LED-Lampen bei Lidl: Die Rechnung rechnet sich nach 522 Stunden

LED-Lampen bei Lidl: Die Rechnung, die den Skeptikern den Wind aus den Segeln nimmt. Eine LED-Lampe für 8 Euro amortisiert sich nach 522 Betriebsstunden. Das ist die Rechnung…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

LED-Lampen bei Lidl: Die Rechnung rechnet sich nach 522 Stunden
LED-Lampen bei Lidl: Die Rechnung, die den Skeptikern den Wind aus den Segeln nimmt

Eine LED-Lampe für 8 Euro amortisiert sich nach 522 Betriebsstunden. Das ist die Rechnung, die in der Diskussion über die Modelle der deutschen Kette für 7,99 und 9,99 Euro aufgestellt wird – und sie fasst den eigentlichen Konflikt zusammen: Der Preis auf dem Etikett schreckt ab, aber die Stromrechnung entscheidet. Die Frage, die im Raum steht: Kann man einer Supermarkt-Eigenmarke vertrauen oder sollte man mehr für eine bekannte Marke zahlen?

Watt sind kein Licht: der Fehler beim Vergleichen

Das erste Missverständnis liegt auf der Hand: Watt werden verglichen, als würden sie die Helligkeit messen. Tun sie aber nicht. Watt geben den Verbrauch an; was leuchtet, wird in Lumen gemessen. Diese Verwirrung führt dazu, dass Lampen wegen ihrer geringen Leistung aussortiert werden, obwohl sie völlig ausreichen könnten. Manche erinnern daran, dass eine 6-Watt-LED einer 32-Watt-Glühbirne entsprechen kann, andere warnen, dass die Verpackung Ersatzversprechen macht, die in der Praxis nicht eingehalten werden.

Eine Heimmessung mit einer Handy-App als Notluxmeter liefert Ergebnisse, die den Erwartungen widersprechen. Eine 9,5-Watt-LED, die der Hersteller als Ersatz für 48-Watt-Glühbirnen anpreist, schneidet im realen Vergleich nicht entsprechend ab. Die unbequeme Schlussfolgerung: Die Angabe auf der Verpackung ist eine Orientierungshilfe, keine Garantie.

Die Erfahrung derer, die sie schon installiert haben

Gegen die Theorie: die Erfahrungsberichte. Mehrere 3-Watt-LEDs in Spotform am Badezimmerspiegel liefern dafür mehr als genug Licht. Eine 6-Watt-Lampe in klassischer Form beleuchtet ein kleines Zimmer besser als erwartet, eignet sich aber nicht zum Lesen. Das sind Alltagseinschätzungen ohne Labor, doch sie deuten darauf hin, dass die Eigenmarke hält, was sie verspricht.

Der auffälligste Fall sind die Reflektorlampen, die Halogenlampen mit zwei Stiftkontakten ersetzen. Sie funktionieren sogar mit alten Trafos, an denen andere Billiglampen scheitern. Diese Kompatibilität erklärt mehr als der Preis, warum sie in manchen Städten schnell ausverkauft sind.

Der Strompreis und der Skeptizismus gegenüber den Ersparnissen

Die Amortisationsrechnung steht neben einem grundsätzlichen Misstrauen: Es nützt nichts, in Effizienz zu investieren, wenn die Rechnung nicht sinkt. Manche haben ihren Verbrauch in einem Jahr um fast 40 % gesenkt und zahlen trotzdem deutlich mehr als früher, mit kumulierten Anstiegen von rund 50 % in drei Jahren. Die pessimistische Schlussfolgerung: Das Stromoligopol kassiert die Ersparnis ein.

Auch das importierte Produkt stößt auf Misstrauen: 12-Watt-Lampen, gekauft für weniger als 7 Euro, die mehr Licht liefern als erwartet – mit der Frage, wie lange sie halten. Und die Warnung vor der Verpackung: Die Lumenangaben der asiatischen Hersteller sind ein rechtsfreier Raum.



Lohnt es sich, 8 Euro in eine Supermarktlampe zu riskieren, oder sollte man warten, bis die Technik die Markenlampen verbilligt? Die Antwort hängt davon ab, wie viele Stunden am Tag sie leuchtet.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (22 Antworten).

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