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Mazón behält Warnstufe 2 bei und lehnt einheitliche DANA-Führung ab
Mazón hebt die Alarmstufe nicht auf 3 an, um die alleinige Verantwortung zu vermeiden. Das Gesetz weist diese der Justiz- und Innenministerin zu.
Mazón hält Stufe 2 aufrecht und weicht der alleinigen Einsatzleitung aus
Das Zivilschutzgesetz der Generalitat sieht vor, dass «der Präsident der Generalitat den Katastrophennotstand ausrufen kann», wenn die Schäden «besonders schwerwiegend» sind. Mazón tat dies nicht. Da er die Alarmstufe nicht auf 3 hob, liegt die rechtliche Verantwortung nicht bei ihm, sondern beim «zuständigen Minister für Zivilschutz und Krisenmanagement». Diese Rolle innehat Salomé Prada, Ministerin für Justiz und Inneres. Die Paradoxie ist offensichtlich: Der Präsident behält die Deutungshoheit, schiebt aber die Verantwortung ab.
Was bedeutet es, nicht auf Stufe 3 zu gehen?
Eine Anhebung des Notstands auf Stufe 3 hätte laut Analysen bedeutet, dass die Befehlsgewalt auf den Staat übergeht. Dies ist in Spanien noch nie vorgekommen, denn es käme einem Eingeständnis gleich, dass die Regionalregierung unfähig ist, die Krise zu bewältigen – politisch das Ende des betroffenen Teams. Deshalb wird dieser Schritt vermieden.
Der Rechtsrahmen ist eindeutig. Die Zuständigkeiten für Notfälle liegen bei der Generalitat, und sie muss stets als Erstes handeln. Der Staat kann nicht ohne vorherige Anforderung oder Aktivierung außergewöhnlicher Mechanismen eingreifen. Manche argumentieren, das Innenministerium hätte nach dem organischen Zivilschutzgesetz, das hierarchisch über dem regionalen Recht steht, einen landesweiten Notstand verhängen können. Die Frage, wer zuerst handeln musste, wurde zum zentralen Streitpunkt.
Der Konflikt zwischen den Verwaltungsebenen
Im Vordergrund steht die These, dass auch die Zentralregierung das politische Risiko scheute, einer von der Opposition regierten Region Kompetenzen zu entziehen. Ein solches Vorgehen ohne Anfrage hätte Vorwürfe der Kompetenzüberschreitung und Klagen vor dem Verfassungsgericht ausgelöst. Taktische Erwägungen wogen offenbar schwerer als die Dringlichkeit.
Sánchez kündigte eine Verstärkung von Armee, Polizei und Guardia Civil an, nachdem Mazón die Entsendung von 5.000 Soldaten nach Valencia beantragt hatte. Dieser Antrag kam spät und unvollständig. Diese Verzögerung – vier Tage, bis anerkannt wurde, dass die DANA-Katastrophe die Mittel der Region überforderte – ist der häufigste Kritikpunkt.
Opferzahlen und Informationsvakuum
Ein besonders kritischer Aspekt war das Management der Opferstatistik. Es wird vorgeworfen, dass Mazón die Zahlen nicht aktualisierte und man mit der Veröffentlichung wartete, bis ein offizieller Besuch beendet war, um Empörung während der Veranstaltung zu vermeiden. Vergleiche mit der Heimverwaltung während der Pandemie ziehen sich wie ein roter Faden durch die Diskussion: Regierungen, die Katastrophen mit Toten überleben.
Auch wirtschaftlich ist der Hintergrund relevant. Die DANA zerstörte Verkehrsinfrastrukturen, Autobahnen und Schienenwege, die dem Bund gehören, während die Generalitat für den Notfall zuständig bleibt. Dieses Geflecht aus Zuständigkeiten macht jede Entscheidung zur Verhandlung – und zur Ausrede.
Wer trägt die politischen Kosten?
Die zentrale Frage ist weniger juristisch als wahltaktisch. Wenn Ayuso die Heimkrise politisch überstand, gibt es keinen Grund anzunehmen, dass Mazón dies nicht auch gelingt. Die nächsten Wahlen in der Comunidad Valenciana werden zeigen, ob das Festhalten an Stufe 2 ein strategischer Geniestreich oder politischer Selbstmord war. Strafrechtliche Verantwortung, falls sie überhaupt entsteht, würde sich zwischen den Behörden verlieren, bevor jemand haftbar gemacht wird.
Indes bleibt Stufe 2 bestehen, und die einheitliche Führung fehlt weiterhin. Wie viele Warnstufen braucht es eigentlich, damit jemand die Verantwortung übernimmt?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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