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L8STAR: winzige Billig-Handys, an das 2G-Netz gefesselt
L8STAR-Handys kosten ein Viertel eines normalen Mobiltelefons und funktionieren nur im 2G-Netz, das Orange voraussichtlich bis 2030 betreibt.
Winzige Handys zum Viertelpreis, verurteilt zum 2G-Netz
Es gibt Telefone, die in die Handfläche passen, ein Viertel dessen kosten, was ein gewöhnliches Handy kostet, und kaum ein Drittel eines klassischen Nokia. Sie werden in Stadtteilgeschäften unter der Marke L8STAR verkauft. Die Frage, die diese winzigen Handys offenlassen, betrifft nicht den Preis, sondern den Nutzen: Ist diese Marke dafür bekannt, so kleine Geräte herzustellen, und gibt es etwas Vergleichbares, das nicht an ein sterbendes Netz gebunden ist?
Die Antwort ist unbequem. Alternativen gibt es. So kleine, kaum. Und der Grund, warum diese Geräte Aufmerksamkeit erregt haben, hat nichts mit ihrer Ausstattung zu tun: Ihnen wird eine ganz bestimmte Verwendung fern des Schaufensters nachgesagt.
Warum L8STAR-Handys nur mit 2G funktionieren
Der technische Schlüssel dieser minimalen Geräte ist, dass sie im 2G-Netz arbeiten. Es ist das Netz, das die mobile Massentelefonie möglich machte und das heute abgeschaltet wird. Die Netzbetreiber stellen diesen Dienst schrittweise ein, wodurch jedes davon abhängige Gerät zu einem Gerät mit Verfallsdatum wird.
Es gibt keine einzige Abschaltung und kein festes Datum. Orange hat signalisiert, dass das 2G-Netz vorerst bis 2030 betrieben werden soll, aber der Markt bestimmt, und die Bedingungen können sich früher ändern. Für ein Spielzeugtelefon mag diese Frist reichen; wer ein Handy für den täglichen Gebrauch will, spielt Lotterie. Das Risiko ist nicht, dass es kaputtgeht, sondern dass es ohne Vorwarnung den Empfang verliert.
Gibt es ein kleines Handy mit 4G?
Ja. Das meistgenannte Beispiel ist das ADOC S4, ein 11 Zentimeter großes Gerät für alle, die etwas Handliches wollen, ohne auf das aktuelle Netz zu verzichten. Es bietet 4G, Kamera, FM-Radio, Taschenlampe, Bluetooth, eine USB-C-Ladestation und einen 3,5-mm-Klinkenanschluss. Also die Ausstattung eines herkömmlichen Telefons in einem Körper, der nicht aufträgt.
Der grundlegende Unterschied ist nicht ästhetisch, sondern betrifft das Überleben: Ein 4G-Gerät funktioniert weiter, wenn das 2G-Netz abgeschaltet wird. Der Preis ist höher als bei den L8STAR, aber immer noch weit unter dem eines High-End-Smartphones. Wer ein winziges Handy aus Bequemlichkeit sucht und aus keinem anderen Grund, findet hier einen vernünftigeren Weg.
Wofür winzige Handys wirklich benutzt werden
Über diese Geräte kursiert ein bestimmter Ruf: Sie seien leicht, heimlich in Justizvollzugsanstalten eingeschmuggelt zu werden. Die Logik ist einfach —je kleiner, desto unauffälliger— und nährt einen Großteil des Interesses, das sie wecken. Man sollte es so nehmen, wie es ist: eine verbreitete Wahrnehmung, kein Katalog belegter Verwendungen.
Dieser Nimbus erklärt, warum ein Telefon einer unbekannten Marke zu einem lächerlichen Preis mehr Neugier weckt als ein gutes einer bekannten Marke. Er erklärt auch ein gewisses Misstrauen: Ein Gerät, das darauf ausgelegt ist, unbemerkt zu bleiben, ist selten das, was man für den Alltag haben möchte.
Die Analyse bleibt am selben Punkt hängen, an dem sie begann: Niemand hat bestätigt, ob L8STAR vorhat, Modelle mit modernem Netz auf den Markt zu bringen. Bis dahin kann das kleinste Handy auf dem Markt schlicht das mit der geringsten Zukunft sein.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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