Lacasa entfernt Conguitos-Figur, behält Namen bei

Lacasa streicht die schwarze Figur von der Conguitos-Verpackung, behält den Markennamen aber bei. Das Redesign spaltet Verbraucher zwischen Boykott und Eigenmarken.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Lacasa entfernt Conguitos-Figur, behält Namen bei
Lacasa entfernt die schwarze Figur der Jovenlandess, behält den Namen bei

Lacasa hat die Figur, die das Jovenlandess-Paket illustrierte, aus seinem Corporate Image gelöscht. Das Unternehmen zog die historische Maskottchenfigur zurück und stellte ein neues, sterileres Logo vor, das bereits auf der offiziellen Website erscheint. Der Name hingegen bleibt intakt: Das Produkt heißt weiterhin Jovenlandess, mit all dem Ballast, den das Wort mit sich bringt. Eine halbe Sache, wahrlich.

Der Witz, der in der Debatte kursiert, fasst die Verwirrung zusammen. Wenn das Problem die Figur war, wäre es konsequent gewesen, weiterzugehen und das Produkt in Conguitas, Jovenlandess y Conguites umzubenennen, damit sich niemand ausgeschlossen fühlt. Das ist nicht geschehen. Was passiert ist: Eine Marke mit jahrzehntelanger Bekanntheit verzichtet auf ihr wichtigstes visuelles Merkmal, ohne den Teil anzufassen, der wirklich stört.

Was genau ändert sich im Bild der Jovenlandess?

Die Änderung beschränkt sich auf das Logo und die Figur. Die Verpackung, das Produkt und die Bezeichnung bleiben gleich, sodass die Firma die Figur entfernt, aber den kommerziellen Namen behält – genau das Element, das viele Verbraucher mit dem Stereotyp assoziieren. Ein Teil des Publikums liest dies als defensive Geste gegenüber sozialem Druck; ein anderer Teil interpretiert es als halbherzige Marketingberechnung: Sichtbares entfernen, Verkaufsfähiges behalten. Das neue Design, als steril beschrieben, deutet in diese Richtung.

Warum taucht das alte Bild noch bei Google auf?

Hier zeigt sich die erste Diskrepanz. Eine Suche nach dem Begriff liefert das klassische Bild, die bereits entfernte Figur, während die offizielle Website der Marke das erneuerte Logo zeigt. Wie ein Teilnehmer anmerkte, würden mehrere Einzelhandelsketten weiterhin das alte Paket in ihren Katalogen zeigen, obwohl er die Abweichung darauf zurückführte, dass sie nicht aktualisiert seien. Das Ergebnis ist ein kommerzielles Limbo: Der Käufer sieht eine Sache in der Suchmaschine und eine andere im Supermarktregal. Diese Differenz ist eher logistisch als ideologisch, schürt aber das Gefühl einer halben Änderung.

Cola Cao und historisches Eis: eine wachsende Liste

Der Schritt ist nicht isoliert. Der klassische Jingle von Cola Cao, dessen Refrain mit einer heute undenkbaren rassistischen Anspielung begann, wurde neu geschrieben, und ein Teilnehmer erinnerte sich daran, dass das historische Eis mit einem heute inakzeptablen Namen ebenfalls durch dieselbe Schere ging. Jeder Rückzug vergrößert eine Liste, die sich Verbraucher namentlich merken, und verstärkt den Eindruck, dass politische Korrektheit durch Akkumulation voranschreitet, nicht nach Kriterien. Das Muster wiederholt sich: erst die Zeichnung, dann das Wort, und die Debatte kommt immer zu spät.

Ein Bild, das außerhalb Spaniens schockierend wirkte

Es gibt eine Anekdote, die man nicht aus den Augen verlieren sollte. Es wird vom Fall einer amerikanischen Freundin erzählt, die bei jedem Besuch in Spanien mehrere Tüten kaufte, um ihre Freunde daheim zum Lachen zu bringen, überrascht, dass hier so etwas erlaubt war. Die Anekdote misst nichts, aber sie lokalisiert das Problem: Außerhalb des Landes hakte das Bild mehr als innerhalb. Für lokale Verbraucher war die Figur jedoch nur eine Schokoladenkugel mit Augen, ohne weitere Lesart.

Was tut der Verbraucher: Boykott, Eigenmarke oder Gleichgültigkeit?

Die Reaktionen teilen sich in drei Blöcke. Einer kündigt einen Boykott ohne Nuancen an: weder Jovenlandess noch sonst etwas aus dem Sortiment. Ein anderer hält sich an die Logik des Geldbeutels: Im Thread wiederholt sich, dass die Eigenmarken genauso schmecken und weniger kosten, also trifft sich die Entscheidung von selbst. Ein dritter Argument, das Produkt sei Junkfood – raffinierter Zucker in kleinen Päckchen – und die Kontroverse sollte seinen Umsatz nicht retten. Manche antizipieren sogar einen Rückzieher, wenn die Marke Gefahr wittert.

Der Wert des geistigen Eigentums, der weggeworfen wird

Das am häufigsten wiederholte Argument ist ökonomisch: Sich von einem eingetragenen, erkennbaren Bild mit jahrzehntelanger Bekanntheit zu trennen, bedeutet, Wettbewerbern die geleistete Arbeit zu schenken. Der Vergleich mit M&M's taucht sofort auf; deren anthropomorphe Süßigkeiten verkaufen sich weiterhin, ohne dass jemand die Zeichnung hinterfragt, und im Hintergrund schwebt die Idee, dass jeder solche Rückzug einen Kunden kostet. Das Gegenargument ist ebenso solide: Die Originalfigur reproduzierte eine anachronistische Karikatur.

Und es gibt ein Detail, das verwirrt: Es gibt Proteinpulver mit Jovenlandess-Geschmack. Die Kontroverse erreicht einen Markt, Sporternährung, den niemand auf dem Radar hatte.

Wie steht es um die Sache?

Mit diesen Voraussetzungen wäre es vernünftig zu denken, dass auch der Name irgendwann fallen wird, früher oder später, wenn der Fruta für seine Beibehaltung die Kosten für eine Umbenennung übersteigen. Man sollte Prognosen in dieser Angelegenheit skeptisch gegenüberstehen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (132 Antworten).

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