Kupfermangel: Der Achillesferse der Agenda 2030
Die Energiewende hat ein Problem, das in Broschüren nicht erwähnt wird: Metalle. In einer Forumdebatte wird behauptet, dass ein Elektroauto drei- bis viermal mehr Kupfer benötigt als ein Verbrenner, und das Netz zur Stromversorgung muss seine Kapazität vervielfachen. Wenn man hinzunimmt, dass laut einiger Teilnehmer Lithium, Kobalt, Neodym und weitere Seltene Erden knapp sind, ruht der Plan auf einer Arithmetik, die nicht aufgeht. Die Diskussion, die seit über drei Jahren läuft, ist von physischer Knappheit zu etwas Unbequemerem abgedriftet: dem Verdacht, dass das Ziel nicht war, alles zu elektrifizieren, sondern den Zugang zu rationieren.
Gibt es genug Kupfer für die Elektrifizierung des Fahrzeugbestands?
Die wiederholte Berechnung ist einfach. Ein Elektrofahrzeug würde etwa 80 Kilogramm Kupfer verbrauchen, verglichen mit 20 Kilogramm bei einem Diesel-Pkw, so die Aussagen im Thread. Multiplizieren Sie dies mit den Millionen von Einheiten, die hergestellt werden müssten, und addieren Sie das Ladennetz, Transformatoren und den Ausbau der Verteilnetze. Die wiederkehrende Schlussfolgerung lautet, dass weltweit nicht genug Metall für einen solchen Ausbau vorhanden ist. Und nicht nur Kupfer: Laut einigen Teilnehmern sind auch Lithium, Kobalt, Neodym und Graphit ähnlich kritisch. Manche weisen auf Aluminium als Ersatz hin, das häufiger vorkommt und recycelbar ist, obwohl es ein schlechterer Leiter ist und in elektrischen Anlagen anfälliger für Korrosion. Die technische Debatte ist eröffnet, aber die daraus gezogene Schlussfolgerung bleibt dieselbe: Der Engpass wäre real.
Zement und Sand: Die unbeachtete Knappheit
Weniger glamourös, aber ebenso kritisch. Der Bau verbraucht Sand, und nicht jeder Sand ist geeignet. Sand für Beton ist nicht reichlich vorhanden, und einige Länder importieren ihn auf undurchsichtige Weise. Im Thread wird der Plünderung ganzer Strände zur Deckung des Baubooms asiatischer Städte erwähnt. Wenn der Plan vorsieht, Millionen von Wohnungen und Industriehallen für die neue Wirtschaft zu errichten, wird Gesteinskörnung zu einer weiteren strategischen Ressource. Der Unterschied ist, dass diese nicht durch Aluminium ersetzt werden kann.
Die an Bedeutung gewinnende These: Es geht nicht um Wandel, sondern um Rationierung
Hier ändert sich die Natur der Analyse. Es wird nicht mehr diskutiert, ob Metalle vorhanden sind, sondern für wen. Die am stärksten wachsende Strömung vertritt die Ansicht, dass das eigentliche Ziel nicht ist, dass alle ein Elektroauto haben, sondern dass die Elite ihre Mobilität beibehält, während der Rest auf das Fahrrad und mangelhaften öffentlichen Nahverkehr zurückgreifen muss. Das private Auto, elektrisch oder nicht, würde zum Privileg. Dies ist die Lesart, die mit der Idee korrespondiert, dass es eine Überbevölkerung gibt und der Energieverbrauch per Dekret sinken muss. Dies ist keine Randthese: Sie taucht in jedem Abschnitt der Konversation auf, vom ersten bis zum letzten Beitrag.
Tesla, der Wardenclyffe-Turm und der Mythos der freien Energie
Keine Energiedebatte kommt ohne ihren Anteil an Verschwörungstheorien aus. Hier tauchen Nikola Tesla, sein Wardenclyffe-Turm und die Theorie auf, dass JP Morgan ihn begraben habe, weil drahtlose Elektrizität nicht abrechenbar sei. Auch Magnetenmotoren, Wassermotoren und Kaltfusion werden als unterdrückte Technologien zitiert. Die skeptische Antwort ist eindeutig: Mit Hunderttausenden von Wissenschaftlern weltweit und jeglicher Art von Finanzierung hat keine dieser Technologien zu irgendetwas geführt. Die wissenschaftliche Wahrheit kommt früher oder später ans Licht. Die Diskussion lebt jedoch weiter, weil sie mit einem breiteren Misstrauen gegenüber der offiziellen Erzählung korrespondiert.
Graphit, Wasserstoff und Alternativen, die nicht eintreffen
Graphit, ein wesentlicher Bestandteil der Anoden von Lithiumbatterien, erscheint als die unmittelbarste Mangelware. Wasserstoff wird wegen seiner Ineffizienz in den meisten Anwendungen verworfen. Kohle und Kernenergie können keine LKW, Schiffe und Flugzeuge betreiben, wie die härteste Gegenrede erinnert. Die daraus gezogene Schlussfolgerung ist, dass keine Ersatztechnologie bereit ist, skaliert zu werden. Die vollständige Elektrifizierung ist heute ein Versprechen ohne materielle Grundlage.
Demografie als Hintergrund
Das andere große Argument ist der demografische Druck. Die Demokratische Republik Kongo stieg von 21,8 Millionen Einwohnern im Jahr 1973 auf derzeit 102,2 Millionen, mehr als doppelt so viele wie Spanien, nach den im Thread zitierten Daten. Indien, Pakistan, Nigeria, Mexiko und Indonesien wachsen weiter. Die wiederkehrende Idee ist, dass der Planet den Konsum aller nicht tragen kann, wenn alle den westlichen Lebensstandard anstreben. Dies ist die zeitgenössische Version des Malthus’schen Dilemmas, nun mit Daten zum Pro-Kopf-Energieverbrauch. Die unbequeme Frage ist, was man mit dieser Realität macht.
Was verstört, ist nicht der Kupfermangel. Es ist, dass der Plan trotz bekannten Mangels unverändert weiterläuft. Befürworter der Wende sagen, die Technologie werde das Problem lösen. Kritiker weisen darauf hin, dass Technologie keine Atome erzeugt. Und dazwischen liegt der Verdacht, dass das Ziel nie war, dass alle ein Auto haben.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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