Luftentfeuchter: macht Räume wärmer und trocknet Wäsche

Ein Luftentfeuchter mit 300-400 Watt kann das Wärmeempfinden verbessern und Wäsche trocknen, ersetzt aber keine Heizung. Verbrauch und Ausgangsluftfeuchtigkeit spielen dabei eine Rolle.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Luftentfeuchter: macht Räume wärmer und trocknet Wäsche
Luftentfeuchter: macht Räume wärmer und trocknet Wäsche

In einem Haus an der Küste mit hoher Luftfeuchtigkeit, aber milden Temperaturen kann ein Luftentfeuchter für das Wärmeempfinden mehr bewirken als so mancher Heizkörper. Die Überlegung ist einfach: Ist die Luft feucht, fühlt sich der Körper kälter an, als das Thermometer anzeigt, die Kleidung wirkt klamm und die Heizung braucht länger, um die Luft zu erwärmen. Die Frage ist, ob ein Gerät mit 300 bis 400 Watt die herkömmliche Heizung zumindest teilweise ersetzen kann. Die immer wieder gegebene Antwort ist differenziert: Es hilft, aber es ist kein Wundermittel.

Was ein Luftentfeuchter mit der Temperatur wirklich macht

Das physikalische Prinzip, das in den Analysen immer wieder auftaucht: Warme Luft kann mehr Wasser aufnehmen als kalte. Beim Heizen eines Raums sinkt die relative Luftfeuchtigkeit, und das Wärmeempfinden verbessert sich. Der Luftentfeuchter kondensiert das Wasser aus der Luft und gibt dabei leicht wärmere Luft ab. Eine viel zitierte Rechnung besagt, dass pro Liter kondensiertem Wasser rund 0,63 kWh Wärme frei werden, zu der noch der Energieverbrauch des Geräts selbst hinzukommt. Das macht ihn zu einer effizienteren Wärmequelle als ein herkömmlicher Elektroheizer, wenn auch weit entfernt von einer Wärmepumpe.

Die Erfahrungen der Nutzer weisen in dieselbe Richtung: Das Gerät erhöht die Raumtemperatur um ein bis zwei Grad und verändert vor allem das Gefühl. In einer Garage mit 80-90 % relativer Luftfeuchtigkeit wirkt der Raum beheizt, wenn man die Feuchtigkeit auf 50 % senkt, selbst wenn das Thermometer nur 12 oder 13 Grad zeigt. In Küstenhäusern merkt man den Effekt weniger am Thermometer als an den Knochen und der Kleidung.

Der Stromverbrauch: der Punkt, den niemand bestreitet

Darüber gibt es keinen Streit. Ein Haushaltsgerät verbraucht je nach den gängigsten Modellen zwischen 300 und 400 Watt, manche erreichen 0,8 kWh, wie das Gerät eines Teilnehmers aus dem Landesinneren Asturiens. Das sind bei den in der Diskussion genannten Strompreisen etwa 0,10 Euro pro Stunde. Wer sparen will, sollte das Gerät nicht den ganzen Tag laufen lassen.

Der wiederholte Rat lautet, es stundenweise statt dauerhaft zu benutzen – außer in Kellern oder Abstellräumen, wo die Feuchtigkeit sofort zurückkommt, sobald man es ausschaltet. In einem normalen Haushalt reicht ein bis zwei Stunden, um die Luft zu trocknen, danach kann man es abschalten. Die Ausnahme sind geschlossene, sehr feuchte Räume, wo das Gerät zur Festkostenstelle wird.

Luftentfeuchter gegen Heizung: wann es sich lohnt

Der Konsens: Er ersetzt die Heizung nicht, kann aber deren Einsatz reduzieren. In Küstengebieten oder feuchten Tälern, wo die Wintertemperaturen nicht extrem sind, reicht manchen Leuten das Entfeuchten aus, um sich wohlzufühlen. Im Landesinneren mit harten Wintern reicht der Luftentfeuchter nicht aus: Die Heizung bleibt notwendig.

Die vollständige Rechnung mit Watt, Nutzungsstunden und Kilowattpreis ergibt eine Differenz, die jeden überrascht, der sie zum ersten Mal anstellt. Es ist keine revolutionäre Ersparnis, aber eine Ergänzung, die den Komfort verbessert, ohne die Rechnung in die Höhe zu treiben. Entscheidend ist die Ausgangsluftfeuchtigkeit: Je feuchter das Haus, desto deutlicher der Effekt.

Weitere Einsatzmöglichkeiten: Wäsche trocknen und Gerüche beseitigen

Das Trocknen von Wäsche in der Wohnung ist eine der geschätztesten Anwendungen. In einem kleinen, geschlossenen Raum beschleunigt das Gerät das Trocknen innerhalb von ein paar Stunden und füllt den Wassertank zügig. Für jeden Tag ist das nicht gedacht, aber wenn eine Woche lang Regen fällt, ist es die Lösung. Außerdem beseitigt es den muffigen Geruch in Schränken und Zimmern – ein Problem, das viele als genauso lästig empfinden wie die Kälte.

Gegenüber Granulat-Entfeuchtern hat das elektrische Gerät mehr Kapazität, und man muss das Produkt nicht alle paar Wochen austauschen. Das Granulatgerät kostet etwa 3 Euro, die Nachfüllpacks zwischen 1,55 und 2,25 Euro, doch seine Saugkraft ist begrenzt. Das elektrische Gerät verbraucht zwar Strom, aber das gesammelte Wasser lässt sich auch zum Gießen der Pflanzen verwenden.

Die Alternative, die kaum jemand bestreitet: Lüften und Dämmen

Es gibt eine Strömung, die sagt, das Problem lasse sich nicht mit Geräten lösen, sondern mit Dämmung und Lüftung. 15 Minuten täglich lüften, wenn die Außentemperatur niedriger ist als die Innentemperatur, erneuert die Luft und treibt die Feuchtigkeit hinaus – ohne Stromverbrauch. Eine gute Dämmung hält die Wärme im Haus und die Feuchtigkeit draußen. Anfangs die teuerste Lösung, danach die mit dem geringsten Verbrauch.

In diesem Kontext ist der Luftentfeuchter ein nützlicher Behelf für alle, die keine Bauarbeiten wollen oder können. Wer ein feuchtes, schlecht gedämmtes Haus hat, merkt, dass das Gerät pausenlos läuft und so viel Strom verbraucht wie ein Kühlschrank. Wer ein trockenes, gut gedämmtes Haus hat, braucht ihn wahrscheinlich gar nicht.

Lohnt sich der Kauf eines Luftentfeuchters gegen die Kälte? Das hängt von der Luftfeuchtigkeit im Haus, vom Klima der Region und von der Geduld ab, die man mit der Stromrechnung hat.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (38 Antworten).

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