Litoral Fabada verliert an Geschmack und die Ersatzprodukte kosten unter einem Euro
Kann man sich noch auf eine Dose Fabada verlassen, um ein spätes Essen zu retten? Vor einigen Jahren war die Antwort automatisch: Litoral. Es war das Glas, das zum Campingausflug mitgenommen wurde, das am Lagerfeuer erwärmt wurde und das einen sonntags aus der Patsche half, wenn keine Lust aufs Kochen bestand. Der Eintopf war intensiv, gehaltvoll und dickflüssig, sodass Wasser hinzugefügt werden musste, um ihn zu verdünnen. Das ist vorbei. Wer regelmäßig kauft, beschreibt nun einen «viel blasseren» Geschmack, weniger Fabes (Bohnen) und weniger Compango (Fleischbeilage), dafür mehr geschmacklose Brühe. Die Marke, die jahrelang den Standard setzte, ist nicht mehr der sichere Wert in der Speisekammer.
Die Verschlechterung wird nicht einer bestimmten Charge zugeschrieben, sondern einer langfristigen Entwicklung. Und rund um diesen Verlust stellt sich die unbequeme Frage: Wenn die Referenz versagt, welche Dose kommt ins Regal?
Was der Litoral Fabada vorgeworfen wird
Die zentrale Beschwerde betrifft Textur und Geschmack. Der Eintopf, der früher nach Wasser verlangte, verlangt jetzt nach Salz, Paprika und allem, was ihm etwas Ähnlichkeit mit dem Geschmack einer Fabada zurückgibt. Die Menge an Feststoffen – Bohnen und Fleisch – hat abgenommen, während die Flüssigkeit dominiert. Manche bemerken einen metallischen Nachgeschmack und einen Überschuss an Konservierungsstoffen. Bezüglich der inneren Kunststoffbeschichtung der Dosen, die verhindert, dass das Metall mit dem Lebensmittel reagiert, warnen einige davor, den Inhalt direkt im Glas zu erhitzen.
Parallel dazu gibt es ein Problem des Images, nicht des Gaumens. Litoral ist eine katalanische Marke, und für einen Teil des Publikums reicht das aus, um sie abzulehnen, genau wie andere Konserven aus derselben Region. Es ist die gastronomische Version des Kaufs nach territorialen Kriterien: Der Eintopf wird anhand der Postleitzahl der Fabrik beurteilt. Ein weiterer Faktor im Einkaufskorb, auch wenn er nicht gegessen wird.
Die Alternativen, die bestehen können
Unter den industriellen Konserven ist der bekannteste Name Carretilla. Damit verbunden ist ein struktureller Fakt, der Preise und Geschmäcker erklärt: Laut Forennutzern hat Carretilla La Noreñense übernommen, das historische asturianische Unternehmen, und die Eigentümergruppe ist Auchan. Dieselbe Fabrik, die die Fabada von Noreñense produziert, stellt auch die Eigenmarke für Hülsenfrüchte von Carrefour und der IFA-Gruppe her, sodass sich das Etikett eher ändert als der Inhalt. Wer vermutet, dass zwei verschiedene Dosen vom selben Ort stammen, könnte recht haben.
Die Eigenmarke von Mercadona, hergestellt von CIDACOS, taucht in fast allen Empfehlungslisten auf, mit einem niedrigeren Preis und laut mehreren Verbrauchern einem besseren Ergebnis als Litoral selbst. Weitere genannte Marken sind Albo, Louriño und El Gaitero. Und über all diesen steht im Hochpreissegment der Cocido Montañés von La Ermita de Cantabria, ein in Glasgläsern zubereitetes Gericht, das unter Forennutzern Lob erhält. Der Haken ist die Rechnung: Es ist nicht billig.
Was kostet eine Dose Fabada
Der Preis ist zu einem eigenen Schlachtfeld geworden. Allgemeine Ketten – Consum, Mercadona, Alcampo, Aldi – bieten Dosen unter einem Euro an. Die Fabada von Carrefour, hergestellt von La Noreñense, kostet 1,20 € und erhält eine der härtesten Kritiken: Jede Ähnlichkeit mit einer Fabada ist reiner Zufall, mit der falschen Bohne und einem lächerlichen Compango. Man kann sie essen, wenn es keine Alternative gibt, aber sie als asturianische Fabada zu bezeichnen, ist eine andere Sache.
Der günstigste genannte Preis ist der von Carretilla im Großformat: 1,85 € für eine Dose mit 865 Gramm. Das High-End-Segment spielt in einer anderen Liga: Das 550-Gramm-Glas von La Ermita kostet 4,50 €, und das Kilogramm-Glas 8 €. Außerhalb des asturianischen Eintopfs greifen manche zu Baked Beans für 69 Cent pro Dose als Wochenendfrühstück.
Selbst machen und sicher lagern
Es gibt einen dritten Weg, der Anhänger gewinnt: keine Fabada kaufen, sondern sie selbst machen. Im Schnellkochtopf ist der Eintopf in etwa einer halben Stunde fertig. Das Rezept hat kein Geheimnis: Bohnen über Nacht einweichen, den Compango, eine Zwiebel, Wasser und warten. Die Wurst liefert bereits Fett, Geschmack und Salz, sodass nur eine finale Anpassung nötig ist. Das Verhältnis zwischen Aufwand und Genuss, so argumentieren sie, erreicht keine Dose.
Für diejenigen, die mehr kochen, bleibt die Lagerung. Das Einfrieren in Behältern funktioniert – es verändert den Geschmack nicht, obwohl manche dies bestreiten – und hausgemachte Vakuumkonserven in Glasgläsern verbessern den Eintopf mit den Tagen. Wer die Technik beherrscht, wendet sie auf alles an: Manche haben aufgehört, Thunfischdosen zu kaufen, nachdem sie frischen Fisch für 2,50 € pro Kilo bezahlt hatten.
Der Trick mit der billigen Dose
Die verbreitetste Lösung ist nicht der Markenwechsel, sondern die Korrektur dessen, was die Fabrik nicht liefert. Die billigste Dose kaufen, ein Stück Rioja-Chorizo und scharfe Paprika hinzufügen und weitere zwanzig oder dreißig Minuten bei schwacher Hitze garen, verwandelt einen mittelmäßigen Eintopf in ein anständiges Gericht für etwas mehr als zwei Euro. Auch Tabasco wird zur Fabada aus dem Glas gegeben, und wer dies verteidigt, sagt, dass Schärfe und Süße gut zusammenpassen.
Am Ende ist die Notfall-Speisekammer zu einer Übung kontrollierter Täuschung geworden: Man kauft die Dose wegen der Verpackung und urteilt schließlich über das, was der Käufer hinzufügt. Die Fabada aus der Dose ist nicht tot. Einfach gesagt, niemand kauft sie mehr wegen ihres Namens.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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