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La Séptima verpflichtet Quequé als Konkurrenz zu El Intermedio
La Séptima, ein neuer Sender im Umfeld des spanischen Ministerpräsidenten Sánchez, hat Quequé für eine Satiresendung verpflichtet. Was hinter dem Deal steckt, in der Analyse.
La Séptima sichert sich Quequé für eine Sendung gegen El Intermedio
Der neue Sender La Séptima will keine offenen Flanken lassen. Nachdem Javier Ruiz die Leitung der Nachrichten übernommen hat und eine Journalistin aus dem Umfeld von Jesús Cintora verpflichtet wurde, verhandelt man nun mit Héctor de Miguel, genannt 'Quequé', über eine Satiresendung nach dem Vorbild von 'El Intermedio'. Der Schritt, den El HuffPost vorab meldete, bestätigt die Strategie: den Sender zur privaten Alternative der offiziellen Erzählung zu machen.
Ein Team, das nach Moncloa riecht
Das Projekt, das unter der Leitung von Contreras startet – demselben Mann, der La Sens gründete –, versammelt Profile, die wie Figuren auf einem gemeinsamen Schachbrett zwischen den Sendern wechseln. Javier Ruiz, ehemals TVE, ist Nachrichtenchef. An seiner Seite eine Journalistin, die aus dem Umfeld von Jesús Cintora kommt. Die Übereinstimmung ist kein Zufall: Während das öffentliche Fernsehen unter Quoten steht, soll ein privates, aber ideologisch ausgerichtetes Medium entstehen. Die Ironie entgeht niemandem: Der Sender heißt La Séptima, doch in den sozialen Medien wird er bereits la Séptica oder TPS7, Tele Pedro Sánchez 7, genannt.
Quequé: Talent oder Provokation
Auch die Verpflichtung von Quequé ist nicht neutral. Der Komiker geißelt seit Jahren die Rechte, mit einem Stil, der zwischen scharfer Analyse und Groteske schwankt. Seine Anhänger freuen sich, dass die politische Satire wieder ein Sprachrohr bekommt; seine Kritiker werfen ihm eine Vergangenheit mit umstrittenen Gesten vor der spanischen Flagge vor und ordnen ihn der 'Liste der 61 von Leire' zu, einer in den sozialen Medien kursierenden Aufstellung mutmaßlicher Gefolgsleute der Regierung. Ob wahr oder nicht – die Kontroverse ist bereits serviert: Bei einem Sender, der unter Verdacht geboren wurde, löscht ein Komiker mit diesem Profil das Feuer nicht, er schürt es.
Die Skepsis der Branche
Bleibt die eigentliche Frage: Wer soll das sehen? Das lineare Fernsehen verliert Jahr für Jahr Zuschauer, und es erscheint kaum logisch, einen siebten Vollprogramm-Sender zu gründen. Skeptiker vermuten, dass das Ziel nicht Rentabilität, sondern Einfluss ist. Wenn die private Werbung bei einem politisch geprägten Sender abspringt, kann der Staat immer helfen, sei es durch Schaltwerbung oder die Zahlung der Fußball-Rechte. Die Geschichte kennt man bereits: Sender entstehen mit einer Mission und landen am Ende beim Meistbietenden.
Die Fabel vom Fuchs und den Flöhen, die jemand erinnerte, als die Nachricht bekannt wurde, fasst den Zyklus gut zusammen: Das Tier steigt ins Wasser, um die Biester loszuwerden, doch diese klettern bis zur Schnauze und zum letzten Haarbusch hinauf. Im kritischen Moment lässt der Fuchs das Haar los, und die Flöhe ertrinken. La Séptima sammelt mit Vollgas Flöhe. Es fehlt nur noch die Frage, wer sie loslassen wird – und in welchem Fluss.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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