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Maca Olona: Wein-Foto löst in Spanien neue Welle digitaler Schikane aus
Ein Foto der spanischen Staatsanwältin mit Weinfässern löst eine Flut frauenfeindlicher Kommentare aus. Wo endet die Kritik und wo beginnt die Hetze?
Maca Olona: Das Wein-Foto, das die digitale Schikane offenlegte
Dass eine Staatsanwältin ein Foto neben ein paar Weinfässern postet, sollte eigentlich keine Wellen schlagen. Tut es aber – und zwar nicht wegen des Weins, sondern wegen der Reaktion darauf: eine Kette von Herabwürdigungen, die ihr Aussehen mit einer angeblichen Tätigkeit auf Plattformen für Erwachseneninhalte vermischen. Für diese Tätigkeit gibt es keinerlei Belege; allein das Gerücht reicht aus, um die Beamtin bloßzustellen.
Der Vorfall ist ein Lehrbuchbeispiel für den doppelten Maßstab, an dem Frauen in institutionellen Verantwortungspositionen gemessen werden. Ein Mann mit demselben Bild wäre unbemerkt geblieben oder hätte höchstens einen harmlosen Kommentar geerntet. Sie hingegen muss Spott über ihr Aussehen einstecken und vor allem Angriffe auf ihre berufliche Glaubwürdigkeit: Manche fragen sich, warum eine Staatsanwältin ihr Gesicht für ein kommerzielles Produkt hergibt.
Die Wein-Anspielung hat Wortspiele provoziert, darunter die abgedroschene Bemerkung, es handele sich um "Essig" – eine weitere Herabsetzung. Doch im Kern geht es nicht um Kulinarik: Es geht um die Freiheit, über das eigene öffentliche Leben zu entscheiden, ohne dass dies zur Waffe gegen einen gemacht wird.
Am Ende sagt die Kontroverse mehr über diejenigen aus, die sie befeuern, als über die Protagonistin. Und sie hinterlässt eine unbequeme Frage: Wie viele Fachfrauen haben sich aus Angst vor dieser Hetze längst von den sozialen Medien zurückgezogen?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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