Maduro-Festnahme spaltet venezolanische Diaspora in Spanien

Die Festnahme Maduros durch die USA löst bei Venezolanern in Spanien Euphorie und Kritik an der spanischen Regierung aus. Stimmen und Daten der Diaspora.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Maduros Festnahme und das venezolanische Dilemma in Spanien

Die Festnahme von Nicolás Maduro durch US-Streitkräfte hat ein politisches Beben innerhalb und außerhalb Venezuelas ausgelöst. In Spanien, wo eine der größten Gemeinden venezolanischer Exilanten lebt, wurde die Nachricht mit einer Mischung aus Euphorie und Skepsis aufgenommen. Während Expatriate das feiern, was sie als den Anfang vom Ende des Chavismus betrachten, bewahrt die spanische Regierung ein unbequemes Schweigen, das viele als Kontinuität interpretieren.

Der Ruf der Diaspora

„Alle Venezolaner, die ich kenne, sind super glücklich – erklärt ein Zeugnis aus sozialen Medien–. Es ist ihnen völlig egal, ob Trump oder Xi Jinping das Öl bekommen, denn sie haben nie von diesen Ressourcen profitiert“. Das gemeinsame Gefühl ist, dass die Intervention der Vereinigten Staaten ein Zeitfenster für den Wiederaufbau des Landes öffnet. „Sie hoffen, dass das Land wiederbelebt wird, ausländische Investitionen zurückkehren und die Exilanten“, fügt dieselbe Quelle hinzu. Doch niemand ist naiv: „Es herrscht eine angespannte Ruhe. Die venezolanischen Behörden haben dazu aufgerufen, die Straßen zu besetzen und das Regime zu verteidigen“. Die Angst vor Vergeltung bleibt latent.

Die spanische Regierung im Fokus der Kritik

Kritik an der Moncloa (dem Sitz der spanischen Regierung) ließ nicht lange auf sich warten. „Während die spanische Regierung Maduro und seinen Kumpanen schmeichelt – so heißt es in der Unterhaltung–. Das ist normal, sie sind vom selben Schlag“. Die Verbindung zwischen dem Chavismus und der spanischen Linken ist wiederkehrend. Der Fall von De Juana Chaos, einem ETA-Gefangenen, der vom Chavismus aufgenommen wurde und dessen Strafe während der Regierungszeit von Zapatero reduziert wurde, wird erwähnt. Der Schatten der alten Allianz zwischen der PSOE (Spanische Sozialistische Arbeiterpartei) und dem venezolanischen Regime liegt über der Debatte und nährt das Misstrauen.

Ein ungelöster Hintergrund der Gewalt

Unter den beunruhigendsten Kommentaren taucht die Erwähnung einer erhängten Frau auf. „Es ist unmöglich zu wissen, warum diese Dame sich erhängt hat ODER OB SIE GEHÄNGT WURDE“, fragt ein Teilnehmer. Der Satz evoziert die Brutalität der chavistischen Repression und lässt die Straflosigkeit offen, die weiterhin die Menschenrechtsverletzungen in Venezuela umgibt. Die Ruhe, die die Exilanten beschreiben, könnte nur die Vorboten eines Sturms sein.

Ein unsicherer Ausgang

Die Festnahme Maduros markiert einen Wendepunkt, aber die Zukunft ist ungewiss. Die Diaspora vertraut darauf, dass die ausländische Intervention die Demokratie zurückbringt; andere befürchten, dass es sich lediglich um einen Wechsel des geopolitischen Herrn handelt. Wer den Chavismus am eigenen Leib erfahren hat, weiß genau: Sie werden nicht zurückkehren, solange das Regime, auch wenn es kopflos ist, noch Schaden anrichten kann. Der Ausgang ist jedoch längst nicht geschrieben.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (967 Antworten).

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