Luna erreicht 0,0001 und manche kaufen schon eine Million

Luna hat sich seit dem Delisting um das Zehnfache erholt und notiert bei 0,0001039 US-Dollar, wie aus dem Thread hervorgeht. Eine Million Tokens kostet inzwischen Kleingeld, und manche kaufen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Luna erreicht 0,0001 und manche kaufen schon eine Million
Luna erreicht 0,0001 und manche kaufen schon eine Million

Die Kryptowährung, die Tausende Anleger ruiniert hat, wird wieder bei Binance gehandelt und hat seit dem Delisting eine zehnfache Erholung verzeichnet, wie aus Kommentaren im Thread hervorgeht. Der Preis wird allerdings längst in Millionsteln gemessen: 0,0001039 US-Dollar zum Höhepunkt der Diskussion. Mit diesen Zahlen auf dem Tisch haben manche beschlossen, dass der tote Vermögenswert das beste Lotterielos des Marktes ist.

Der ursprüngliche Plan war nicht, Luna zu kaufen, sondern was auch immer danach kam. Die These: Wenn der Token bereits jeden erdenklichen Boden durchbrochen hat, ist jede andere Kryptowährung im Ausverkauf. Die großen Wall-Street-Spieler hätten die Panik genutzt, um fremde Depots zu leeren, und der Kleinanleger musste nur das Schwert ziehen und drauflos schießen. Das Problem kam, als genau der als Leiche bezeichnete Token um weitere 50 % fiel.

Von 120.000 Euro auf einen Euro: die Arithmetik des Kollapses

Das Ausmaß der Katastrophe lässt sich mit einer einzigen Zeile erfassen: Was früher 1.000 LUNA kostete —etwa 120.000 Euro—, ist heute für einen Euro zu haben, und dieser Euro berechtigt zu 120.000 Einheiten, so eine Rechnung, die im Thread kursiert. Die Teilung ist so brutal, dass sie jede Investition zu Kleingeld macht. Zehn Dollar kaufen mehr als eine Million Tokens. Fünf Euro kaufen, wenn der Preis hält, was früher eine Wohnung am Meer war.

Genau diese Asymmetrie übt die Anziehungskraft aus. Ein Anleger erklärte, er habe 10 Dollar zu 0,00008 investiert und akzeptiert, dass er sie wahrscheinlich verliert — aber wenn der Token auch nur einen Bruchteil seines Allzeithochs zurückgewinnt, vervielfache sich das Geschäft um Hunderttausende. Die optimistischste Rechnung, ins Extreme geführt, ergäbe 15 Millionen US-Dollar bei Rückkehr zum Höchststand, so eine Berechnung, die kursiert. Das Pessimisten-Szenario ist einfacher: das Geld eines feuchtfröhlichen Abends verbrennen.

Der Lotterie-Effekt: warum man etwas kauft, das nichts mehr wert ist

Der Nutzen des Tokens ist für die Käufer irrelevant. Gekauft wird eine Geschichte. Schau, was es mal wert war, und schau, was es jetzt wert ist: das perfekte Verkaufsargument für den Durchschnittsanleger, denselben, der schon Shiba und Schlimmeres gekauft hat. Die Emission ist gestoppt, was die Hyperinflation bremst, die den Wert bis ins Absurde verwässert hat — und das genügt, um einen kurzfristigen Spekulationseinstieg zu rechtfertigen.

Das zirkuläre Argument ist bekannt: Wenn die Leute früher Müll ohne Fundamentaldaten gekauft haben, können sie es wieder tun. Die Spielsucht regiert, und Tokenomics spielen kaum eine Rolle. Mit einer Million Tokens im Depot genügt es, wenn der Preis um ein paar Nullen steigt, damit die Position nicht mehr belanglos ist. Wer mit 90 Euro eingestiegen war, berichtete, binnen Stunden 2.000 Euro an Wert überschritten zu haben. Extremes Risiko, ja — aber dasselbe, das einem anderen Unglücklichen, der zu früh einstieg, binnen Minuten 300 Euro abzog.

Der Schatten von Terra und der schwarze Schwan, den niemand vergisst

Nicht alle sehen eine Chance. Der Vergleich mit Terra, dem Absturz, der dem Platzen der Tech-Blase im Jahr 2000 vorausging, schwebt über der Diskussion. Das Argument: Dieser Token ist wieder ein schwarzer Schwan, und wer den Rest der Kryptowährungen hält, sollte sein Depot im Auge behalten. Die Warnung vor der Versicherung gegen den Abheben — der protective Stop — kam, als niemand sie hören wollte.

Die institutionelle Reaktion war deutlich. Binance delistete das Paar LUNA/USDT und ließ nur LUNA/BUSD übrig, das mangelhaft funktionierte. Die Futures des Hauptpaares wurden deaktiviert. Wer rechtzeitig in Stablecoins gewechselt ist, liegt im Plus; wer blieb, blickt wehmütig auf den Chart. Die Lektion wiederholt sich: Bei solchen Bewegungen kann man ein x10 machen oder alles verlieren, und Gier bricht den Sack.

Die zehnfache Erholung und die Frage, die niemand beantwortet

Die Zahl, die die Skeptiker verstört, ist konkret: Seit dem Delisting hat der Token ein 10x hingelegt. In drei Monaten. Das macht ihn nicht zu einer rationalen Investition, aber zu einem Phänomen, das eine Erklärung verdient. Die Position im Ranking der Marktkapitalisierung sprang an einem einzigen Tag von Platz 206 auf Platz 26, so die Beobachtung eines Beobachters. Volumen und Interesse haben sich wider alle Erwartung vervielfacht.

Manche behaupten, der Boden sei erreicht und jeder Einstieg zu diesen Preisen ein Schnäppchen. Dagegen steht das Argument, dass -50 % an einem einzigen Tag keine gesunde Korrektur ist, sondern der Beweis, dass der Vermögenswert weiterhin ein Casino ist. Zwischen beiden Extremen bleibt eine Gewissheit: Der Token ist keine Verheißung mehr, sondern ein Lotterielos mit Millionen Nullen hinter dem Komma.

Die vollständige Rechnung, was die Rückkehr zum Allzeithoch kosten würde, Token für Token aufgeschlüsselt, ergibt eine Zahl, die jeden entmutigt. Aber genau das wussten die Käufer bereits.



Dieser Artikel stellt keine Finanzberatung dar. Die Investition in Kryptowährungen birgt das Risiko des vollständigen Kapitalverlusts.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (99 Antworten).

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