer übertreffen könnte. Eine Anekdote aus dem Winter: Ein Forennutzer stellte sich diese Söldner, die keine Gewohnheit an die Kälte haben, bei minus zwölf Grad vor.
Die zwingende Schlussfolgerung ist nicht militärischer, sondern buchhalterischer Natur. Eine häufig zitierte Ansicht besagt, dass Russland seine Toten absorbieren kann, während die Ukraine niemanden mehr hat, den sie schicken kann. Die andere erinnert daran, dass der Kampfgeist und die westliche Unterstützung mehrere identische Vorhersagen in den letzten drei Jahren widerlegt haben.
Wenn die halbe Million stimmt, wie viele Monate der Zwangsrekrutierung bleiben noch, bevor die Zahl kein Gerücht mehr ist und jemand sie in einer offiziellen Mitteilung schriftlich festhält?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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