Macht der Liebe? Oder Liebe zur Macht? Teodoro León Gross über Sánchez' Kundgebung

Teodoro León Gross analysiert in ABC die Kundgebung des PSOE unter dem Motto „Die Kraft der Liebe" und stellt sie den Justizfällen gegenüber, die Sánchez und Begoña Gómez umgeben.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Der Artikel von Teodoro León Gross in ABC argumentiert, dass das „Te quiero" der PSOE-Kundgebung und das Motto „Die Kraft der Liebe" keine Liebe ausdrücken, sondern eine Strategie Sánchez' sind, um die Justizfälle und Korruptionsskandale zu überdecken, die ihn umgeben. Die These lautet: Es geht nicht um die Macht der Liebe, sondern um die Liebe zur Macht.

Die Szene hatte etwas von einer Seifenoper. Ein Ministerpräsident, der von einer Bühne aus ein „Te quiero" in die Welt ruft, mit kompletter Bühnenmaschinerie, und ein neues Wahlkampfmotto: „Die Kraft der Liebe". Teodoro León Gross beschreibt das in **ABC** und vergleicht es mit Fernsehfiktion: In Serien wie *The Good Vvife* oder *House of Cards* wirkte die Liebe glaubwürdiger als bei dieser Kundgebung. Das Problem ist nicht nur ästhetischer Natur. Das gefühlsselige Schauspiel erscheint genau dann, wenn die Justizrealität Druck macht.

## Das „Te quiero" als Ersatz für Wohnungspolitik

Der Artikel stellt fest, dass der Slogan „aus Mangel an Wohnungen" kommt, das heißt, die Regierung ersetzt die Wohnungspolitik durch eine emotionale Erzählung. Die Inszenierung mit dem in die Welt gerufenen „Te quiero" wird als Kuss aus einem billigen Nachmittagsfernsehfilm beschrieben. Und das Motto „Die Kraft der Liebe" wird als Kopie desjenigen von **Cristina Kirchner** dargestellt, die mit Hausarrest und lebenslangem Ämterverbot endete.

Der Vergleich ist kein Zufall. Der Text spricht von den „Kirchners von Pozuelo", um das Umfeld Sánchez' zu bezeichnen, und argumentiert, dieser Film sei ihr letzter Versuch, ihre Wählerschaft zurückzugewinnen. Die gefühlige Fiktion will sich über die Realität legen, und die Realität sieht, so der Artikel, anders aus.

## Die Justizfronten, die die Kundgebung zudecken soll

León Gross zählt die Angelegenheiten auf, die die Kundgebung nach seiner Ansicht in den Hintergrund drängen soll. Die Parteisprecherin trat zurück, weil sie, so der Text, ihr Immobilienvermögen verschleierte, ebenso wie der Ministerpräsident oder die Wohnungsbauministerin. Richter **Pedraz** schickte ein Ultimatum zu den Zahlungen der **Ferraz**-Zentrale im Zusammenhang mit der „Cloacas"-Affäre, während die **Antikorruptionsstaatsanwaltschaft** die Anklage gegen den PSOE ankündigt. Die Lügen über die Kollaboration mit **Marokko** in **Ceuta** kommen nach und nach ans Licht.

Der Artikel erwähnt auch den Fall **Begoña Gómez**, die auf den Prozess wartet, nachdem sie die Moncloa nutzte, um eine Professur zu erhalten, über die sie Gratissoftware von multinationalen Konzernen auf ihren Namen beschaffte. Demgegenüber lautet die offizielle Botschaft: Sie seien verliebt. Der Kontrast ist der Kern des Textes.

## Ciorán und die Liebe als Pakt der gegenseitigen Überschätzung

Um diese Art von Liebe zu definieren, greift der Artikel auf ein Aphorismus von **Ciorán** zurück: „eine Vereinbarung zwischen zwei Personen, einander in den Augen der anderen zu überschätzen". Es ist die Definition, die León Gross auf das Präsidentenpaar anwendet, und sie erklärt, warum die gefühlige Erzählung in den Nachrichtensendungen und in den tausenden Social-Media-Clips besser funktioniert als vor Gericht.

Der Text kritisiert auch die Wahl von **Óscar Puente**, den Slogan zu verkünden, den er als schnellsten Revolverhelden bei Beleidigungen diesseits des Mississippis beschreibt, und erinnert an seine Fernsehwitze über die Pannen der **Renfe**, die die Opfer von **Adamuz** empörten, wo 46 Menschen starben. Die Wahl des Boten, so der Artikel, hilft nicht.

## Die These: Liebe zur Macht, nicht Macht der Liebe

Der Artikel endet mit einem Satz, der alles zusammenfasst: „Bei Sánchez geht es nicht um die Macht der Liebe, sondern um die Liebe zur Macht." Die Legislaturperiode, so der Text, häuft Korruption und eine Herabwürdigung der Würde des Rechtsstaats an, zwischen Amnestie und der Freilassung von ETA-Terroristen. Dagegen versucht die Regierung ihr Glück mit einer gefühligen Fiktion in den Nachrichten und in den sozialen Netzwerken.

Die Ironie des Titels, „Macht der Liebe? Liebe zur Macht", ist kein freies Wortspiel. Es ist die These des Artikels: Die Liebe, die von der Rednerbühne verkündet wird, ist in Wirklichkeit die Liebe daran, an der Macht zu bleiben. Und das Schauspiel läuft, in seiner Übertreibung, Gefahr, dass das Publikum die Kundgebung mit einem Fernseh-Comedy-Sketch verwechselt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (3 Antworten).

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