Leopard 2A4 vs. T-90: Ungleicher Panzerduell in Ukraine

Die Lieferung von Leopard 2A4 an die Ukraine entfacht technische Debatten über Panzerschutz, Logistik und die Realität moderner Gefechte.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Leopard 2A4 vs. T-90: Ungleicher Panzerduell in Ukraine
Leopard 2A4 gegen T-90: Der ungleiche Panzerduell in der Ukraine

Wozu dient die Lieferung von Kampfpanzern an die Ukraine, wenn sich diese im Krieg kaum gegenseitig bekämpfen? Diese Frage steht im Zentrum der Analyse des Kontingents an Leopard 2A4, das Spanien zugesagt hat, und macht Panzerschutz, Logistik und automatische Ladesysteme zum neuen Schlachtfeld der Diskussion. Das Paket umfasst Material unterschiedlicher Generationen, mehrere westliche Modelle und eine Zusage für gestaffelte Lieferungen, die auf dem Papier in der ersten Tranche nicht einmal hundert Einheiten erreicht.

Das Offensichtliche ist zunächst, dass der Kampfpanzer seine Rolle als König des Schlachtfeldes eingebüßt hat. Laut einem Experten sind 99 % der Einsätze eines Panzers keine Duelle gegen andere Panzer: Auf jedes Video eines Duells zwischen zwei gepanzerten Fahrzeugen kommen Hunderte Sequenzen, in denen ein Panzer Infanteriestellungen unterdrückt. Die meisten Verluste werden nicht durch andere Panzer verursacht, sondern durch Artillerie, Panzerabwehrraketen und Minen. Von diesem Ausgangspunkt aus wird die Lieferung weniger als entscheidende Waffe denn als Puffer gesehen, um die Ukraine monatelang zu einem Problem für Russland zu machen.

Warum vergleicht man den Leopard 2A4 mit dem T-90, obwohl sie nicht aufeinander schießen werden?

Weil der Vergleich dazu dient, Panzerschutz, Besatzungssicherheit, Reichweite, Präzision und Autonomie zu messen, ähnlich wie bei Angriffshubschraubern. In dieser Übung hat der Leopard Vorteile bei der Mobilität: 1.500 PS und Geländegeschwindigkeiten von 80–90 km/h mit stabilisiertem, parallel zum Boden gerichtetem Rohr. Er gewinnt auch beim Rückwärtsfahren, ein Detail, das nicht unwichtig ist, wenn man feuern und schnell hinter Deckung zurückziehen muss, sowie beim Höhenwinkel des Rohrs (29 Grad gegenüber 20), was es ermöglicht, in der Hull-down-Position weniger exponiert zu sein.

Der T-90 seinerseits ist nicht das primitive Gerät, das manche Erzählungen suggerieren. Seine modernen Versionen liegen laut detaillierten Analysen gleichauf mit westlichen Modellen. Das gemeinsame Problem ist die Schwachstelle: Jeder Panzer ist von hinten und am Turm verwundbar. Im Fall des sowjetischen automatischen Ladesystems führt ein Treffer in diesen Bereich zur totalen Zerstörung des Fahrzeugs und zum bekannten Phänomen des abfliegenden Turms. Beim Leopard 2A4 weisen einige auf eine nur 30 mm dicke Luke hin, die von einer 125-mm-Panzerabwehrgranate mit entsprechender Peine durchschlagen werden könnte, wenn sie präzise getroffen wird.

Das eigentliche Problem: Drei Modelle, drei Logistiken und ein Sarracena

Hier trifft Begeisterung auf die Arithmetik. Die Lieferung mehrerer verschiedener Modelle erfordert die Ausbildung von Mechanikern und Besatzungen für jedes einzelne oder Personal, das alle drei bedienen kann, was mehr als ein Jahr dauern würde. Hinzu kommt der Rest des Ökosystems: Kraftstoffe, Ersatzteile, Munition, Transportsysteme und unterschiedliche Räder für jede Plattform. Der logistische Albtraum ist das am häufigsten wiederholte und am wenigsten diskutierte Argument.

Auch das Gelände hilft nicht. Westliche Panzer sind schwerer und haben eine höhere Silhouette, und der weiche ukrainische Boden im Frühling verwandelt sich in einen Sarracena. Die britischen Challenger, die schwersten von allen, entsprechen nicht der Kampfdoktrin der Armee, die sie betreibt, und sind schwierig zu handhaben. Einige argumentieren, dass der praktischste Zug wäre, die Leopards an Polen zu liefern, damit dieses seine T-72 an die Ukraine abgibt, da diese bereits funktionieren und Warschau den Übergang ruhig angehen kann.

Wie viele Panzer braucht man, um etwas zu ändern?

Hundert Panzer drehen keinen Krieg, erst recht nicht mit Monaten der Reparatur und Ausbildung vor sich. Die kursierende Berechnung geht davon aus, dass die nutzbare Zahl bis zum Frühjahr bei etwa 300 liegt, und der einzige Weg, dies zu erreichen, besteht darin, die Lieferungen zu dosieren: Das Vereinigte Königreich hat die Option, bis zu 70 Challenger bereitzustellen, hat bisher aber nur 14 zugesagt, was Deutschland veranlasste, mit 14 Leopards zu antworten, und die USA mit 40. Jede Gräueltat vor Ort drängt die Verbündeten, ihre Einsätze zu erhöhen, um nicht hintennach zu bleiben.

Das verwirrende Detail ist, dass Spanien die 2A4 senden wollte, nicht die 2E, und dass der tatsächliche Zustand dieser Fahrzeuge, die einst von Deutschland gemietet und später gekauft wurden, Zweifel aufwirft. Ihre Reparatur und die Ausbildung der Besatzungen werden Monate dauern. Währenddessen bleibt die Frage unbeantwortet: Ohne Luftüberlegenheit, wozu dient es, Stahl im Schlamm anzusammeln?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (123 Antworten).

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