La Razón MADMAX-Szenario löst Wirtschaftsdiskussion aus

Wirtschaftsforum debattiert das MADMAX-Szenario von La Razón: Berechnung zur 31%-Anleihe, sinkender Konsum und leere Regale.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

La Razón MADMAX-Szenario löst Wirtschaftsdiskussion aus
La Razón veröffentlicht ein MADMAX-Szenario und das Wirtschaftsforum diskutiert

Eine Schlagzeile in La Razón über ein Mad-Max-artiges Szenario – Warteschlangen, Knappheit, Tauschhandel – dient als Funke für das meistgelesene Wirtschaftsunterforum Spaniens, seine These zu entfalten: Es geht nicht darum, dass etwas passieren wird, sondern dass es bereits passiert und niemand hinschauen will. Die Diskussion, vor 186 Tagen eröffnet mit 87 Antworten, beginnt mit einem chinesischen Sprichwort – „Nichts passiert, bis etwas passiert“ – und endet als Inventar der Signale: spanische Staatsanleihen, Konsum, aus dem Supermarkt entfernte Dosenmakrelen, gesättigte Anträge auf Waffenscheine.

Von Spott zur Berechnung: Was der Thread über MADMAX sagt

Der erste Schritt ist Scherzhaftigkeit. Das Szenario des Plünderns von Tankstellen und Kämpfe in der Thunderdome gegen eine Kiste Thunfischdosen wird lächerlich gemacht. Aber der Spaß hält nicht lange. Bald taucht das Argument auf, das alles trägt: Die Medien reden über Big Brother, während die reale Wirtschaft zerfällt, und der Durchschnittsbürger bemerkt es erst, wenn es kein Zurück mehr gibt.

Hier kommt die Datenlage. Ein Teilnehmer behauptet, dass die zehnjährige spanische Anleihe auf 31% steigen könnte, und vergleicht sie mit der griechischen Anleihe, die bei einer Schuldenlast von 300.000 Kilotonnen 42% erreichte. Er erkennt an, dass „Experten“ ihn für verrückt erklären, weil die Anleihe bei 3,50% liegt, und er antwortet, dass ein Anstieg von 1.000% genau das war, was in Griechenland passierte. Die durchschnittliche Laufzeit der spanischen Schulden beträgt, fügt er hinzu, 7,4 Jahre. Die vollständige Berechnung mit ihrer Herleitung findet sich in der Originalquelle.

Der Konsum sinkt bereits und die Regale leeren sich

Die zweite Ebene der Debatte ist die bodenständigste. Mehrere Nachrichten stimmen darin überein, dass der Rückgang des Konsums bereits spürbar ist. Ein Teilnehmer beschreibt, dass im Laden seiner Nachbarschaft, seit Jahrzehnten von derselben Familie geführt, das Lager „praktisch leer“ sei und die Preise jede Woche stiegen. Seine Antwort sei, Vorräte „wie Ameisen“ anzulegen, weil Geld nichts wert sei.

Ein anderer weist auf ein Detail hin, das wie ein Frühindikator klingt: Bei Aldi wurden die Doppeldosen Makrele in Sonnenblumenöl entfernt, die einzigen konkurrenzfähigen, und bei Lidl geschah dies früher ohne Nachschub. Es ist keine kleine Anekdote: Es ist das Zeichen dafür, dass Ketten Sortiment und Margen anpassen. Und eine dritte Stimme beschreibt eine Ernährung, die sich auf Eier, Pasta, Rohkäse und, wenn möglich, Gemüse beschränkt hat. „Das erwartet viele Menschen, nur wissen sie es noch nicht.“

Warum glaubt das Forum nicht an Rettungsaktionen oder Hilfen?

Weil sie vermuten, dass die Sparer die Anpassung bezahlen werden. Das am häufigsten wiederholte Argument ist, dass am Ende eine allgemeine Rettungsaktion stehen wird und die Sparer dumm dastehen werden, während der Rest für Reisen und Autos ausgegeben hat. In Spanien, heißt es, sei es fast besser, mit der Herde falsch zu liegen, als allein recht zu haben.

Dagegen vertritt eine andere Strömung die Ansicht, dass das Problem nicht zyklisch, sondern systemisch sei, vergleichbar mit 1929, und dass das Gelddrucken der letzten Jahre die Anpassung nur verzögert habe. Eine zukünftige Bankenkrise, die die von 2008-2009 übertreffen könnte, wird erwähnt. Niemand nennt ein genaues Datum, obwohl eine Nachricht riskiert: „Wir schaffen es nicht bis Oktober.“

Tourismus, Wohnraum und ländliche Gebiete als Zufluchtsort

Es gibt einen unbequemen Konsens: Wer ein Haus im Dorf hat, sollte es behalten, und wer keines hat, sollte den Kauf erwägen, denn in den Provinzen sei die Lage nicht so schlecht wie in Madrid, Barcelona oder Valencia. Der Wohnungsmarkt bricht in Kanada zusammen, wird angemerkt, und dort wächst das Pro-Kopf-Einkommen schneller als das BIP.

Massentourismus erscheint als der Sektor, von dem viele erwarten, dass er „abstürzt“. Und Öl, so das Argument, sei das Einzige, was man nicht drucken kann: Rohöl halte alles über Wasser und markiere eine physische Grenze für jedes Konjunkturprogramm.

Das kochende Frosch-Prinzip: Warum protestiert niemand?

Die am häufigsten wiederholte Erklärung für die Paradoxie fehlender Proteste ist die Frosch-Metapher: Der Verfall ist so langsam, dass er nicht als Krise wahrgenommen wird. Das Leben vor zwanzig Jahren wird mit dem heutigen verglichen, mit dem Schluss, dass alles schlechter geworden sei, aber ohne einen einzelnen Schlag, der den Alarm auslöst.

Eine andere Nachricht fasst es schonungslos zusammen: Man sieht nur volle Terrassen. Wenn es keine Demonstrationen oder Straßenproteste gebe, so das Argument, dann weil die Mehrheit sich nicht bewegen wolle. Und eine dritte Stimme führt demografische und Migrationsfaktoren als zugrunde liegende Spannung ein, ohne ins Detail zu gehen.



Das MADMAX-Szenario von La Razón mag eine saisonale Schlagzeile sein. Was dieses Forum seit 186 Tagen diskutiert, ist etwas anderes: Ob das Szenario bereits hier ist, getarnt als Normalität, und wie lange es dauern wird, bis die anderen es sehen. Oder ist der Frosch bereits gekocht und niemand hat das Licht angemacht?

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (87 Antworten).

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