Marina D'Or: Vom Ferienort zur Geisterstadt in Spanien

Der ehemalige Ferienort Marina D'Or in Castellón, Spanien, ist heute eine postapokalyptische Kulisse: leere Gebäude, ein verwahrloster Strand und Wildschweine, die frei umherstreifen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Marina D'Or: Der Ferientraum, der in Ruinen endete

Ein Spaziergang durch die Straßen von Marina D'Or im Herbst offenbart eine Landschaft, die wenig mit den Werbeprospekten der 2000er Jahre zu tun hat. Was als Ferienstadt mit allen Annehmlichkeiten angekündigt wurde, ist heute eine postapokalyptische Kulisse. Gebäude mit einem einzigen erleuchteten Fenster, demontierte Gegensprechanlagen, kaputte Türen und Glasscherben am Boden. Der Strand aus Steinbruchsand nimmt einen grünlichen Ton an, der zu allem einlädt nur nicht zum Baden.

Die Parks, mit schlecht erhaltenen Zäunen verschlossen, sind leicht zu überklettern. Dahinter: verlassene Fußballplätze und Dreck. Kolonien von Hunderten Katzen streiten frei umher, als gehörte ihnen der Ort. Nachts marschieren die Wildschweine ungeniert durch die Gegend. Es ist keine Szene aus einem Zombiefilm, könnte aber durchaus eine sein.

Hinter diesem Verfall steckt eine Geschichte von gebrochenen Versprechen. Wer Apartments als Eigentum kaufte, sah sich mit einem Projekt konfrontiert, das nie richtig startete. Die wenigen Bewohner, die ganzjährig dort leben, tun dies zwischen Verlassenheit und fehlender Infrastruktur. Marina D'Or ist das perfekte Beispiel dafür, wie ein Ferientraum zu einem städtebaulichen Albtraum werden kann.

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