Lilly Wachowski findet keine Finanzierung für Film mit trans Besetzung

Lilly Wachowski beklagt, dass ihr dystopischer Thriller The Hunted wegen eines rein trans Besetzung keine Finanzierung findet.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Hollywood blockiert Lilly Wachowskis Film wegen trans Besetzung

Was ist ein Film wert, dessen Besetzung ausschließlich aus trans Personen besteht? Lilly Wachowski, die ursprüngliche Co-Regisseurin von Matrix, behauptet, Hollywood habe ihr die Tür geschlossen: Ihr neuer dystopischer Thriller, The Hunted, findet keine Finanzierung, weil alle Rollen von trans Schauspielern besetzt sind. Die 58-jährige Filmemacherin bereitet damit ihre Rückkehr als Regisseurin fünf Jahre nach ihrer letzten Arbeit vor, und das Hindernis ist nicht kreativer, sondern wirtschaftlicher Natur.

Hollywoods Kalkulation: Das Risiko passt nicht

Die Branche hat noch nie aus Wohltätigkeit finanziert. Risikoversicherer und Studios berechnen die erwartete Rentabilität jedes Projekts, und eine Besetzung ohne bekannte Namen – so gerecht das Konzept auch sein mag – lässt das Kinorisiko massiv ansteigen. In dieser Gleichung spielt der Präzedenzfall Matrix Resurrections, der letzte Teil der Saga, eine Rolle, da er ein deutlicher kommerzieller Misserfolg war. Auch die späteren Werke der Wachowski-Schwestern, wie Jupiter Ascending, die kein ausreichend großes Publikum fanden, helfen nicht.

Die Befürworter des Projekts verweisen auf El Atlas de las nubes als Beweis dafür, dass das Duo ambitioniertes und gut aufgenommenes Kino machen kann. Aber der Markt erinnert sich nicht an die Kritiken, er erinnert sich an die Zahlen. Und die Zahlen sagen, dass ein zu 100 % trans besetzter Film ohne Blockbuster-Stars eine Wette ist, die nur wenige Investoren eingehen wollen.

Vermögen, Steueroasen und die unangenehme Frage

Hier setzt das Argument an, das in der Diskussion am stärksten nachhallt: Wenn die Regisseurin so von dem Projekt überzeugt ist, warum finanziert sie es nicht mit ihrem eigenen Geld? Die kursierenden Schätzungen sprechen von einem gemeinsamen Vermögen der beiden Schwestern von etwa 200 Millionen Euro. Das Budget von Matrix betrug vor 27 Jahren 63 Millionen; heute wäre die Kosten einer ähnlichen Produktion aufgrund der Inflation weitaus höher, aber für zwei Personen mit diesem Vermögen nicht unerreichbar.

Schwieriger ist die Angelegenheit der Steueroasen. Es wurde behauptet, dass die Matrix-Produktionsfirma in einer Niedrigsteuer-Jurisdiktion registriert wurde und die Gewinne der Saga weiterhin nicht versteuert würden. Sollte dies zutreffen, ist die Forderung, dass die Regisseurin ihr eigenes Geld riskiert, nicht nur sarracena, sondern auch rechtlich begründet. Die Ironie entgeht niemandem: andere zu bitten, Kapital bereitzustellen, während das eigene sicher verwahrt ist.

Die soziale Kluft: Repräsentation gegen Rentabilität

Der Fall hat die Spaltung über die trans Repräsentation im Kino wieder aufgerissen. Einige behaupten, dass die Ablehnung durch Hollywood reine Diskriminierung ist und die Branche nur Quoten versteht, wenn das Publikum sie fordert. Andere antworten mit einem härteren Argument: Die Mehrheit der Zuschauer zahlt nicht für einen Film, dessen gesamte Besetzung trans ist, und diese Wette zu erzwingen, ist genau das, was Karrieren ruiniert.

Einige Stimmen haben die Kontroverse auf das Feld der öffentlichen Finanzierung ausgeweitet. In Spanien, so schlagen einige vor, würde der Film problemlos öffentliche Gelder finden, mit Dutzenden von Logos von Rathäusern und Ministerien, denn hier ist die angestrebte Rentabilität sozialer, nicht wirtschaftlicher Natur. Eine perfekte Wendung für eine Geschichte, die bereits wie von einem ironischen Drehbuchautor geschrieben wirkt.

Unter den Kuriositäten, die die Diskussion begleiten, ist die alte Theorie wieder aufgetaucht, dass der erste Matrix-Teil in Wirklichkeit nicht von den Wachowskis, sondern von Ghost-Regisseuren gedreht wurde und der Stil dieses Films nicht dem Rest ihrer Filmografie ähnelt. Ohne Beweise, natürlich, aber perfekt, um die allgemeine Skepsis zu nähren.

Im Grunde ist der Fall The Hunted nicht nur ein Streit um die Finanzierung. Er ist ein Test der Spannung zwischen einer Branche, die behauptet, sich für Vielfalt einzusetzen, und einem Publikum, das an den Kinokassen weitaus weniger auf soziale Flaggen reagiert, als es in den sozialen Netzwerken scheint. Lilly Wachowski hat den Finger in die Wunde gelegt. Jetzt bleibt abzuwarten, wer bereit ist, das Geld zu geben, oder ob das Projekt bei dem bleibt: einer unaufgeführten Anklage.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (103 Antworten).

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