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Máximo Pradera: Ernährung als Ursache für Prostatakrebs
Der spanische Journalist Máximo Pradera führt seinen Prostatakrebs auf die Ernährung zurück und kritisiert das öffentliche Gesundheitssystem. Mediziner widersprechen seiner These.
Máximo Pradera macht die Ernährung für seinen Prostatakrebs verantwortlich
Máximo Pradera, bekannt aus der Sendung „Lo + Plus“ mit Fernando Schwartz, kehrte ins Fernsehen zurück, um über seine 2019 diagnostizierte Prostatakrebs-Erkrankung zu sprechen. Damals war er 66 Jahre alt und hatte laut eigener Aussage einen PSA-Wert von 89–90. Seine These ist eindeutig: „Hätte ich andere Ernährungs- und Lebensgewohnheiten gehabt, wäre ich dem Krebs entgangen.“ Er fügt hinzu, was seinen Unmut über die konventionelle Medizin zusammenfasst: „Ich bekam Krebs, weil kein Arzt mir eine entscheidende Frage stellte: Was isst du?“
Der Medienmann behauptet, Biochemie autodidaktisch studiert zu haben, intermittierendes Fasten zu praktizieren und 20 Kilogramm abgenommen zu haben. Auch argumentiert er: „Desinformation hat meinen Krebs verursacht.“ Diese Ansichten hat er in einem Buch mit dem provokanten Titel „Libro del cáncer y la progenitora que lo parió“ („Das Krebsbuch und die Mutter, die ihn gebar“) gesammelt und in der Sendung „Fiesta“ von Emma García verteidigt, wo er als „Biochemiker ohne Abschluss“ vorgestellt wurde.
Was er genau über das öffentliche und private Gesundheitssystem sagte
Pradera berichtete, dass sein erster Test ein MRT war, den er dank privater Krankenversicherung bezahlen konnte. „Das öffentliche Gesundheitssystem deckt das nicht ab“, behauptete er. Diese Aussage stieß sofort auf Kritik von Experten, die betonen, dass das öffentliche System solche Untersuchungen durchaus durchführt. Zudem verurteilte er transrektale Biopsien als gefährlich und fehlerhaft: „Es ist wie bei einer Orange, die man mit einer Nadel fünf oder sechs Mal anpiekst und hoffentlich den Tumor trifft.“
Als Beispiel nannte er den Fall von Alfredo Pérez Rubalcaba, bei dem ein hoher PSA-Wert festgestellt wurde und der sich nach der Untersuchung angeblich schwer infizierte. Pradera bezeichnete sich als privilegiert, da er sich Tests wie die PSMA-Szintigraphie in der Clínica de Navarra leisten konnte. „Nicht jeder kann tun, was ich getan habe“, räumte er ein.
Intervallfasten und 20 Kilo Gewichtsverlust
Der Kern seiner Botschaft ist ernährungswissenschaftlicher Natur. Er behauptet, Krebs „ernährt sich von Zucker“, kontrolliertes Fasten sei präventiv und die Ernährung entscheidend. Die Reaktionen auf diese These fielen unterschiedlich aus. Eine Strömung fasst es so zusammen: Dass Zucker schlecht und Fasten gut ist, weiß jeder; dies als Entdeckung zu verkaufen, sei übertrieben. Andere gehen weiter und bezeichnen die Zuschreibung von Krebs zur Ernährung als vereinfachend, unter Hinweis auf Kinder mit Hirntumoren oder rauchende und trinkende Senioren, die keinen Krebs entwickeln.
Einige weisen auf Faktoren hin, die Pradera nicht erwähnt: Sonneneinstrahlung, künstliches Licht, Schlafmangel und Umweltgifte als weitere Einflussgrößen. Andere bezweifeln gar die Echtheit der Diagnose und sehen darin den Versuch, Patienten für ihre Krankheit selbst schuldig zu machen. Dieser Verdacht wird jedoch durch keine Beweise gestützt.
Stoisches Dankbarkeit und das neu veröffentlichte Buch
Pradera beendet sein Statement mit einer philosophischen Wendung. Er sagt, die Erfahrung habe seine Mentalität verändert und er sei von den „Gläubigern“ zu den „Dankbaren“ gewechselt. „Das Leben schuldet mir nichts“, erklärt er. „Man muss den ganzen Tag dankbar sein.“ Er erwähnte auch, dass seine Ex-Partnerin Osteopenie hatte und Vitamin D einnahm, brach die Erzählung dort aber ab.
Der allgemeine Ton der öffentlichen Diskussion mischt drei Elemente: echtes Interesse an Prävention, Ablehnung gegenüber einem Krebspatienten, der biochemische Lehren erteilt, und Misstrauen gegenüber einer Person, die in der Vergangenheit öffentlich wünschte, bestimmte Politiker mögen Krebs bekommen. Dieses Detail, das nun wieder auftaucht, beeinflusst jede Interpretation seiner Botschaft.
Es ist vorhersehbar, dass das Buch gut verkaufen wird. Ob seine These – dass die Ernährung ihn vor dem Tumor bewahrt hätte – einer onkologischen Überprüfung standhält, ist jedoch alles andere als klar. Prävention ist wichtig. Sie zur einzigen Ursache zu erklären, ist etwas anderes.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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