Mbappé trifft zweimal auf Umwegen – PSG-Fans lästern über Madrid

Mbappé erzielte zwei Tore gegen Barcelona, und ein PSG-Anhänger behauptet, eines sei ein Abfälscher und das andere ein Schuss ins leere Tor gewesen – Madrid spiele faktisch mit zehn Mann.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Mbappé trifft zweimal auf Umwegen – PSG-Fans lästern über Madrid
Mbappé trifft doppelt, PSG-Fans feiern Madrids Blamage

Real Madrid besiegte Barcelona, und der Mann des Spiels war jener Spieler, der nach Ansicht der bissigsten Kritiker dieser Tage gehend Fußball spielt. Mbappé erzielte zwei Tore und wurde zum MVP gewählt, doch die Erzählung, die sich in gewissen Kreisen durchsetzt, ist eine andere: Ein Tor entstand aus einer Abwehraktion, die an seinem Bein abgefälscht wurde, das zweite war ein Schuss ins leere Tor, den Bellingham und Camavinga vorbereitet hatten. Der Schluss dieser Analyse: Madrid spielt mit zehn Mann, wenn der Franzose auf dem Platz steht.

Der Beitrag, der das Pulverfass entzündete, ist keine gewöhnliche Spielberichterstattung. Es ist ein Pamphlet eines Fans, der sich als PSG-Anhänger vorstellt, Sohn eines Franzosen und einer Spanierin, mit Familie zwischen Paris und Madrid verteilt, und der behauptet, der Pariser Klub habe sich einer teamsprengenden Diva entledigt und erlebe jetzt ohne sie seine beste Zeit. Seine These: Die beiden Tore des Franzosen waren ein Patzer und ein Hineinschieben, er vergab zwei hundertprozentige Chancen, und seine Defensivarbeit ist nicht existent.

PSG als Spiegelbild von Madrid

Das zentrale Argument des Textes ist wirtschaftlicher statt sportlicher Natur. Die in Mbappé investierten Millionen, so heißt es, hätten in Mittelfeldspieler und Verteidiger fließen müssen, und solange Madrid diese Last trage, spiele es ohne Angriff und ohne Abwehr. Der Pariser Fan fügt hinzu, der Hauptstadtklub habe ohne ihn zwei Champions-League-Titel in Folge gewonnen und jage dem dritten hinterher, und es war PSG, das Barcelona in die Knie zwang – nicht Madrid.

Ein Detail sollte man sich merken: Der Autor behauptet, das Barcelona, gegen das Madrid antrat, sei das schlechteste seit Jahrzehnten gewesen, und Rom hätte beinahe ein 3-1 erzielt, das ohne Courtois ein 5-1 hätte sein können. Das heißt, der Madrider Sieg wird in seiner Version durch die Klasse des Gegners und die Leistung des Torwarts relativiert.

Die Antwort: Von der Analyse zum Ausrutscher

Die Diskussion glitt schnell in weniger fußballerische Gefilde ab. Mehrere Antworten stellten die Identität des Autors mit Kommentaren über seine Herkunft in Frage, die in einer seriösen Diskussion nichts zu suchen haben und die dieser Artikel nicht wiedergibt. Der Autor selbst klärte über seine doppelte Staatsbürgerschaft und seine familiäre Verbindung zu PSG auf und antwortete mit dem Ergebnis des letzten Duells beider Klubs sowie einer Frage: Wenn PSG ein Luschen-Team ist, was ist dann die Mannschaft, die gegen sie verloren hat?

Der sportliche Kontrapunkt kam von anderer Seite. Es wurde angemerkt, dass Mbappé Rodris Raum belegt und das Problem nicht der Trainer sei, sondern ein Präsident, der seine Lieblingsspielzeuge dort spielen lassen will, wo sie selbst möchten. Die sich durchsetzende Idee: Mit einem Faulpelz kann man spielen, aber nicht mit zweien, und jeder muss auf seinen Platz.

Luis Enrique, Zidane und der Trainerkrieg

Der Trainervergleich zieht sich durch den gesamten Text. Für den Pariser Fan ist Luis Enrique ein Supertrainer, während Madrid seit Jahrzehnten keinen hat: Zidane und Ancelotti wären bloße Aufstelltrainer, und Mourinho ein Bluff mit Abgangs-Arroganz. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Ein Zidane-Furz und eine Ancelotti-Abfuhr sind mehr wert als alles, was Luis Enrique je erreicht hat.

Der Kern der Sache ist eine Frage, die niemand so richtig beantwortet: Gewinnt PSG wegen des Trainers oder wegen des Geldbeutels? Manche behaupten, der Pariser Klub sei eine Modeerscheinung, und sobald Luis Enrique geht und sie einen Diktator wie Mbappé verpflichten, ade Titel. Andere verweisen darauf, dass Madrid von Transfers anderer profitierte – Hakimi als fremder Coup, Asensio und Ramos als eigene Aussortierte.

Die Rivalität, die wirklich zählt

Der letzte Strang des Austauschs ist der aufschlussreichste, um den Pariser Fan zu verstehen: Wen hasst er mehr – Madrid, Barça oder Bayern im Ausland, oder Olympique Marseille und Lyon in der Liga? Die Frage blieb offen und ohne klare Antwort, und genau dort liegt das eigentliche Spiel: PSG kauft seit Jahren europäisches Prestige, während seine Fans sich weiterhin am Nachbarn aus der Ligue 1 messen.

Vor diesem Hintergrund ist jede Prognose gewagt. Gewinnt Madrid die Liga oder die Champions League mit Mbappé-Toren per Abfälscher, kollabiert die Diva-Erzählung von allein. Gewinnt es nichts, wird der Text, der heute überzogen wirkt, zur Prophezeiung.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (23 Antworten).

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