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Rechte selten Bösewichte im spanischen Kino
Schauspieler Fernando Tejedor behauptet, Linke seien immer die Bösen. Kritiker nennen Pan's Labyrinth und Gernika als Gegenbeispiele.
Filme mit der Rechten als Gut: Der fehlende Katalog
"Ich bin es leid, diese Filme zu sehen, in denen die Linke die Bösen und die Rechte die Guten sind." Dieses Zitat wird dem spanischen Schauspieler Fernando Tejedor zugeschrieben, erschien in der Rubrik La lectura der Zeitung El Mundo und wurde auf Twitter von Martín Casariego geteilt. Die sofortige Reaktion war Spott: Wenn dieser geheime Kreis existiert, wo kann man ihn sehen? Niemand antwortete. Diese gesuchte Fehlanzeige löste den Rest der Debatte aus. Manche bezweifelten sogar den Nachnamen des Unterzeichners.
Gegenbeispiele: Von Gernika bis Pan's Labyrinth
Die erste Welle der Antworten ist sich einig: Das Mainstream-Kino tut seit Jahrzehnten genau das Gegenteil. Pan's Labyrinth wird als klarster Fall angeführt, mit den Nationalisten als Bösewichten. Auch Gernika wird erwähnt, wo laut einem Kommentar, der eine Quelle zitiert, die Antagonisten baskische Kommunisten sind, die eine Checa (revolutionäres Tribunal) leiten, was dazu führte, dass der Film als antikommunistische Propaganda bezeichnet wurde. Keiner passt zur Beschwerde des Schauspielers.
Das Argument erstreckt sich auf Hollywood, das angeblich Feindrollen an Deutsche, Japaner, Ureinwohner und Briten vergeben hat, oft nach ähnlichen Mustern. Scherzhaft werden Griffiths The Birth of a Nation, klassische Western und sogar 1984 als vermeintliche Beispiele genannt, die diesem Kriterium entsprechen. Dies ist keine isolierte Ausnahme; Befürworter bestehen darauf, dass dies das dominante Muster ist.
Warum empfindet man in Spanien das Gegenteil?
Eine andere Perspektive argumentiert, dass das spanische Kino genau das Umgekehrte getan habe. Unter dem Franquismus wurden kaum solche Filme produziert: Zugelassene Beispiele sind wenige und alt, praktisch beschränkt auf Raza als einzigen Titel, der wirklich existierte. In dieser Sichtweise wurde der Bürgerkrieg seitdem zum Goldgrube des nationalen Kinos, wobei die aufständische Seite konsequent die Rolle des Antagonisten spielt.
Ein Satz fasst die These zusammen: Seit 1960 geht das Kino gegen das, was der Schauspieler behauptet. Es ist eine breite Aussage ohne Daten oder Nuancen, aber sie erklärt, warum viele die Beschwerde lächerlich finden. Letztendlich spiegelt das Thema den weit verbreiteten Verdacht wider, dass die Leinwand zum kulturellen Schlachtfeld geworden ist, auf dem jede Seite Opferschaft beansprucht.
Was, wenn er nicht über Kino sprach?
Nicht alle Antworten sind Gegenbeispiele. Eine Analyse-Linie legt nahe, dass das Zitat sich nicht auf Kinofilme bezieht, sondern auf Medienerzählungen. Auf das Kino angewendet hält die Beschwerde nicht stand; auf die Berichterstattung über bestimmte Themen angewendet ändert sich die Diagnose und lädt zur Diskussion ein. Dies ist die großzügigste Interpretation, die dem Schauspieler während des Austauschs gegeben wird.
Eine parallele Erklärung taucht auf, eher psychologisch als kinematografisch: Einige argumentieren, dass ein Teil des Publikums sich mit dem Bösewicht identifiziert, weil sie ihn als missverstanden ansehen, und deshalb den Helden verachten, der individuelle Anstrengung verkörpert. Niemand beweist dies hier. Es wird als Meinung lanciert und bleibt dort.
Die Million Euro, die niemand kassiert
Gegen Ende wird eine Herausforderung als Wette ausgesprochen: Eine Million Euro für jeden, der einen Film findet, in dem die Rechte gut ist. Es gibt keine klare Antwort. James Bond, Chuck Norris und sogar Erotikfilme werden erwähnt, immer scherzhaft. Kritiker werfen dem Schauspieler auch vor, ohne das vollständige Interview bereitzustellen, kein einziges Beispiel für das anzubieten, was ihn angeblich nervt.
Und dort stockt alles. Niemand hat den Katalog zusammengestellt, niemand hat die Liste gebracht, die die Beschwerde beweisen würde, und die Diskussion driftete in Richtung der Karriere des Schauspielers und der Standards der Medien, die das Zitat veröffentlicht haben. Die ursprüngliche Frage—wo kann man diese Filme sehen—bleibt genauso unbeantwortet wie am Anfang.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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