La Pasionaria hielt nie ein Gewehr und starb bei der Beichte

Dolores Ibárruri, La Pasionaria, hielt nie ein Gewehr und starb bei der Beichte. Ein neuer Dokumentarfilm öffnet den Mythos der kommunistischen Führerin und ihres verborgenen Glaubens wieder.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

La Pasionaria hielt nie ein Gewehr und starb bei der Beichte
La Pasionaria hielt nie ein Gewehr und starb bei der Beichte

Sie starb im Bett. 1989, gesundheitlich gebrochen und —so verschiedene Rekonstruktionen ihrer letzten Lebensphase— während sie beichtete. Dolores Ibárruri, La Pasionaria, ging als Rednerin in die Geschichte ein, nicht als Kämpferin. Ein aktueller Dokumentarfilm öffnet das unbequeme Detail wieder: In den drei Jahren des Spanischen Bürgerkriegs wurde sie kein einziges Mal mit einem Gewehr gesehen. Ihr wird auch kein Blutverbrechen zugeschrieben.

Der Dokumentarfilm, der die Gewehr-Debatte neu entfacht

Der Mythos rückt wieder in den Mittelpunkt mit einem Beitrag, der eine unbequeme Idee betont: Die Führerin, die die Massen anfeuerte, hat nie gekämpft. Der Parole, die sie berühmt machte, wurde von einer Bühne aus zugerufen, nicht aus einem Schützengraben. Ihre Verteidiger erinnern daran, dass die Aufgabe einer politischen Führerin nicht das Schießen ist; ihre Kritiker entgegnen, wer andere zum Kampf antreibt, trägt einen Teil der Kosten. Es gibt ein Detail, das die offizielle Biografie verschweigt und das der Dokumentarfilm ans Licht bringt — und das man ganz lesen sollte, bevor man die Schlagzeile weitererzählt.

Der Glaube, der nicht ins Bild passt

Die zweite offene Front ist die religiöse. Die Regisseurin von "Las cartas perdidas. La cárcel y el exilio de las mujeres republicanas" (Die verlorenen Briefe. Gefängnis und Exil der republikanischen Frauen, 2022) betont den tiefen Glauben Dolores Ibárruris, der der breiten Öffentlichkeit unbekannt ist und der in ihren frühen Jahren neben ihrem politischen Engagement bestand. Bis zur These, sie sei als Katholikin und beichtend gestorben, ist es ein weiter Weg, doch das Bild der atheistischen Führerin und das der gläubigen Frau leben im selben Charakter. Dieser Kontrast nährt einen Großteil der Aufregung.

Der Salonrevolutionär, ein Archetyp, der sich wiederholt

Die Gestalt dessen, der vom Sessel aus zum Vergießen fremden Blutes anstachelt, hat einen alten Namen und eine lange Geschichte. La Pasionaria wird eine vorbehaltlose Bewunderung für Stalin zugeschrieben, und diese Tatsache wiegt ebenso schwer wie das Fehlen des Gewehrs. Das Muster —Führer, die andere in den Krieg schicken und dem eigenen entgehen— kehrt in jeder Generation mit neuen Gesichtern zurück, was erklärt, warum ein heutiger Dokumentarfilm eine Debatte von vor fast einem Jahrhundert wieder öffnet.

Die Frau, die die Parole zu ihrem Beruf machte, überlebte ihren eigenen Sohn. Diejenige, die nie ein Gewehr hielt, starb im Bett, 1989, bei der Beichte. Mythos und Fakt passen nicht immer in dieselbe Geschichte, und dieser Widerspruch bleibt bestehen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (24 Antworten).

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