Luxus und Kokain: Spanien zerschlägt Geldwäsche-Netzwerk im Immobiliensektor

27 Festnahmen und 96 blockierte Immobilien, darunter 16 Villen, in einem Netzwerk, das Kokain-Gelder über Luxusimmobilien in Ibiza, Marbella und Madrid wusch.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Eine von Europol koordinierte Operation hat ein Netzwerk zerschlagen, das Geld aus dem Drogenhandel durch den Kauf von Luxusimmobilien in Spanien wusch. Die Guardia Civil (spanische Guardia Civil) beziffert den Schlag auf 27 Festnahmen und 96 blockierte Immobilien, darunter 16 Villen.

## Ein Netzwerk, das mit Kokain Immobilien kaufte

Eine koordinierte Operation von Europol, der Guardia Civil und der Policía Nacional (spanische Nationalpolizei) hat in Spanien ein Netzwerk zerschlagen, das Geld aus dem Drogenhandel durch den Kauf von Luxusimmobilien wusch. Die Bilanz: **27 festgenommene Personen** und **96 blockierte Immobilien**, **davon 16 Villen** in teuren Lagen. Die letzte Festnahme erfolgte in der Dominikanischen Republik.

Die Verhaftungen verteilten sich auf Madrid (14), Málaga (2), Ibiza (4), Almería (3) und León (1), laut Mitteilung der Guardia Civil. Alle Beschuldigten wurden wegen Drogenhandels, Geldwäsche und Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation angeklagt. Die Operation umfasste gleichzeitige Razzien unter Beteiligung der US-Drogenbehörde DEA und der portugiesischen Polícia Judiciária.

## Von Panama nach Ibiza: der Weg des Geldes

Die Ermittlungen begannen im **September 2023**, als die Existenz eines Netzwerks festgestellt wurde, das Drogen nach Europa verschickte. Dieser erste Fund führte zur Identifizierung der Verantwortlichen für **vier Kokain-Beschlagnahmungen** in Panama. Sie waren laut Guardia Civil der spanische Arm einer internationalen Struktur mit operativer und finanzieller Schlagkraft.

Die Drogen verließen **Kolumbien und Panama** in „vollgepackten“ Containern, also versteckt beladen. Dieser Fluss versorgte das in Spanien ansässige europäische Netzwerk kontinuierlich. Das erlangte Geld floss über Handelsgesellschaften in den Immobilienmarkt.

Die Beschuldigten investierten in eigene Immobilienprojekte, vor allem in den exklusivsten Lagen von Ibiza, Marbella und Madrid. Auch Eigentumswohnungen in der Dominikanischen Republik und in Dubai tauchen auf. Das Modell, von der Guardia Civil als „Crime as a Service“ beschrieben, ermöglichte es, eigene Gewinne zu legalisieren und gleichzeitig Dritten eine Struktur zum Erwerb und zur Verschleierung von Vermögenswerten anzubieten.

## 96 Immobilien, 40 Autos und Kryptoaktiva

Der Schlag gegen das Vermögen war umfangreich. Bei der Operation wurden **40 Luxusfahrzeuge**, zwei Boote und sechs Schusswaffen beschlagnahmt, darunter eine Kriegswaffe. Außerdem wurden Kryptoaktiva im Wert von mehr als **1,3 Millionen US-Dollar** sichergestellt, dazu über **270.000 Euro** und mehr als 76.000 Dirham.

Das Veräußerungsverbot umfasste 96 Immobilien. Davon waren 16 Luxusvillen, die laut Ermittlung als Ausweg angeboten wurden, damit Drogenorganisationen Gelder waschen konnten. Die Unternehmensstruktur der Bande diente sowohl den eigenen Kokain-Importen als auch der Verschleierung von Vermögenswerten Dritter.

## Luxuswohnraum in einem Land mit angespannten Preisen

Die Operation fällt mit einer politischen Debatte über Wohnraum in Spanien zusammen. Das Parlament berät zwei Erlasse zur Eindämmung von Zwangsräumungen und zur Regulierung des Sektors. Einer der Texte sieht vor, den Schutz vor Zwangsräumungen bis **2030** auszuweiten, Ferien- und Zimmervermietungen zu regulieren und Käufe durch Hedgefonds bis **2028** zu verbieten. Zudem sollen laufende Verträge, die vor dem **31. Dezember 2028** enden, um zwei Jahre verlängert werden.

Das zweite Real Decreto-Ley sieht die automatische Verlängerung von Mietverträgen vor, wenn beide Parteien zustimmen. Die Kündigungsfrist für Vermieter wird von vier auf sechs Monate erhöht. Die Maßnahmen werden unter Druck von Gewerkschaften und Aktivisten diskutiert, die im Zentrum von Madrid und anderen Städten campen, um Maßnahmen gegen die Wohnungskrise zu fordern.

Dass Schwarzgeld Villen auf Ibiza oder in Marbella kauft, erklärt allein nicht, warum die Mieten explodieren. Aber es zeigt etwas Unangenehmes: Auf demselben Markt, auf dem viele ein Dach suchen, finden manche eine Waschmaschine. Die Festgenommenen sind angeklagt, die Ermittlungen laufen; in Spanien bedeutet Anklage nicht Verurteilung.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (12 Antworten).

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