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Kortikoide und Ketose: So vermeiden Sie 30 Kilo Gewichtszunahme
Ein Patient mit einer autoinflammatorischen Erkrankung verliert mit ketogener Ernährung und Fasten 17 Kilo, während er Kortikoide einnimmt. Der Schlüssel liegt in der Kontrolle des Insulins.
Kortikoide und Ketose: Die Strategie gegen die Gewichtszunahme
Ein Mann Anfang dreißig, bei dem eine nicht näher klassifizierte, in Schüben verlaufende autoinflammatorische Erkrankung diagnostiziert wurde, nimmt seit zwei Jahrzehnten Prednison. In dieser Zeit hat er 30 Kilo zugenommen. Seine Erfahrung, die er in einem Forum zu bewusstem Konsum geteilt hat, beschreibt, wie ihm die ketogene Ernährung und das intermittierende Fasten geholfen haben, 17 Kilo Fett abzubauen und die Nebenwirkungen der Kortikoide in Schach zu halten. Der Schlüssel liegt nach seinem Bericht in der Kontrolle des Insulins.
Insulin als zentraler Knotenpunkt
Der Verfasser des Eröffnungsbeitrags erklärt, dass die Ursache der Fettleibigkeit im Insulin liege. „Es ist das Alpha und das Omega“, sagt er. Die Insulinkonzentration im Blut bestimme, ob Energie verbraucht oder gespeichert wird – unabhängig von den aufgenommenen Kalorien. Kortikoide, so seine Erfahrung, machen genau deshalb dick, weil sie die Insulinsensitivität beeinträchtigen. Jason Fung, Arzt und Blogger, hat davor bereits gewarnt: Kortikoide ebnen den Weg zu dauerhafter Fettleibigkeit.
Die von ihm vorgeschlagene Strategie kombiniert eine klassische ketogene Ernährung mit intermittierendem Fasten und täglichem Sport. Das Ziel: den Blutzucker stabil halten, die Insulinausschüttung auf ein Minimum reduzieren und den entzündungshemmenden Effekt der Ketose nutzen. „Um abzunehmen, muss man die Insulinsensitivität zurückgewinnen“, stellt er fest.
Der Speiseplan und die Nahrungsergänzungsmittel
In seinen Lageberichten beschreibt der Autor seine täglichen Mahlzeiten: Avocado mit gemahlenen Leinsamen, Würstchen mit Sauerkraut, Callos a la madrileña (Kutteln nach Madrider Art), griechischer Joghurt. Er räumt ein, dass ihm „viel Grün und viel Schwefel“ fehle. Andere Teilnehmer empfehlen ihm Kurkuma, Knoblauch und Gewürze gegen Entzündungen. Bei Capsaicin herrscht Unsicherheit: Entzündet es oder wirkt es entzündungshemmend? Es gibt keinen Konsens.
Leinsamen erweisen sich als Verbündeter: Ein Löffel liefert 2 Gramm Ballaststoffe, 1,6 Gramm Omega-3 und nur 0,4 Gramm Omega-6. Sie sind zu 11 % glucogen, was sie mit der Ketose vereinbar macht. Der Autor strebt an, dass seine Ernährung zu höchstens 15-20 % glucogen ist.
Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen
Kortikoide machen nicht nur dick. Sie entkalken auch die Knochen und schwächen die Muskulatur. Ein Teilnehmer berichtet, dass seine Mutter dank Prednison trotz Arteritis noch lebt – allerdings um den Preis, Tabletten für die Knochen nehmen zu müssen. Ein anderer Nutzer, der intravenös Methylprednisolon erhält, hat es beim letzten Mal geschafft, nicht zuzunehmen, schreibt den Verdienst allerdings einer begleitenden Chemotherapie zu.
Der Autor stellt klar, dass unterhalb von 5 mg Prednison täglich die schwerwiegendsten Nebenwirkungen vernachlässigbar sind. Inhalative Kortikoide gegen Asthma, etwa Symbicort, erreichen diese systemischen Dosen nicht. Eine wiederkehrende Empfehlung: Prednison morgens einnehmen, um den zirkadianen Rhythmus nicht zu stören.
Der Schub und das Absetzen
Nach einem Firmenessen, reich an Mehl und Zucker, erlitt der Autor einen neuen Schub. Er begann mit 10 mg Prednison und setzte das Medikament dann ab. Wenige Tage später plagte ihn die Milz. Er hielt bis Montag durch. Am Ende war die Episode ohne weitere Kortikoide überstanden. „Ich glaube, das war der Schub, bei dem ich am wenigsten Kortison genommen habe“, freut er sich. Sein Gewicht sank auf 79,5 Kilo, sein Bauchumfang auf 87,5 Zentimeter. Er rechnet damit, 3 Kilo Muskelmasse verloren zu haben, die es wieder aufzubauen gilt.
Weitere Ursachen für Entzündungen
Ein Teilnehmer vermutet, dass hinter der chronischen Entzündung eine Darmkandidose stecken könnte. Ein anderer schildert seine Erfahrung mit einer 20 Jahre lang nicht diagnostizierten Milcheiweißallergie, die Muskelverhärtungen, Gelenkentzündungen und eine Bindehautentzündung verursachte. Nach dem Verzicht auf Milchprodukte ging es ihm besser. Die zugrunde liegende Erkenntnis: Nicht alle Übel kommen von den Kortikoiden; manchmal liegt der Feind auf dem Teller.
Die unsichere Zukunft
Der Autor plant, einen Gentest machen zu lassen, um seine Erkrankung zu identifizieren. In der meantime setzt er seine ketogene Ernährung und sein Trainingsprogramm fort: vier Minuten Tabata, Curls und Klimmzüge, hypopressive Übungen. Sein Ziel sind 15-16 % Körperfett. „Gerade als ich am Horizont ein gesundes Gewicht erahnte, kehrte die Krankheit zurück“, bedauert er. Die Frage, die in der Luft bleibt: Wie lange kann er die Entzündung ohne Kortikoide in Schach halten?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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