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Marokko greift Sánchez' Regularisierung wegen Ceuta an
Die Hälfte der Empfänger des Ingreso Mínimo Vital sind Marokkaner, die Ausländerarbeitslosigkeit erreicht einen Fünfjahreshöchststand: Europa kritisiert Sánchez' Regularisierung.
Marokko und 22 Regierungen benennen denselben Magnetfaktor
Der Satz wird von der marokkanischen Presse zitiert und Rabat wiederholt ihn als Argument: „Warum haltet ihr uns auf, wenn Spanien uns akzeptiert?“. Laut diesen Berichten stammt er von Migranten, die an der Grenze von Ceuta festgenommen wurden, und fasst den Vorwurf Marokkos gegen die außerordentliche Regularisierung zusammen, die die Regierung von Pedro Sánchez beschlossen hat. Das ist nicht die einzige Front. Die Führer von 22 europäischen Ländern bezeichnen dieses Verfahren als Anziehungsfaktor, mitten im Ansturm auf die autonome Stadt. Der CNI, der spanische Geheimdienst, hatte laut veröffentlichten Berichten bereits gewarnt, dass die außerordentliche Regularisierung „ein Risiko für Spanien darstellt“.
Das Muster wiederholt sich bei jeder Migrationskrise: Das Herkunftsland spielt den Ball beim Empfängerland zurück. Diesmal decken sich die beiden Diagnosen, und das macht die Angelegenheit unangenehmer als ein diplomatisches Kräftemessen.
Welche Rolle spielen die Sozialleistungen: IMV, Beitragszahlungen und Arbeitslosigkeit
Die Zahlen, die den Vorwurf begleiten, sind grob, aber aussagekräftig. Die Hälfte der Empfänger des Ingreso Mínimo Vital (spanische Grundsicherung) sind Marokkaner, eine Leistung, die laut den zitierten Analysen großzügiger ist als die von Frankreich und Deutschland. 70% der marokkanischen Frauen im erwerbsfähigen Alter zahlen keine offiziellen Sozialbeiträge, eine der niedrigsten Erwerbsquoten im Umfeld. Und die Arbeitslosigkeit unter Ausländern erreicht 14%, der höchste Stand seit fünf Jahren.
Eine Lesart besagt, dass das Problem nicht die Ankunft ist, sondern das Design: ein System von Sozialleistungen, das unbeabsichtigt die Anreize im Herkunftsland erhöht. Die gegenteilige Lesart verweist auf den Arbeitsmarkt als eigentliche Ursache und schiebt die Schuld auf die Großzügigkeit des Staates.
Warum wird die Begnadigung von Mohammed VI. mit der Grenze vermischt?
Parallel zur Krise begnadigte König Mohammed VI. anlässlich des Thronfestes 1.788 Häftlinge. Die zeitliche Übereinstimmung mit dem Druck auf Ceuta hat allerlei Theorien genährt, darunter solche, die die Operation internationalen Organisationen zuschreiben. Klarheit ist geboten: Diese Verschwörungshypothesen sind durch keinerlei Belege gestützt. Das Überprüfbare ist prosaischer: Zwei Aktivisten der NGO No Name Kitchen wurden festgenommen, weil sie nach Polizeiangaben Migranten gegen die Beamten aufgehetzt hatten.
Der Polizeibericht und die Anreize angesichts der Demografie
Die polizeiliche Untersuchung deutet die Massenregularisierung als einen der Auslöser des Sturms auf die Grenze, mit einer einfachen Überlegung: Anreize bewegen Menschen, und eine mit großem Tamtam angekündigte Aufenthaltserlaubnis wirkt besser als jede Kampagne. Sánchez wiederum räumte ein, dass Personen, die „mit Anspruch auf Asyl“ kommen, nicht abgeschoben werden, was die Wahrnehmung verstärkt, dass der Versuch wenig kostet.
Das andere Argument, weniger heroisch und eher wirtschaftlich, blickt auf die Bevölkerungspyramide. Mit einer alternden Erwerbsbevölkerung und Branchen wie der Gastronomie, die bereits keine Arbeitskräfte mehr finden, wird geltend gemacht, der Staat brauche Arbeiter im produktiven Alter, die Löhne zum Überleben akzeptieren. Dieses Bedürfnis drückt die Löhne für Ungelernte nach unten, und da hört die Sache auf, eine Grenzfrage zu sein und wird zur Lohnfrage.
Während darüber gestritten wird, ob es zu viele oder zu wenige Arbeitskräfte gibt, markiert die Arbeitslosigkeit unter ausländischen Arbeitern ihren Fünfjahreshöchststand. Unter diesen Umständen hat jede Politik, die als offene Tür angekündigt wird, einen politischen und diplomatischen Preis.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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