Lancia Gamma ab 39.900 € in Spanien: Forum zweifelt am Preis

Der Lancia Gamma startet in Spanien ab 39.900 €, und das Forum bezweifelt den Preis eines Volumenmodells mit Premium-Anspruch. Ein Nutzer meint, die Autos würden nicht verkauft, sondern nur geleast…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Lancia Gamma ab 39.900 € in Spanien: Forum zweifelt am Preis
Lancia Gamma ab 39.900 €: ein Preis, der Wut auslöst

Der neue Lancia Gamma hat jetzt einen Preis in Spanien: ab 39.900 Euro für die Mild-Hybrid-Version mit 145 PS. Eine Marke, die viele längst abgeschrieben hatten, kehrt mit einem Crossover-Fastback zurück, der es mit den Premium-Herstellern aufnehmen will. Das Problem: Der Volumenmarkt scheint nicht bereit zu sein, diese Summen zu zahlen. Die überwiegende Reaktion war Unglaube: "40.000 € hahaha", fasste ein Nutzer zusammen. Ein anderer urteilte gnadenlos: "Man muss schon sehr schlau sein, um so einen Schrott zu kaufen".

Premium-Preis für eine Volumenmarke

Der Gamma kommt mit einer Strategie, die Stellantis bereits bei anderen Modellen des Konzerns fährt: ein Volumenprodukt zum Preis eines deutschen Autos positionieren. Die Einstiegsversion mit Mild-Hybrid-Motor und 145 PS startet bei 39.900 Euro. Für dieses Geld gibt es etablierte Alternativen im Premium-Segment. "Ich nehme lieber den hier", kommentierte ein Teilnehmer und fügte Bilder direkter Konkurrenten hinzu.

Der Schachzug ist kein Einzelfall. Der Konzern hat die Produktion dieses Modells und der beiden neuen DS an italienische Werke vergeben – eine Entscheidung, die Standorte mit Überkapazitäten retten soll. "Ich fürchte, das werden sie nicht schaffen", hielt ein anderer dagegen und bezweifelte, dass der Preis die Auftragsbücher füllt.

Der Markt zahlt diese Preise nicht: geleast wird

Die häufigste Kritik richtet sich nicht gegen das Produkt, sondern gegen das Geschäftsmodell. "Sie verkaufen sie nicht. Weder dieses noch irgendein anderes Volumenmodell zu diesen Preisen. Sie werden per Abo vermietet", argumentierte eine Analyse. Das Abo ist zum Weg geworden, Autos unter die Leute zu bringen, die Privatkäufer nicht kaufen. Das Ergebnis ist ein Neuwagenmarkt, in dem der Listenpreis eher als buchhalterische Referenz dient denn als echte Transaktion.

Die eigentliche Beschwerde betrifft die Kaufkraft. "Aber die Leute können sich doch schon nichts mehr leisten... Warum machen sie immer wieder neue Produkte?", fragte sich ein anderer. Die Antwort der Branche ist meist dieselbe: Der Privatkunde ist nicht mehr das Ziel; das sind Unternehmen, Flotten und das Abo.

Produkt-Jargon und eine abgenutzte Erzählung

Über den Preis hinaus richtet sich die Ablehnung auch gegen die Sprache, mit der das Auto präsentiert wird. "Ein Crossover-Fastback... da hörte ich auf zu lesen", beendete ein Kommentar die Debatte und stellte fest, dass der Produkt-Jargon die Käufer nicht mehr erreicht. Das Label "Crossover-Fastback" wirkt wie eine Marketing-Erfindung, um eine Karosserie zu verkaufen, die in keine klassische Kategorie passt.

Der Verschleiß betrifft auch die Wahrnehmung der Marke. "Eine halbtote Marke", fasste die Nachricht zusammen, die die Diskussion eröffnete. Lancia ist seit Jahren vom Radar der spanischen Käufer verschwunden, und die Rückkehr mit hohen Preisen hilft nicht, dieses Vertrauen wieder aufzubauen.

Der Kontext: Neuwagen als Wertanlage

Die Diskussion driftete zum allgemeinen Markt ab. Ein Teilnehmer erzählte, er habe 34.000 Euro für einen Golf R in der nummerierten Edition 333 gezahlt, und nannte den Neuwagenmarkt einen "Betrug". Der Vergleich ist aufschlussreich: Für weniger Geld gibt es ein limitiertes Sport-Kompaktmodell – gegenüber einem 145-PS-Hybrid aus dem Volumensegment.

Auch Nostalgie für klassische Modelle kam auf, mit Erwähnungen eines englischen Deltona Straßenwagens und der Lancia 037 und Stratos als Referenzen dafür, was die Marke einmal war. Der Kontrast zwischen dieser Vergangenheit und der kommerziellen Gegenwart ist vielleicht die beste Zusammenfassung des Problems.

Was zu erwarten ist

Wenn das Muster so bleibt, findet der Gamma seinen Platz im Abo und in Flotten, bevor er in der Garage von Privatkunden landet. Die Frage ist, ob Stellantis den Preis ohne Volumen halten kann. Die jüngere Geschichte des Konzerns deutet an, dass das nicht leicht wird. Aber man sollte die Prognose nicht zu früh festzurren: Der spanische Markt hat schon oft mit Wendungen überrascht, die niemand vorhergesehen hatte.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (18 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver