Madrid Gericht bestätigt Kündigung von Leberkranker nach Bier-Tour

Das Obergericht Madrid bestätigt die ordentliche Kündigung einer krankgeschriebenen Mitarbeiterin mit Leberproblemen nach einer 7,5 km langen Bierreise.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Madrid Gericht bestätigt Kündigung von Leberkranker nach Bier-Tour
Krankgeschrieben wegen der Leber, 7,5 km Bier: Die Kündigung, die zwei Gerichte bestätigen

Eine Arbeitnehmerin im Textilsektor beantragte vorübergehende Arbeitsunfähigkeit wegen Leberproblemen, unterzog sich einer Krampfadern-Operation und wurde während mehr als eines Jahres Krankenschreibung von einem vom Unternehmen beauftragten Privatdetektiv dabei gefilmt, wie sie auf einer Bar-Runde, die insgesamt 7,5 Kilometer umfasste, Bier trank. Das Oberste Gerichtshof (TSJ) von Madrid hat die ordentliche Kündigung bestätigt, nachdem das Sozialgericht von Móstoles ihre Klage abgewiesen hatte. Die Verteidigung argumentierte, dass das Verhalten nicht schwerwiegend sei; die Richter antworteten, dass die Aktivitäten die Heilung verzögerten und nicht zur Krankmeldung passten.

Der Fall beginnt im Jahr 2023. Die Frau war seit fünf Jahren im Unternehmen tätig und führte Aufgaben im Vertrieb, bei der Personalauswahl und der Zeitplanung aus. Nach der Operation empfahlen Ärzte kurze und häufige Spaziergänge, Ruhe und eine spezifische Diät. Laut dem Detektivbericht saß sie um 11:29 Uhr auf einer Terrasse und trank ein alkoholhaltiges Bier; um 13:09 Uhr in einer Bar zwei Flaschen; um 13:33 Uhr in einem anderen Lokal drei weitere. Gesamtdistanz: 7,5 Kilometer.

Was das Urteil über die Krankmeldung wegen Leberproblemen sagt

Das Gericht prüft nicht, ob Alkohol die Lebererkrankung verursacht oder verschlimmert hat. Als erwiesen betrachtet es jedoch, dass die Arbeitnehmerin während der vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit Aktivitäten durchführte, die die Heilung verzögerten und nicht zum Status der Krankmeldung passten. Dies ist der Kern der ordentlichen Kündigung: nicht die Krankheit selbst, sondern die Unvereinbarkeit zwischen dem Deklarierten und dem Getanen.

Es gibt eine Analyseströmung, die besagt, dass das Problem nicht der Konsum an sich ist, sondern der Widerspruch. Drei oder vier Biere machen niemanden zu einem Leberpatienten, und Leberprobleme können von Viren, Autoimmunerkrankungen, Genetik, Krebs, Stoffwechsel oder Medikamenten stammen. Die Nuance ist wichtig: Was das Unternehmen bewies, war kein Rückfall, sondern körperliche und soziale Aktivität, die mit der verordneten Ruhe unvereinbar war.

Der Privatdetektiv und der Beweis, der die Kündigung stützt

Das Unternehmen engagierte einen Detektiv, der die Routine der Arbeitnehmerin dokumentierte. Der Bericht detailliert Zeiten, Lokale und konsumierte Getränke und beziffert die Strecke auf 7,5 Kilometer. Diese Anhäufung von Daten verwandelt einen Verdacht in gerichtlichen Beweis. Ohne den Bericht wäre die Kündigung im Ungewissen geblieben.

Die Verteidigung versuchte, das Verhalten als nicht schwerwiegend darzustellen. Die Richter lehnten dieses Argument ab. Der Verfahrensgang war vollständig: Kündigung, Klage beim Sozialgericht von Móstoles, Abweisung, Berufung beim TSJ Madrid und Bestätigung. Zwei Instanzen, gleiches Ergebnis.

Wer zahlt für die Krankmeldung und warum die Kosten diskutiert werden

Im Hintergrund des Falls liegt eine wirtschaftliche Diskussion, die über diese Arbeitnehmerin hinausgeht. Während der vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit zahlt das Unternehmen weiterhin Sozialversicherungsbeiträge für den Angestellten, auch wenn es seine Arbeit nicht erhält. Ein Teil der Debatte behauptet, dass diese Kosten beim Unternehmen und dann bei der Sozialversicherung liegen und dass das System nicht zwischen denen unterscheidet, die sich erholen, und denen, die die Krankmeldung ausnutzen.

Die vollständige Berechnung einschließlich Arbeitgeberbeiträgen, Leistungen und Detektivkosten ergibt eine Zahl, die im Urteil nicht erscheint, aber erklärt, warum Unternehmen Ermittler engagieren. Manche vertreten die Ansicht, dass die ordentliche Kündigung die einzig mögliche Antwort ist; andere erinnern daran, dass die meisten Krankmeldungen berechtigt sind und solche Fälle jenen, die sie wirklich brauchen, einen schlechten Dienst erweisen.

Die Debatte über Krankmeldungen: Realer Betrug und weit verbreiteter Verdacht

Der Fall hat die Diskussion über die Nutzung von Krankmeldungen in Spanien wieder eröffnet. Ein Teil der Analyse weist darauf hin, dass Betrug existiert und im öffentlichen Sektor schwerer zu erkennen ist, weil kein privater Arbeitgeber Detektive engagiert. Ein anderer Teil erinnert daran, dass es ungerecht ist, von einem Einzelfall zu verallgemeinern, und dass die meisten krankgeschriebenen Arbeitnehmer tatsächlich krank sind.

Die Linie, die Betrug vom Recht auf Krankmeldung trennt, ist fein und wird vor Gericht entschieden. Hier war der Beweis des Detektivs entscheidend. Ohne ihn hätte die Arbeitnehmerin ihren Arbeitsplatz behalten. Mit ihm haben zwei Gerichte festgestellt, dass die Kündigung ordentlich war.



Das Urteil sagt nicht, dass Alkohol ihre Leber zerstört hat. Es sagt, dass sie 7,5 Kilometer durch Bars lief, während sie wegen dieser Leber krankgeschrieben war. Der Unterschied zwischen dem einen und dem anderen hat den Fall entschieden.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (108 Antworten).

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