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Luxusvilla für 5,5 Mio. Euro: Tafel mit Investment-Portfolio
Eine 2020 errichtete Villa für 5,5 Millionen Euro zeigt eine Tafel mit Bitcoin, Ethereum, S&P 500 und China. Nutzer versuchen, die Prozentwerte zu entschlüsseln.
Ein Inserat für Luxusimmobilien dient meist dazu, Marmor zu zeigen. Dieses hier zeigt zusätzlich eine Tafel. Das Haus steht zum Verkauf für 5,5 Millionen Euro, wurde 2020 fertiggestellt und wer es virtuell in 3D vom Sofa aus besichtigt, landet in einem Raum mit einer Tafel voller Notizen und Prozentangaben. Dort gibt es keine Dekoration mehr: Es geht um Asset-Allokation.
Das Immobilienprofil identifiziert den Eigentümer nicht, und kein öffentliches Dokument tut dies. Aber kyrillische Bücher im Regal, ein Diplom der British Council School und mehrere Innendetails deuten laut Kommentaren auf einen Eigentümer russischer Herkunft hin.
Was verrät die Tafel im virtuellen Rundgang?
Die Liste ist von Hand geschrieben. Zu sehen sind S&P 500, Bitcoin, Ethereum, Schwellenländer, Europa, China, Biotech und Immobilien. Es gibt zwei Spalten mit Prozentwerten, getrennt durch einen Pfeil, die im Thread als aktuelle Vermögensverteilung und Zielallokation interpretiert werden. Nach dieser Berechnung summiert jede Spalte auf 100. Bei Immobilien lautet die zweite Zahl 21.
Wer die Tafel analysiert hat, behauptet, dass die ganz rechte Zahl, 1.492,465, Millionen bedeutet – was die Gesamtsumme auf 11.897.390,02 Euro bringen würde, eine Lesart, die niemand bestätigt hat.
Warum verkaufen russische Oligarchen Immobilien in Spanien?
Der Kontext ist entscheidend. Die Anzeige tauchte mitten in der Diskussion über den Abzug russischen Kapitals vom spanischen Immobilienmarkt auf. Manche lesen darin eine Säuberung: Sie gehen, und man vermisst sie nicht.
Auch das Haus hilft nicht beim Verstecken. Seine überladene Einrichtung mit goldenen Brokatstoffen wird als Versuch beschrieben, einen imperial-russischen Stil nachzuahmen. Der Vergleich mit Seidenstoffen traditioneller Webstühle macht deutlich, dass es bei dem Versuch bleibt. Einige behaupten zudem, dass in allen Bädern Schläuche neben dem Bidet vorhanden seien, was in einem spanischen Haus ungewöhnlich wäre.
Ein Jaguar für 170.000 Euro und ein leiser Exodus
Das Phänomen geht über die Anzeige hinaus. Im selben Paket kursiert der Fall eines Jaguar XJ mit 510 PS, der in Alicante für 30.000 Euro mit 60.000 Kilometern Laufleistung angeboten wurde; Erstzulassung 2011, Neupreis 170.000 Euro. Oder der Fall von markierten russischen Geschäften und Kindern russischer Herkunft, die in ihren Schulen unter Druck gesetzt wurden, wie ein Teilnehmer berichtet und diesen Umgang mit dem vergleicht, den seiner Meinung nach andere Migrantenkollektive in vergleichbaren Situationen erfahren haben.
Das Haus wurde tatsächlich kaum genutzt. Es wurde 2020 gebaut und kam kurz danach auf den Markt. Die tatsächlichen Kosten hätten laut Gerüchten das Dreifache des Verkaufspreises überschritten, wenn man Bau und Ausstattung zusammenrechnet. Niemand will die Wartungskosten und den Energieverbrauch eines solchen Volumens tragen.
Und dann stellt sich die unbequeme Frage: Wenn die Immobilie viel wertvoller war als der verlangte Preis, warum wird sie verschleudert? Niemand hat diese Frage bisher abschließend beantwortet.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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