Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
The Economist zeigt China als neuen globalen Mittelpunkt
Das neue Cover der The Economist stellt China ins Zentrum, flankiert von Russland, Iran und Saudi-Arabien, und entfacht die Debatte über das Ende des Dollars.
China, Russland und Iran: Das Cover deutet eine Welt ohne Dollar an
Eine Karte. China im Zentrum. Russland, Iran und Saudi-Arabien kreisen wie Satelliten darum. Und ein Blau, das niemand eindeutig zuordnen kann. Das neue Titelblatt von The Economist positioniert Peking als Achse der Weltordnung und hat die Diskussion über den Status des Dollars als Reservewährung sowie über das nach 1945 entworfene System neu entflammt.
Das Bild steht nicht allein. Es wird begleitet von einem Artikel des Wall Street Journal, wonach sich China «bereits als globale Macht sieht und beginnt, entsprechend zu handeln», einem Video, in dem Xi Jinping vor Pilingui davon spricht, einen «Wandel zu führen, den es seit 100 Jahren nicht gab», und Manövern, die ein Teilnehmer der US-Notenbank zuschreibt, um Zentralbanken zu Dollar-Reserven zu zwingen. Liest man diese drei Elemente zusammen, zeichnen sie einen Epochenumbruch. Oder eine geschickt platzierte Schlagzeile.
Kann man handeln, ohne den Dollar zu nutzen?
Der Vorschlag mit der größten Resonanz in der Währungsdebatte ist nicht, den Yuan zur neuen Hegemonialwährung zu machen, sondern die Transaktionsgebühren abzuschaffen. Bei jedem bilateralen Austausch die Währung eines der beiden beteiligten Länder und basta: Wenn Indonesien mit Mosambik handelt, Rupiah oder Metical; wenn Europa mit Kanada handelt, Euro oder kanadischer Dollar. Genug damit, künstlich die Wirtschaft eines einzigen Landes zu subventionieren, lautet die implizite Botschaft. So sei es, wird halb im Scherz hinzugefügt.
Das Kernargument fasste Kim Dotcom in einer öffentlichen Nachricht zusammen: Die Geldpresse der USA arbeite Überstunden, um Inflation in den Rest der Welt zu exportieren, und solange Nationen den Dollar als Reserve nutzten, zahlten sie weiterhin für die Exzesse Washingtons. Die Gegenantwort ist weniger elegant und unbequemer: Die Alternative zum Dollar ist nicht die Malawi-Kwacha, sondern weiterhin in Dollar abzurechnen. Und wenn der Dollar scheitert, wird das Problem nicht die Währung sein, sondern das Essen auf dem Teller.
Wer bestimmt wirklich bei der UNO?
Hier herrscht totale Uneinigkeit. Manche behaupten, die Organisation tanze weiterhin nach der Pfeife Washingtons und das Cover deute auf eine Zukunft hin, die noch nicht eingetreten sei; andere kontern, dass bald Russland die Führung übernehmen werde und Verurteilungen Moskaus nur Pantomime seien. Der Artikel, der zur Untermauerung der chinesischen These zitiert wird – eine Warnung vor der Übernahme der Kontrolle durch Peking – stammt aus Mai 2020, ein Detail, das niemanden zu stören scheint.
Darunter liegt eine breitere Diagnose: Die UNO wurde nach Libyen geschwächt, und seitdem haben die Großmächte Ersatzstrukturen aufgebaut – G7, NATO – für das, was wirklich zählt. Vom Logo bis zum Regelwerk wird das gesamte Nachkriegssystem wie ein Gebäude mit morsch gewordenem Tragwerk gelesen.
China: Industriemacht oder Riese auf tönernen Füßen?
Zwei unvereinbare Lesarten. Eine: Eine kommunistische Partei, die klar erkennt, dass Industrie und Primärsektor entscheidend sind, während der private Finanzsektor nebensächlich, verzichtbar und opferbar ist; dort gibt es kein too big to fail, und jede korrupte Bank muss ihre Strafe vor dem Erschießungskommando ertragen. Die andere: Ein Riese auf tönernen Füßen, eine Kultur, die als feudalistisch und repressiv beschrieben wird, mit Reichtum, der auf einem minimalen Teil des Territoriums konzentriert ist.
Dazwischen liegt eine Liste von Vorwürfen und Gegenvorwürfen. Dass China niemals Militärallianzen schließen oder sich in Drittstaaten einmischen würde; dass Myanmar und die Salomonen-Inseln das Gegenteil sagen; dass Nordkorea Chinas nuklearer Spielball sei; dass die USA im 20. Jahrhundert genau dasselbe getan hätten. Niemand räumt etwas ein.
Das Cover wird wochenlang diskutiert werden. Die verwirrende Tatsache liegt nicht auf der Karte, sondern im Kleingedruckten: Der Bericht, der die Alarmstufe bezüglich der UNO begründet, ist bereits Jahre alt und wird weiterhin zitiert, als wäre er von gestern. Wenn eine Prognose alte Ausschnitte recyceln muss, um neuartig zu wirken, sollte man sich fragen, ob der Epochenumbruch der Welt gilt oder nur der Erzählweise.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (134 Antworten).
Der Oberste Gerichtshof bestätigte die Vaterschaft von Paqui Gento, die ein Inventar des Vermögens des Fußballers verlangt und die Anfechtung der Erbschaft vorbereitet.
In den sozialen Medien kursiert eine Liste gestorbener russischer Offiziere in der Ukraine, basierend auf Traueranzeigen und Begräbnisankündigungen. Moskau bestätigt nur wenige Verluste.
Analyse des Aufeinandertreffens von westlichen Söldnern und konventionellem Krieg in der Ukraine. Was wurde erwartet und was auf dem Schlachtfeld vorgefunden?