Medizin-Nobelpreis 2023 für die Väter des mRNA-Impfstoffs

Katalin Karikó und Drew Weissman erhalten den Medizin-Nobelpreis für die mRNA-Technologie, die die Covid-Impfstoffe von Pfizer und Moderna möglich machte.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Medizin-Nobelpreis 2023 für die Väter des mRNA-Impfstoffs
Medizin-Nobelpreis für die Väter des mRNA-Impfstoffs

Die schwedische Akademie verleiht den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin an die ungarische Biochemikerin Katalin Karikó und den amerikanischen Immunologen Drew Weissman für die Entwicklung der mRNA-Technologie, die die Elbichito-Impfstoffe von Pfizer und Moderna möglich machte. Karikó arbeitete vier Jahrzehnte im Verborgenen, bevor ihre Entdeckung zur Grundlage der Spritzen wurde, die Milliarden von Menschen verabreicht wurden. Sie ist die dreizehnte Frau, die den Medizin-Nobelpreis erhält. Die Ankündigung hat sofort eine Debatte ausgelöst, die weit über das Labor hinausgeht: von der Würdigung wissenschaftlicher Arbeit bis hin zum Verdacht auf Interessen, die den Preis umgeben.

Was genau zeichnet die schwedische Akademie aus?

Der Nobelpreis würdigt die Technik, mit der mRNA in Zellen eingebracht wird, damit der Körper ein bestimmtes Protein produziert. Diese Plattform, die Karikó und Weissman über Jahre entwickelt haben, nutzten später BioNTech und Moderna zur Herstellung ihrer Impfstoffe. Nicht ein bestimmtes kommerzielles Produkt wird ausgezeichnet, sondern eine Forschungslinie, die laut Komitee enorme Auswirkungen auf die globale Gesundheit hatte. Manche erinnern daran, dass man üblicherweise Jahrzehnte wartet, um zu sehen, ob sich eine Entdeckung bewährt, und dass die Entscheidung hier ungewöhnlich schnell fiel. Das Material selbst betont, dass die Technik zu vielen künftigen Entwicklungen führen kann, nicht nur zu Impfstoffen.

Das größte Geschäft der Geschichte, so die Kritiker

Ein Teil der Beiträge behauptet, der Preis kröne ein beispielloses Geschäft. Es wird argumentiert, die Impfstoffe seien von westlichen Regierungen massenhaft und ohne Rücksicht auf den Preis gekauft worden und die Nebenwirkungen seien vertuscht worden. Aus dieser Sicht wäre der Nobelpreis die Anerkennung eines Produkts, das nachweislich nichts gegen eine Krankheit hilft, die, so die Behauptung, nicht einmal als eigenständige Krankheit oder als anders als eine Grippe belegt sei. Der Vorwurf ist schwer und wird im Material durch keine Belege gestützt: Es handelt sich um eine Meinung, die in der Debatte kursiert, nicht um einen feststehenden Fakt. Fakt ist hingegen, dass die öffentlichen Einkäufe ohne Ausschreibung erfolgten und die Ausgaben astronomisch waren.

Die Bilanz des Nobelpreises: von Kissinger bis zur Lobotomie

Die Parallelen zu anderen Auszeichnungen tauchen immer wieder auf. Man erinnert daran, dass der Friedensnobelpreis an Henry Kissinger ging, an Barack Obama nur wenige Tage nach Amtsübernahme und an Menachem Begin. Auch dass der Medizin-Nobelpreis einst die Lobotomie auszeichnete, eine Technik, die später aufgegeben wurde und zu Forderungen nach nachträglicher Aberkennung führte. Die Liste umstrittener Preisträger umfasst Yasir Arafat und Simon Peres. Manche schlussfolgern, der Nobelpreis sei keine reine Meritokratie, sondern Erzählung: ein Preis, der für bestimmte Machtgruppen arbeitet und manchmal richtig liegt und manchmal nicht.

Robert Malones Schatten und die unbequeme Frage

In der Debatte fällt der Name Robert Malone, ein Forscher, der eine grundlegende Rolle bei der mRNA-Technologie für sich beansprucht und nicht zu den Preisträgern zählt. Die Frage, warum die einen ja und die anderen nein, zieht sich durch mehrere Beiträge, obwohl niemand Unterlagen vorlegt, die die Verteilung der Verdienste klären. Diskutiert wird das Kriterium der Akademie: Ob sie den grundlegenden Reaccionariortikel auszeichnet oder die letztliche Wirkung, und ob bei dieser Berechnung Faktoren außerhalb der Wissenschaft eine Rolle spielen. Die offizielle Antwort steht im Material nicht, die Kontroverse bleibt also offen.

Die dystopische Zukunft, die manche vorhersehen

Ein Beitrag imaginiert, wie das in fünfunddreißig Jahren in Schulbüchern erzählt wird: der Impfstoff, der Millionen Leben rettete, ein Werk von Karikó und Weissman, und die Leugner als Fußnote. Andere erwidern, dass genau diese Erzählung das Problem sei: der Aufbau einer offiziellen Geschichte, die die Beteiligten eines intransparenten Geschäfts zu Helden macht. Die Diskussion kippt in Misstrauen gegenüber internationalen Institutionen —UNO, WHO, NATO, EU—, denen eine einheitliche Agenda unterstellt wird. Es sind unbelegte Behauptungen, die der Artikel nicht als wahr hinnehmen kann, die aber erklären, warum ein Wissenschaftspreis zum politischen Schlachtfeld wurde.



Die Entscheidung der schwedischen Akademie ist gefallen. Nicht geklärt ist die Diskussion darüber, was diese Auszeichnung genau bedeutet: ein unumstrittener wissenschaftlicher Durchbruch, ein milliardenschweres Geschäft oder beides zugleich. Die verfügbaren Daten deuten darauf hin, dass die mRNA-Technologie weiter Früchte tragen wird, aber auch, dass das Vertrauen in große Preise sich nicht mehr mit einer Pressemitteilung zurückgewinnen lässt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (100 Antworten).

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