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La Graciosa: Millionen-Häuser und eine Fähre über einen Kilometer
Millionenhäuser auf einer unbefestigten Insel und eine Fähre über nur einen Kilometer, die als teuer empfunden wird: das wirtschaftliche Paradox von La Graciosa in Spanien.
Millionenhäuser und unbefestigte Straßen: Der Preis eines Tages auf La Graciosa
La Graciosa hat keine asphaltierten Straßen, man erkundet die Insel mit dem Fahrrad, und laut mehreren Teilnehmern der Diskussion werden die schlichten Häuser dort für rund eine Million Euro angeboten. Das ist das Paradoxon, an dem die gesamte Debatte über die Insel hängt: ein Felsbrocken kaum mit Infrastruktur, der gerade deshalb, weil er sie nicht hat, zu einem äußerst wertvollen Gut geworden ist. Auf der einen Seite stehen die, die sie als Pflichtausflug bei einer Reise nach Lanzarote betrachten. Auf der anderen die, die längst beschlossen haben, dass sich nicht einmal die Überfahrt lohnt. Dazwischen liegt der Reibungspunkt: der Preis der Fähre ab Órzola.
Die Fähre über einen Kilometer, die den Ausflug killt
Vom Hafen von Órzola aus überquert das Schiff in einer Fahrt, die in der Diskussion auf etwa einen Kilometer beziffert wird, nach La Graciosa. Dort setzt der erste wirtschaftliche Vorwurf an: Manche finden, das Ticket sei für die kurze Fahrt zu teuer, selbst mit dem Residententarif.
Dazu kommt die Unterkunft: Wenn die Preise für eine Übernachtung auf der Insel als unerschwinglich gelten, ist der Ausflug kein günstiges Vergnügen mehr. Wer nur für den Tag kommt, gleicht das mit Zeitdruck aus. Wer dort übernachten will, trifft auf eine ganz andere Preisklasse.
Schlichte Häuser für rund eine Million in Pedro Barba
Das zweite Paradoxon betrifft den Immobilienmarkt. Auf der Insel entstehen seit Jahrzehnten keine neuen Gebäude: Es gibt keine asphaltierten Straßen und Wege, weil die Vorschriften das nicht erlauben. Was da ist, war schon immer da. Dieser eingefrorene Boden wird zu einem äußerst knappen Gut, und laut den Diskussionsteilnehmern sind die Folgen Wohnhäuser mit bescheidenem Aussehen – vor allem im Weiler Pedro Barba –, die für Beträge von rund einer Million Euro oder mehr angeboten werden.
Manche Teilnehmer sagen es ohne Umschweife: Das sind einfache Hütten, keine Villen. In der Diskussion fällt der Vergleich mit Formentera, wo Dörferhäuser ebenfalls für Millionen gehandelt werden, die nach Meinung des Vergleichenden ihren Preis auch nicht wert sind.
Was man wirklich sieht: Dünen, Klippen und ein unvergleichlicher Himmel
Das Inventar der Insel ist kurz und sehr spezifisch. Die Playa del Risco wird in der Diskussion als einer der besten Orte der Welt bezeichnet, um ein Zelt aufzustellen und eine Woche zu bleiben. Die Dünen und die Gräser, die sie durchziehen, sind das andere große Argument. Dazu kommt Pedro Barba, mit Alegranza, Montaña Clara und dem Roque im nahen Horizont.
Und dann sind da die Nächte. Der Sternenhimmel über La Graciosa wird als dicht getupfte Leinwand beschrieben, mit mehr Sternen, als manche je gesehen haben. Das Fahrrad gilt als gute Art, die Insel zu erkunden, auch wenn Sand und Kettenöl sich nicht vertragen. Und der Ziegenkäse vom landwirtschaftlichen Markt wird als der beste in Erinnerung behalten, den man je gegessen hat.
Lohnt es sich oder ist es nur ein weiterer Fels?
An dieser Stelle stockt die Analyse. Manche behaupten, man sähe nichts, was es nicht auch auf Lanzarote gäbe, und ein Video reiche aus, um sich das Ticket zu sparen. Die Isla de Lobos dient als üblicher Vergleichspunkt, und die Liste reicht bis nach Madeira, Porto Santo oder zur Azoreninsel Corvo. Demgegenüber steht die unmittelbare Erfahrung derjenigen, die zwischen den Dünen geschlafen haben und versichern, dieser Ort gehöre in eine andere Kategorie.
Dazu kommt eine unbequeme Strömung: die Nostalgie auf einen früheren, weniger massentouristischen Tourismus, der eine fast wildnisartige Insel idealisiert, die es so nicht mehr gibt. Die eigentliche Frage lautet nicht, ob La Graciosa schön ist. Sondern wie viel ihres Werts darauf beruht, sagen zu können, dass man dort war.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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