Mehrwertsteuereinnahmen sinken mit dem Konsum

Die Mehrwertsteuereinnahmen stagnieren, weil das Konsumvolumen fällt und die Staatsverschuldung trotz Rekordeinnahmen einen Höchststand von 1,54 Billionen Euro erreicht

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Mehrwertsteuereinnahmen sinken mit dem Konsum
Mehrwertsteuereinnahmen kühlen ab, da der Konsum fällt

Die Mehrwertsteuereinnahmen verlieren an Schwung. Die Steuer, die eine Wirtschaft am besten abbildet – sie besteuert jeden Einkauf, jeden Kaffee und jeden Liter Benzin –, wächst nicht mehr im Tempo der letzten Jahre, und die Erklärung liegt nicht an den Sätzen: Sie liegt darin, dass weniger konsumiert wird. 2022 schloss das Finanzamt mit Rekordeinnahmen ab; um diesen Aufwärtstrend aufrechtzuerhalten, hätte die Ladenkasse nicht ins Stocken geraten dürfen, und sie hat begonnen zu stocken. Das Konsumvolumen fällt in fast allen Sektoren in einem Tempo, das, so wird argumentiert, gleich oder schlechter als das von 2007 ist. Der Preisanstieg verschleiert einen Teil des Einbruchs: Es wird mehr abgerechnet für weniger Produkt, und die Mehrwertsteuer spiegelt letztlich eine Aktivität wider, die nur auf dem Preisschild existiert.

Was passiert mit den Mehrwertsteuereinnahmen

Der Unterschied zwischen mehr abrechnen und mehr verkaufen ist die ganze Geschichte. Wenn die Preise steigen, halten die Einnahmen einige Quartale stand, auch wenn die verkauften Einheiten fallen; es ist die Fata Morgana, die die Diagnose verzögert. Aber es kommt ein Punkt, an dem der Verbraucher rigoros kürzt: Er spart an Vergnügungen, wechselt die Marke, verschiebt Käufe. Dann täuscht die Mehrwertsteuer nicht mehr.

Der Tourismus präsentiert sich als Rettungsanker. Das Problem ist die Qualität: Manche weisen darauf hin, dass das Einzige, was steigt, der Luxustourismus ist, genau der, der am wenigsten Wohlstand im Land hinterlässt. Der Tourismus, der zwei oder drei Monate lang ernährte, nicht einmal mehr das. Und die Industrie, das Polster, das Konsumdämpfer abfedert, ist vor zwei Jahrzehnten abgehängt worden.

Der Preis des Einkaufskorbs, den niemand mehr füllt

Die Tüte Snacks, die früher ein Luxus war, kostet jetzt 3 Euro. Die Zweiliterflasche Erfrischungsgetränk liegt bei etwa 3 Euro. Der Marken-Milchshake ist von 1,20 auf 1,80 gestiegen, und importierte Pizzen übersteigen 3,50 für zwei Bissen. Der Durchschnittsbon steigt, der Korb leert sich.

Auffällig ist nicht der Preis, sondern was in den Gängen passiert. Manche beschreiben die Szene präzise: Regale voll und niemand nimmt etwas. Da ist der Konsum in Volumen gemessen, der, der wirklich die Mehrwertsteuer zahlt, fällt, während die Wertstatistik durch reine Inflationsträgheit standhält. Jeder Cent Erhöhung – Fünf-Cent-Anstiege werden bei Lebensmitteln von einer Woche zur nächsten gemeldet – ist ein Kunde weniger in der Schlange.

Rekordschulden bei gleichzeitigem Rekord bei den Einnahmen

Das makroökonomische Bild passt nirgends zusammen. Die Schulden der öffentlichen Verwaltungen wachsen um 5,8 % und erreichen 1,54 Billionen, ein neuer historischer Höchststand von rund 113 % des BIP. Es wird nominal so viel eingenommen wie nie zuvor, und trotzdem steigen die Schulden weiter. Jemand zahlt die Lücke.

Daraus entsteht das Argument der Laffer-Kurve, die jahrelang als begraben galt: Steuersenkungen können die Einnahmen erhöhen, wenn der Satz über dem optimalen Punkt lag. Wer diese These vertritt, reduziert sie auf eine einfache Idee: Ein Staat, der den Steuerzahler auspresst, erhält am Ende weniger, weil der Steuerzahler aufhört, die Aktivität zu erzeugen, die dann besteuert wird. Das Gegenargument wiegt: Wenn der Konsum aufgrund fehlenden verfügbaren Einkommens und nicht aufgrund überhöhter Sätze fällt, stopft eine Steuersenkung das Loch nur mit mehr Schulden.

Renten und Beamte: Warum das System nicht aufgeht

Das Rentensystem wurde für Menschen geboren, die mit 75 starben und Kinder hatten. Heute koexistiert es mit Frührentnern mit 60, die 90 erreichen. Die Pyramide hält nicht. Die 8-prozentige Rentenerhöhung zahlt sich nicht selbst, und das Geld kommt von denen, die noch einzahlen: Geringverdiener finanzieren Renten von 2.000 Euro.

Die Asymmetrie, die am meisten irritiert, liegt im Regime der clases pasivas. Ein Beamter kann mit 60 Jahren und 30 Beitragsjahren und 100 % seines Gehalts in Rente gehen; eine Handelsangestellte mit 38 Beitragsjahren müsste bis 67 durchhalten, um dasselbe zu erhalten, und das nach mehr Beiträgen. Die technischen Anforderungen nuancieren das Bild – 100 % der Regelbasis erfordern 35 Jahre und mindestens 15 Dienstjahre –, aber die unterschiedliche Behandlung bleibt bestehen.



Die gängige Diagnose lautet, dass durch Lohn, Benzin und Lebensmittel eingenommen wird, also durch das, was niemand aufhören kann zu zahlen. Wenn auch das abkühlt, bleibt nichts mehr übrig. Und auf die Frage, was gekürzt wird, stockt die Antwort immer an derselben Stelle: Niemand will die Ausgaben antasten, die die Seinen stützen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (104 Antworten).

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