Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Melilla-Grenzzaun: Die Kontroverse, die die Wirtschaft meidet
Ein Tonmitschnitt, in dem Frauen zum Klettern über den Melilla-Zaun aufrufen, hat in Spanien Verschwörungstheorien und Sexismus ausgelöst, während die wirtschaftliche Debatte ausgeblendet wird.
Frauen, Zaun und 'Lichtwesen': eine Kontroverse, die die Wirtschaft ignoriert
Ein Tonmitschnitt, in dem Frauen dazu auffordern, den Melilla-Grenzzaun zu überklettern, hat eine öffentliche Kontroverse entfacht, die einen trüben Weg nimmt: Verschwörungstheorien, Sens und Herabwürdigungen. Im Hintergrund bleiben die echte Migrationskrise, ihre Kosten und ihre wirtschaftlichen Folgen außen vor.
Die Theorie der Inszenierung
Manche behaupten, die Grenzübertritte seien nicht spontan, sondern das Ergebnis gezielter Manipulation. Es fällt die Rede von einer Guardia Civil (spanischer paramilitärischer Polizeiverband), die "nur zusieht", und von Eliten, die sich von der negativen Energie der Bevölkerung ernähren würden. Dazu kommen Hypothesen über ausländische Mächte, die im Hintergrund die Fäden ziehen: von U-Booten vor Ceuta bis zu Flugzeugen bei Barbate, die im schlimmsten Fall von unaussprechlichen "Verbündeten" gesteuert würden. Belege liefert niemand, nur Bauchgefühle.
Die sens Eskalation
Auch der Ton der Debatte ist verroht: Äußerungen, die Migranten zu Objekten machen und das Thema auf einen grotesken Vergleich von Männlichkeiten reduzieren. Die Rede ist von der Vorliebe mancher Frauen für die "Männer des Atlas" gegenüber einem angeblichen lokalen Verfall. Das ist Stoff für einen Skandal, nicht für das Verständnis des Migrationsphänomens.
Wo bleibt die Wirtschaft?
Auffällig ist, dass keine fundierte ökonomische Analyse in die Diskussion Einzug gehalten hat. In einem Land mit einem segmentierten Arbeitsmarkt und einer ausgeprägten demografischen Alterung sollte die Zuwanderung von Menschen im erwerbsfähigen Alter ein zu gestaltender Faktor sein, kein Tabu. Lärm ist offenbar beliebter als Daten.
Der Zaun steht weiterhin, und was wir über ihn sagen, verrät mehr über unsere eigene Angst als über die Grenze. Wenn das sens und verschwörerische Spektakel weiter die Agenda beherrscht, bleibt der Kern des Problems —wie die Migrationspolitik finanziert und geordnet wird— unbeantwortet.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (25 Antworten).
Ein verbreiteter Bericht beziffert die Zahl der Zwangsräumungen in Spanien seit 2017 auf über 272.000; die Statistik umfasst Miet-, Besetzungs- und Hypothekenfälle.
Nayib Bukele erklärt, El Salvador habe 'ein hundertmal schlimmeres Problem' als Frankreich überwunden und könnte es in einer Woche retten. Die Debatte über sein Modell und seinen Preis flammt neu auf.
Ein Video kündigt den Aufstand in Deutschland an, doch die Realität zeigt minimale Proteste. Derselbe heiße-Luft-Zyklus seit den 90ern: Wann lernen wir es endlich?
Eine Sperrung der Straße von Hormus würde die globalen Ölreserven in 30 Tagen erschöpfen und Hyperinflation sowie Chaos auslösen. Eine Analyse der wirtschaftlichen Folgen.